Startseite / Periskop | Spiel | Spiel / Das Tier in mir

Das Tier in mir

Nichtmenschliche Perspektivenwechsel beleben Videospiele

Größeres Bild

Ohne ein esoterisches Fass aufzumachen: Der Großteil des Lebens auf dieser schönen Erde besteht nicht aus Menschen. Die haben zwar einen Narren gefressen an Internet-Katzenbildern, in Computer- und Videospielen sind Tiere meist jedoch eher schmückendes Beiwerk. Oder austauschbare Feinde, die recht unvorhersehbar agieren. Langsam ändert sich das und Viecher schlüpfen in prominentere Rollen. Völlig zurecht, […]

Ohne ein esoterisches Fass aufzumachen: Der Großteil des Lebens auf dieser schönen Erde besteht nicht aus Menschen. Die haben zwar einen Narren gefressen an Internet-Katzenbildern, in Computer- und Videospielen sind Tiere meist jedoch eher schmückendes Beiwerk. Oder austauschbare Feinde, die recht unvorhersehbar agieren. Langsam ändert sich das und Viecher schlüpfen in prominentere Rollen. Völlig zurecht, denn so ein Perspektivenwechsel kann dem Medium ziemlich gut tun. Es gibt Titel wie »The Last Guardian« oder »Monster Hunter: World«, in denen Spieler enge Beziehungen zu nichtmenschlichen Kreaturen aufbauen. Das basiert allerdings auf Beobachtung und nicht auf dem Sein.

Genau in diese Kerbe schlägt zum Beispiel »Snake Pass«. Noodle, so heißt das Kriechtier, ist keine vermenschlichte Schlange oder ein verkappter Cartoon-Charakter. Nur ganz langsam lernen wir die Fortbewegung, um auf dem Boden entlangzuschlängeln oder die Muskeln zu kontrahieren, damit es einen Bambusstamm empor geht. Der Titel schafft es ziemlich gut das Gefühl zu vermitteln, wie es sich in einem fremden Körper anfühlen könnte.

Anzeige

Kommentieren

Dein Kommentar