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»Wir tun uns nicht wirklich weh«

Vom Stadtrat in den Bundestag: Die Abgeordneten Jens Lehmann (CDU, im Foto rechts) und Sören Pellmann (Linke) über den Wahlkampf in Leipzig, das Nachtflugverbot und Ostdeutsche im Bundestag

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Seit vergangenem Herbst sitzen sie im Bundestag, doch unterschiedlicher könnte ihre Parteizugehörigkeit kaum sein. Trotzdem war es leichter als gedacht, Sören Pellmann und Jens Lehmann an diesem Frühlingsmorgen zusammen in die kreuzer-Redaktion zu bekommen. Ihre Terminkalender scheinen aufeinander abgestimmt. Artig nehmen sie nebeneinander Platz, man kennt sich. Bevor sie über ihre Rolle in der Bundespolitik sprechen, telefoniert Pellmann noch schnell in Stadtratsangelegenheiten. Dann kann er sich losreißen.

kreuzer: Herr Lehmann, sind Sie manchmal ein bisschen sauer auf Herrn Pellmann, dass er mit so einer Anti-CDU-Kampagne bei der Bundestagswahl Ihren Kollegen Thomas Feist ausgestochen hat?

JENS LEHMANN: Ich glaube, man muss nicht alles auf die Goldwaage legen, und es ist letztendlich ein Wahlkampf, ich bin Sportler, es ist ein sportlicher Wettkampf und jeder versucht in seinen Möglichkeiten das Beste rauszuholen. Ich habe auch mein Möglichstes getan, damit ich das Direktmandat gewinne. Das hat Herr Pellmann gemacht, das hat sicherlich auch Thomas Feist gemacht. Na klar hätte ich mich gefreut, wenn zwei Leipziger CDU-Leute im Bundestag gewesen wären, aber grundsätzlich kann man keinen verurteilen, wenn er seine Chancen dort im normalen, fairen Wettstreit sucht.

SÖREN PELLMANN: Das ist genau das Stichwort, fair miteinander umgehen. Das haben wir auch getan und da haben wir uns auch mit allen Kandidaten zusammengesetzt. Dass die SPD einen eher nicht so bekannten Kandidaten nominiert hat, der erst seit Kurzem in Leipzig ist, das bringt dann auch Vorteile mit sich. Dann in einem urbanen Wahlkreis anzutreten, der sehr links angehaucht ist. Es gibt einmal im Leben das kleine Zeitfenster, und das hat gepasst. Wir sind fair miteinander umgegangen. Ich hätte mir gewünscht, dass Herr Feist im Nachgang noch mal das Gespräch sucht, aber wir haben seit dem Wahltag nicht mehr miteinander geredet, aber gut.

LEHMANN: Also grundsätzlich, ich bin Politiker und klar, ich bin in der CDU und wir haben sicherlich andere ideologische Ansichten, aber ich hab kein Feindbild von irgendjemandem, auch im Stadtrat.

kreuzer: Aber Sie streiten sich auf inhaltlicher Ebene schon manchmal?

LEHMANN: Ja, das gehört ja dazu.

PELLMANN: Ja, sonst wären wir in der gleichen Partei.

kreuzer: Laufen Sie sich im Bundestag und Stadtrat eigentlich regelmäßig über den Weg?

PELLMANN: Wir sehen uns im Stadtrat, ab und an läuft man sich auch in Berlin über den Weg. Die Themenfelder, die wir bearbeiten, sind nicht immer deckungsgleich, so dass wir uns in den Ausschüssen nicht so oft sehen. Aber hier in Leipzig sieht man sich doch häufig, ja.

kreuzer: Tauschen Sie sich dann aus? Über politische oder sogar persönliche Inhalte?

PELLMANN: Bestimmte Dinge besprechen wir auch im persönlichen Bereich, das gehört dazu. Wir tun uns auch nicht wirklich weh gegenseitig, das ist vielleicht bei der politischen Gemengelage nicht ganz nachvollziehbar, aber wir arbeiten gerade im Stadtrat sehr viel im Interesse der Bürgerinnen und Bürger – und wenn es da Gemeinsamkeiten gibt, dann sind die Parteibücher zweitrangig.

LEHMANN: Im Stadtrat geht es viel mehr um Sachthemen. In Berlin sitzen wir im Sport- und Petitionsausschuss. Auch dort geht es weniger um Ideologie.

kreuzer: Sie haben in Bezug auf Ihre Biografien gewisse Ähnlichkeiten. Ihr Vater, Herr Pellmann, war SED-Kader und überzeugter Sozialist. Sie, Herr Lehmann, wurden als Spitzensportler in der DDR gefördert, Sport-Kader nannte man das damals. Bringt das heute noch eine Verbundenheit zwischen Ihnen beiden?

LEHMANN: Ich bin im Südharz geboren und seit 1981 stolzer Leipziger, obwohl Gebäude- und Infrastruktur damals wenig hergaben, worauf man stolz sein konnte. Meine erste Trainingsfahrt ging nach Borna, auf der B2. Solche Löcher links und rechts hatte ich noch nie in meinem Leben gesehen. Ich habe sicherlich ein christliches Elternhaus, mein Vater war schon immer sehr CDU-nah, ich war in der Kirche und so weiter. Aber seit ich 13 war, bin ich Leistungssportler. Für mich ist nach der Wende nichts anders gewesen. Ich bin entweder schnell gefahren oder langsam. Mehr Möglichkeiten gab es nicht. Ich war dabei, habe gewonnen, bin Weltmeister geworden. Mit 13 Jahren war ich in einem Leistungssportsystem mit der absoluten, reinen Lehre Leistungssport. Das wünsche ich mir teilweise heutzutage auch an einem Sportgymnasium. Ich habe immer die Möglichkeit gehabt: Ich machs oder ich geh zurück in meinen Heimatort.

PELLMANN: Ich bin in Leipzig geboren, mein Vater hat auch mal ein paar Jahre in Berlin gearbeitet zu DDR-Zeiten, kurz vor der Wende. Für mich ist tatsächlich mit der Wende ein Zusammenbruch passiert. Meine Eltern sind holterdiepolter beide arbeitslos geworden, in meinem schulischen Umfeld hat es viele getroffen. Ich war damals elfeinhalb Jahre alt, habe das in einer schwierigen Phase miterlebt. Da waren auf einmal Lehrer und Lehrerinnen weg, zu denen man Vertrauen hatte. Ich habe auch Lehrer und Lehrerinnen erlebt, die vor der Wende den Sozialismus in höchsten Tönen gelobt hatten und ein dreiviertel Jahr später war dann plötzlich alles doof und der Kapitalismus das Nonplusultra. Da hat man mit Beginn der Pubertät echt zu kämpfen, mit so einem Systemumbruch. Das hat mich schon geprägt.

kreuzer: Was macht das heute mit Ihnen?

PELLMANN: Wenn ich mich mit Menschen treffe, die zur DDR-Zeit hier gearbeitet haben und eine schlechtere Rente kriegen, kann ich die Ungerechtigkeiten nachvollziehen. Ich kann auch Menschen verstehen, die davon sprechen, dass sie in Armut leben, dass sie nicht wissen, was sie am Monatsende noch essen sollen. Das habe ich bei meinen Eltern eben selber erlebt kurz nach der Wende. Das ist das, was ich negativ erlebt habe. Natürlich war es schön, als es uns dann besser ging, dass man Dinge in dieser Welt sehen konnte, die ich wahrscheinlich zu DDR-Zeiten nie hätte sehen können. Ich bin zwar zu DDR-Zeiten sozialisiert, habe aber eine differenzierte Sichtweise. Ich verteufle das nicht, bin aber auch keiner, der sagt, es war alles superschick. Aber es gab Dinge, die waren besser. Wenn ich alleine an den Bildungsbereich denke, da hatte die DDR in ihrem System einiges an Vorteilen drin, auch in der vorschulischen Bildung. Das war nicht alles so schlecht, wenn man mal die Ideologisierung rauslässt.

LEHMANN: Bei mir war es 1989 so: Ehe, Stempel, eine Ausbauwohnung. Hier im Leipziger Osten, Breite Straße. Ich konnte mir 50 Wohnungen angucken. Aber von den 50 war keine einzige dabei, die ging. Ich habe dann zu meiner Frau gesagt: Am besten kaufen wir uns ein Haus. Wir haben das ein Jahr lang ausgebaut. Mit viel Beziehungen, der hat eine Badewanne besorgt, jemand anderes ein Fenster, das war ein prägendes Ereignis. Nach der Wiedervereinigung haben dann meine West-Kollegen von den Radsportverbänden gesagt: Komm, wir fahren mal in deine Bude. Natürlich war im Treppenhaus kein Putz mehr dran. Bei der Treppe hast du gedacht: Hoffentlich kommen noch alle hoch. Die dachten, wir wollen die verscheißern, die meinten: »Du wohnst doch nicht hier?«.

kreuzer: Wie sehen Sie die Diskussion um das Nachtflugverbot und den im Berliner Koalitionsvertrag angedachten Ausbau des Frachtflug­hafens?

PELLMANN: Ich glaube, da unterscheiden wir uns …

LEHMANN: Wenn man den Leuten was versprochen und in den Verhandlungen mehr oder weniger signalisiert hat, es wird so und so eine Flugroute geben, und dann wird das nicht eingehalten – dann finde ich das vollkommen daneben. Andererseits steht der Flughafen natürlich in der Konkurrenz, und nur mit Passagieren ist der glaube ich nicht zu erhalten. Deshalb denke ich schon, dass diese Erweiterung für Sachsen und Leipzig gut ist, auch für die umliegende Industrie. Letztendlich stellt die Bürgerinitiative den Flughafen ja nicht in Frage. Die möchten eine gleichmäßige Verteilung der Bahnen und auch die Zusicherung, dass die nicht über die Wohngebiete fliegen.

PELLMANN: Negativ ist – und da geht es schon ein Stück weit auseinander zwischen uns – insbesondere die Nachtflugproblematik. Wir haben ja in Leipzig die Situation, dass im Gegensatz zu anderen deutschen Flughäfen nachts Fracht geflogen werden darf, die eilig ist. Es kommt allerdings immer darauf an, wie der jeweilige Dienstleister das deklariert. Wenn man das mehr verteilt kriegt, auch in die Tagesstunden, wäre das ein Weg in die richtige Richtung.

kreuzer: Ein Nachtflugverbot sollte kommen?

PELLMANN: Ja, ein sehr rigoroses Nachtflugverbot. Obwohl die bisherige Möglichkeit, auch nachts zu fliegen, ein – in Anführungszeichen – Standortvorteil für Leipzig ist. In Frankfurt und Köln-Bonn ist um zwanzig Uhr Feierabend, und zwar rigoros. Leipzig hat eben diese Ausnahmeregelung bei eiligen Frachten. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass jedes DHL-Paket, was da nachts ankommt, eilig ist.

kreuzer: Sie würden die Nachtflugerlaubnis nicht in Frage stellen, Herr Lehmann?

LEHMANN: Nee, ich würde das so nicht in Frage stellen.

kreuzer: Haben Sie das Gefühl, dass Sie durch das Bundestagsmandat jetzt mehr Möglichkeiten haben, solche Entscheidungen zu beeinflussen?

LEHMANN: Haben wir. Bei mir im Wahlkampf haben die Leute konkret gefragt, warum sie mich wählen sollen. Nützt uns ja nix, wenn du im Bundestag bist, wir brauchen hier unsere Sporthalle. Wir sind relativ viele Bundestagsabgeordnete, aber eben auch zwei Mitglieder im Sportausschuss. Wir unterstützen gerade den Leipziger Olympiastützpunkt. Ich glaube schon, dass man da anders Einfluss nehmen kann, als wenn man das aus Leipzig tut.

PELLMANN: Das Bundestagsmandat bringt Vorteile mit, es öffnet andere Türen. Um nur ein Beispiel zu nennen: Wir hatten Probleme in einzelnen Schulen, da habe ich als Stadtrat angefragt: Liebe Schulleitung, ich hätte gerne mal einen Termin. Na ja, schwierig als Stadtrat auf kommunaler Ebene. Ich krieg dort jetzt deutlich leichter Termine. Man ruft an und innerhalb von Tagen kriegt man dort Termine. Das Gleiche ists mit den Ämtern der Stadtverwaltung. Es gibt welche, die waren da sehr bockig gegenüber Stadträten, weil man die Kontrollinstanz ist. Wenn man jetzt noch mit dem Bundestagsmandat anruft, bekommt man schnell einen Termin – gerade beim Jobcenter oder der Arbeitsagentur.

kreuzer: Wie fühlt man sich als Neuer im Bundestag eigentlich?

LEHMANN: Ja, das hab ich mir anders vorgestellt. Für mich ist dieses Reichstagsgebäude das Gebäude der deutschen Geschichte, auch als Kind immer schon. Damals, als die Mauer gefallen ist, bin ich mit dem Fahrrad dahin gefahren und habe mir das angeguckt. Als ich jetzt dort angekommen bin, habe ich meinen Ausweis gekriegt, dann ist gut. Also, das war jetzt nicht irgendwie …

kreuzer: Spektakulär?

LEHMANN: … ja, das Leben dreht sich logischerweise weiter. Ich bin ja jetzt nicht der Mittelpunkt der Welt. Es ist schon so, dass man neu ist. Wenn im Sportausschuss fünf Mann drinsitzen, die immer drin waren, stehst du natürlich auch als Olympiasieger hintan. Ich fühle mich wohl dort und ich gucke mir auch viel ab, aber du bist trotzdem ein Neuer und du lernst jeden Tag neue Leute kennen.

kreuzer: Und wie ist das bei Ihnen, Herr Pellmann?

PELLMANN: Ich hatte ja im Vergleich zu Herrn Lehmann nicht wirklich damit gerechnet, im Parlament zu sitzen. Außerhalb von Berlin war das für die Linke nicht wirklich greifbar, ein Direktmandat zu gewinnen. Ich habe erst mal eine Woche damit zu kämpfen gehabt, zu realisieren, was eigentlich an diesem Wahlabend hier in Leipzig passiert ist. Das bringt mir in meiner Fraktion allerdings eine gewisse Sonderstellung ein. Man ist eben einer von den fünfen, die das direkt geholt haben. Aber als Neuer fühle ich mich wohl dort. Es ist ein Zeitabschnitt in meinem Leben. Ich will das nicht ewig machen. Deswegen habe ich auch für mich entschieden, Kommunalpolitik weiterzumachen. Das ist so die Erdung des Ganzen, der Anker, um auch an den Bürgern und Bürgerinnen dranzubleiben. Ich habe auch Kollegen kennengelernt, die machen das 25 Jahre da in Berlin, die sind schon weit weg.

LEHMANN: Das ist auch mein Ansinnen. Es ist ein Abschnitt, das muss man schon sagen.

kreuzer: Sehr viele Menschen in Sachsen sind der Meinung, man müsse Flüchtlingszahlen reduzieren. Was halten Sie davon?

PELLMANN: Dann sollten sich mal die Leute anschauen, wie viele Flüchtlinge angekommen sind. Wir hatten das zur Landtagswahl in Mecklenburg, da war das ein großes Thema. Mecklenburg hatte 2015 rund 500 Flüchtlinge aufgenommen. Die Stadt Leipzig war bei 6.500, nur um die Vergleiche zu bringen, und hier war es deutlich gesitteter. Ich bin froh, in einer Stadt zu wohnen, wo die Bevölkerung noch Verständnis hat und weltoffen ist.

kreuzer: Viele Linke-Wähler sind zur AfD gewechselt. Wie soll die Politik auf diese Einstellungen reagieren?

PELLMANN: Da sind wir uns, glaube ich, wieder einig: dass man die Fluchtursachen bekämpfen und vor Ort agieren muss. Die weltweit über 60 Millionen Menschen, die gerade aus ihren Ländern auf der Flucht sind, die werden nicht alle nach Mitteleuropa oder Deutschland kommen können. Das wird nicht funktionieren. Die Frage ist, was kann Deutschland leisten? Wenn man auch nur zehn Prozent des Rüstungsetats als Flüchtlingshilfe in die entsprechenden Länder geben würde, wäre das ein Weg. Wenn man schon mit dem Leid von Menschen, nämlich über die Rüstungsindustrie, Geld macht, dann kann man das auch besteuern. Und alles, was an Rüstungsgeld verdient wird, geht an die Flüchtlingshilfe. Das kann ich mir vorstellen. Aber die Zahlen der Rüstungsexporte sind ja nicht unter der CDU-Regierung gestiegen, sondern unter Rot-Grün, so viel gehört auch zur Wahrheit dazu.

LEHMANN: Letztendlich steigt die Entwicklungshilfe parallel zu den Verteidigungsausgaben und ich glaube, dass beides sicherlich irgendwann hochgehen wird. Ich finde, dieses Thema wird falsch diskutiert. Die Fluchtursachen zu bekämpfen, ist eigentlich das wichtigste Kernthema. Die Flüchtlingszahlen in Deutschland sind wieder rückläufig. Aber man muss die Menschen in Afrika unterstützen in ihrer Eigeninitiative, damit sie selber ihre Wirtschaft auf die Reihe kriegen. Um einen Sinn zu haben, dazubleiben. Und Europa kann nicht 60, 70 oder 100 Millionen auf einmal nebenbei aufnehmen, das muss klar sein.

kreuzer: Sind Ostdeutsche fast 30 Jahre nach der Wende genug in politischen Spitzenpositionen vertreten?

PELLMANN: Außer der Kanzlerin gibt es ja keinen Ossi auf irgendeiner ministerialen Ebene, das halte ich schon für problematisch. Wenn man sich die Bevölkerungszahlen anguckt – der gesamte Osten ist so groß wie NRW –, da merkt man schon eine Verschiebung. Auch in meiner Fraktion, es war ja immer eher die Ostpartei, das hat sich jetzt gewendet. Zwei Drittel kommen jetzt aus den alten Bundesländern, ein Drittel aus den Ostbundesländern. Die sind anders sozialisiert, die ticken zum Teil auch anders, von daher wird es eher zunehmend schwieriger werden, Ostinteressen zu vertreten. Da gibt es einfach eine Ungleichbehandlung.

LEHMANN: Gut, da bin ich immer zwiegespalten. Letztendlich ist es tatsächlich so, dass die Posten nach Land und Stärke des Landes verteilt werden. Ich bin natürlich entsetzt, dass da wenig übrig geblieben ist, und bin auch nicht unbedingt erfreut, dass wir einen De Maizière nicht mehr als Innenminister haben. Andersherum trenne ich es immer so ein bisschen. Wir sind ein Deutschland. Für mich muss der Minister ein Minister sein fürs ganze Land, und deshalb sollten wir nicht immer von Ossi und Wessi sprechen.


Sören Pellmann ist ein waschechter Leipziger, geboren am 11. Februar 1977. Sein Vater war Horst Dietmar Pellmann, SED-Mitglied und späterer Linke-Landtagsabgeordneter. Nach dem Abitur studierte Sören Pellmann in der Messestadt Rechtswissenschaften, später wechselte er auf Lehramt und arbeitete nach seinem Abschluss als Grundschullehrer. Seit 2009 sitzt er für die Linke im Stadtrat, seit Herbst 2017 auch im Bundestag.

Jens Lehmann wurde am 19. Dezember 1967 in Stolberg im Harz geboren. Nach seinem Realschulabschluss und einer Ausbildung widmete er sich seiner Radsportkarriere und zog nach Leipzig. Er kann auf internationale Erfolge verweisen, darunter eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 1992. Nach seiner Sportkarriere arbeitete er als Erzieher und wurde nach einer Kampfabstimmung gegen Bettina Kudla für den CDU-Bundestagswahlkampf nominiert.

Dieser Text stammt aus dem kreuzer, Heft 05/2018. Um ein kreuzer-Abo abzuschließen, klicken Sie bitte hier: https://kreuzer-leipzig.de/abo

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