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Jens Katzek von der SPD ist ein Rassist

Wie das Leipziger Vorstandsmitglied sich auf Facebook selbst denunziert

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»Ich bin ein Rassist«, schreibt Jens Katzek fröhlich lächelnd auf Facebook. Will der Leipziger SPD-Politiker seine Partei nun völlig zerstören oder einfach den Rassismus-Begriff wieder positiv besetzen?

»Mein Ziel war es, für Leipzig in den Deutschen Bundestag einzuziehen«, lautet das erste Ergebnis, das Google ausspuckt, wenn man den Namen Jens Katzek in die Suchmaschine eingibt. War! Auf seiner Webseite erklärt das Leipziger SPD-Vorstandsmitglied dann ausgiebig, was er alles Tolles gemacht hätte, wäre er denn eingezogen.

Allerdings wurde Katzek nicht in den Bundestag gewählt. Und jetzt gerade atmet wahrscheinlich die gesamte SPD-Bundestagsfraktion genau deswegen auf. Denn wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr, um mal ein ausgelutschtes Sprichwort zu bemühen.

Jens Katzek ist ein Rassist. Sagt er selbst – und scheinbar ist er auch noch stolz darauf. Irgendein Praktikant oder Katzek selbst hat sogar eine Grafik gebaut, auf der Katzek lächelt, während drunter auf Rot prangt: »Auch ich bin ein Rassist!«.

Mit dieser, nun ja, mutigen Aktion will Katzek die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles unterstützen, weil sie die Meinung vertreten habe, dass es Sinn ergebe, Tunesien, Algerien und Marokko zu sicheren Herkunftsländern zu erklären, und dafür »faktisch als Rassistin beschimpft« wurde. Dieser »Selbststörung« der SPD wolle er nicht mehr schweigend zusehen. Da dürfte er nicht der Einzige sein. Die wenigen verbliebenen SPD-Wählerinnen schreien wahrscheinlich auch sehr laut wegen der stetigen Störung der SPD. Von der Selbstzerstörung gar nicht zu reden. Jetzt haben sie noch einen Grund mehr, lauthals loszuweinen: Denn noch schneller und dümmer hat schon lange kein SPD-Mitglied mehr die eigene Partei zerstört. Und das will in Anbetracht der letzten Monate der SPD schon einiges heißen.

Will Katzek den Begriff »Rassist« wieder positiv besetzen? Das wäre natürlich gut für ihn, denn unter dem Begriff »Rassist« findet man dann neben Hitler, Höcke und Gaulands Vogelscheißern auch Jens Katzek von der SPD.

 

UPDATE (17.20 Uhr): Jens Katzek hat diesen Facebook-Post inzwischen gelöscht. Er erklärte, er wollte und konnte nicht zulassen, dass Andrea Nahles in die Ecke einer Rassistin gestellt wurde. Daher habe er »zu einer der schärfsten rhetorischen Waffen gegriffen: Der Satire. Satire spitzt Dinge ganz bewusst zu, um im Gegenüber Denkprozesse auszulösen, auf die er oder sie sonst nicht kommen«.

Liebe Leserinnen und Leser,Andrea Nahles wurde kürzlich in die Ecke einer Rassistin gestellt. Das wollte und konnte ich…

Gepostet von Dr. Jens Katzek am Montag, 4. Juni 2018

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