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Zwischen Leber und Milz

Virtuelles Saufen macht nur selten Spaß

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Es ist ein Brauch von alters her: Wer Sorgen hat, hat auch Likör. Das wusste schon der Dichter und Zeichner Wilhelm Busch. Mal einen über den Durst trinken macht währenddessen mächtig Spaß, dafür ist man aber im gesetzten Alter dann auch zwei Tage richtig im Eimer. In Videospielen funktioniert Druckbetankung etwas anders, denn sie fühlt […]

Es ist ein Brauch von alters her: Wer Sorgen hat, hat auch Likör. Das wusste schon der Dichter und Zeichner Wilhelm Busch. Mal einen über den Durst trinken macht währenddessen mächtig Spaß, dafür ist man aber im gesetzten Alter dann auch zwei Tage richtig im Eimer. In Videospielen funktioniert Druckbetankung etwas anders, denn sie fühlt sich niemals gut an. Egal ob ein erdiger Whisky oder ein kühler Hopfensmoothie, mehr als ein kurzer Jux wird nie draus. Entweder torkelt der Charakter ein bisschen, die Kontrolle wird temporär erschwert, in »Grand Theft Auto« resultiert der Genuss auch mal in Würfelhusten. Manchmal funktioniert das Trinken auch als definierende Charaktereigenschaft, wie zum Beispiel in »Max Payne«, dessen namensgebender Protagonist ganz klar ein Alkoholproblem hat. Videospiele konzentrieren sich praktisch ausschließlich auf den Exzess und blenden den entspannenden Kontext aus, den ein Glas Wein ja durchaus auch haben kann. Eine kleine Ausnahme ist der Western-Klassiker »Red Dead Redemption«: Mit ein bisschen Sprit intus wird nämlich wenigstens die Hand ruhiger und es lässt sich besser zielen. Zur gesamten Abhandlung geht es hier entlang.

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