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Yoga und Kunstdrucke

Das Doom over Leipzig-Festival bietet mehr als nur Metal-Mucke

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Kennste eines, kennste alle: Festivals können furchtbar langweilig sein. Das kann an schlechten Bands, dem Wetter oder teurem Bier liegen. Bereist zum 8. Mal macht es das Doom over Leipzig besser. Denn nicht nur die Auswahl der Künstler ist durchweg exquisit, die Veranstalter stellen auch jedes Jahr ein ausgefallenes Rahmenprogramm auf die Beine.

Bevor es am Donnerstag so richtig mit dem Metal-Gerummse auf der Bühne des UT Connewitz losgeht, steht tags zuvor als Einleitung erstmal die Vertonung des feministischen Vampirfilms »A Girl Walks Home Alone at Night« der iranisch-amerikanischen Filmemacherin Ana Lily Amirpour auf dem Programm.

Erstmals kooperiert das Festival auch mit dem Werk 2, dort findet am Freitag und Samstag in der Halle D »The Bridge« statt. Dabei handelt es sich sowohl um eine Ausstellung als auch um einen Markt. Dort findet sich alles was nicht zwangsläufig im Rampenlicht steht, aber dennoch wichtig ist im Musik-Kosmos: Gig-Poster, Kunstdrucke, Tattoos und Merchandise.

An gleicher Stelle steigen die Events (to) diffuse*** (Freitag) und (to) distort**** (Sonnabend) mit viel Platz für Flächen, Atmosphäre, Streuung, Verzerrung, Störgeräusche und alle möglichen anderen destruktiven Klänge. Aftershow-Disco sieht anders aus.

Zu den aufregendsten Konzerten des Festivals zählen Bell Witch, die vor Jahren mal das Zxrx in Schutt und Asche legten, sowie Celeste, die in völliger Dunkelheit (okay, Stirnlampen haben sie auf) französischen Avantgarde-Black-Metal zelebrieren.

Manchmal kann man aber nicht mehr so wie man möchte. Auch daran wird gedacht. Wer will, kann sich an zwei Tagen beim »Doom Yoga« in Exstase meditieren. Um eine vorherige Anmeldung für die Sportetage Süd wird gebeten.

Doom over Leipzig: 18.-21.4., UT Connewitz, Werk2

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