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Superhelden-Modus

Zwischen Studium, Nebenjob und Kind. Bericht eines alleinerziehenden Vaters

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Brunhild Fischer zählt die Anfragen nicht mehr, die täglich in ihrem Büro eingehen. Es könnten im Jahr zwischen 100 und 1.000 sein. Obwohl ihr eigentlich nicht zum Scherzen zumute ist, lacht sie. Fischer leitet den Landesfamilienverband SHIA, der seit 1991 in Leipzig existiert und sich für die Interessen von Alleinerziehenden einsetzt.

Ihre Kollegen und sie versuchen mit viel Geduld, der horrenden Anzahl hilfebedürftiger Familien gerecht zu werden. Das Sächsische Familienministerium fördert zwar die Arbeit des Verbandes zu 80 Prozent, ein großer Teil erfolgt dennoch ehrenamtlich. Doch auch dem Ehrenamt sind Grenzen gesetzt, wenn es zu wenig Zeit und Personal für zu viele Menschen gibt. Fischer sieht ihren Verein allein auf weiter Flur, denn er bietet als einziger in Leipzig eine Beratung spezifisch für Alleinerziehende an und macht sich zudem für deren Chancengleichheit auf landespolitischer Ebene stark…

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Laut dem Statistischen Quartalsbericht II/2017 werden 4,4 Prozent der Haushalte in Leipzig von Alleinerziehenden geführt. Das betrifft 14.504 Elternteile. Insgesamt wurden 330.948 Haushalte erfasst. Fast 90 Prozent der Alleinerziehenden sind Frauen. Fischer sieht Alleinerziehende, und hier insbesondere die Mütter, in puncto Steuer- und Unterhaltspolitik, Arbeitsmarkt und Bildung regelrecht diskriminiert. Eine Sozialberatung wirke sicherlich unterstützend, sei allerdings der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Eine Verbesserung der Umstände müsse vor allem durch die Politik erfolgen, angefangen auf Kommunalebene bis hin zur Bundespolitik. »Wir müssen in die politische Interessensvertretung gehen, um ein Bewusstsein dafür zu schaffen, was Alleinerziehende eigentlich zu stemmen haben.« Leipzig gehe mit keinem guten Beispiel voran, meint sie. Hier sei es »vollkommen akzeptabel, dass Unterhaltspflichtige ihrem Unterhalt nicht nachkommen. Die Rückholquote liegt bei 8,7 Prozent.« Ein weiteres Thema sei der Zugan…
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Dieser Text stammt aus dem kreuzer, Heft 01/2018. Um ein kreuzer-Abo abzuschließen, klicken Sie bitte hier: https://kreuzer-leipzig.de/abo

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