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#le1101: Die Geschichte des Überfalls auf Connewitz

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Als am 11. Januar 2016 etwa dreihundert schwarz gekleidete Männer schweigend durch Connewitz marschierten, konnte man sie für einen friedlichen Demonstrationszug halten: Voran trugen sie ein Banner der antirassistischen Initiative »Leipzig bleibt helle«. Als der Zug jedoch in die Wolfgang-Heinze-Straße einbog, brach ein Inferno los. Die Männer vermummten sich, schwärmten aus, einige hatten Äxte in den Händen. Sie zerschlugen Schaufensterscheiben, zündeten Sprengsätze, demolierten Autos, sprühten Reizgas durch zertrümmerte Fenster. Schnell war klar: Es ist eine politische Tat. Innerhalb weniger Minuten war die Polizei vor Ort, kesselte die Gruppe ein und nahm 214 Männer und eine Frau fest. Ein Mann, der zunächst flüchten konnte, kommt später noch hinzu.

Die Männer vermummten sich, schwärmten aus, einige hatten Äxte in den Händen. Sie zerschlugen Schaufensterscheiben, zündeten Sprengsätze, demolierten Autos, sprühten Reizgas durch zertrümmerte Fenster. Schnell war klar: Es ist eine politische Tat. Innerhalb weniger Minuten war die Polizei vor Ort, kesselte die Gruppe ein und nahm 214 Männer und eine Frau fest. Ein Mann, der zunächst flüchten konnte, kommt später noch hinzu.

Erst jetzt, zwei Jahre später, wird Anklage erhoben gegen einen Großteil der damals Festgesetzten.Für die Bewohner von Connewitz kam der Überfall wie aus dem Nichts. Wir dokumentieren die Mobilisierung und den Ablauf des Überfalls anhand von Zeugenaussagen, Berichten von Anwesenden und Nachrichten der Tatverdächtigen, die dem kreuzer vorliegen und von uns geprüft wurden…

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Erst jetzt, zwei Jahre später, wird Anklage erhoben gegen einen Großteil der damals Festgesetzten. Für die Bewohner von Connewitz kam der Überfall wie aus dem Nichts. Wir dokumentieren die Mobilisierung und den Ablauf des Überfalls anhand von Zeugenaussagen, Berichten von Anwesenden und Nachrichten der Tatverdächtigen, die dem kreuzer vorliegen und von uns geprüft wurden. Die Dokumente zeigen Strukturen, aber auch Banalitäten der Planung eines Verbrechens, dessen Ziel es war, durch die Anwendung von Gewalt Angst und Schrecken zu verbreiten.
Lesen Sie hier das Interview mit der Journalistin Heike Kleffner über den Angriff im Kontekt rechter Gewalt in Ostdeutschland.

7.1.2016

19:20 Uhr Erste bekannte öffentliche Neonazi-Mobilisierung für den 11.1.16 nach Leipzig. Die inzwischen als kriminelle Vereinigung verfolgte »Freie Kameradschaft Dresden« (FKD) verbreitet auf Facebook folgenden Aufruf:

2) Mindestens sechs Mitglieder der FKD waren später am Überfall auf Connewitz beteiligt. FKD-Mitglied Florian N. war der Erste von 216 Tatverdächtigen, der deshalb (noch nicht rechtskräftig) verurteilt wurde. Er hatte eingeräumt, in dem randalierenden Mob mitgelaufen zu sein.
3) Im Sommer 2017 verhängte das Landgericht Dresden gegen Florian N. wegen Mitgliedschaft in krimineller Vereinigung und mehrerer Gewalttaten eine Gesamtstrafe von 3 Jahren 8 Monaten Haft; Einzelstrafe für Beteiligung in Connewitz: 1 Jahr 4 Monate.
4) Derzeit läuft am Landgericht Dresden ein…
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Dieser Text stammt aus dem kreuzer, Heft 02/2018. Um ein kreuzer-Abo abzuschließen, klicken Sie bitte hier: https://kreuzer-leipzig.de/abo

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