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Eiszeit

An beiden Enden der Zschocherschen Straße locken gefrorene Genüsse

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Sommerzeit und das Schlecken fällt so leicht. Gelegenheiten für eiskalte Erfrischungen gibt es viele. Auf der Zschocherschen Straße hat die Redaktion jüngst zwei Entdeckungen gemacht, die mit Geschmacksvielfalt und Milchqualität punkten.

In einem Backshop in Felsenkellernähe hat die Eis-Zauberei einen Stand eröffnet. Das ist ein Franchiseunternehmen aus Rheinsberg in Brandenburg, das mit einer besonderen Bio-Eis-Rezeptur aufwartet. In deren Genuss konnte man sommers schon auf dem Parkplatz am Störmthaler See kommen – nun auch in der Stadt. Eine Basis aus Milch-, Joghurt- oder Reismilcheis wird mit selbst gewählten, gefrorenen Zutaten vermahlen und verquirlt. So entsteht eine interessante, zwischen Milcheis und Sorbet liegende Konsistenz. Die Auswahl ist groß und regt zur Experimentierfreude an. Von der Brom- bis zur Stachelbeere reicht das Beerenkörbchen. Nougat und Krokant bieten Süße, Schärfe bringen Apfelmeerrettich und Orange-Ingwer, Knoblauch-Gurke-Dill ist für ganz Abgedrehte genau richtig.

»Unsere Milch kommt aus Kitzen, das sind die mit den Milchautomaten«, damit überbrückt die freundliche junge Frau die Qual der Wahl in Pauls Schleckeria. »Wir müssen das Schild noch prominenter hinhängen.« Die Eisdiele – zuvor wurde Kohrener Heumilch verwendet – setzt auf lokale Produkte. Von der Kaffeerösterei Reinhardt aus Chemnitz bezieht sie ihre Bohnen. Da ist die frische Milch aus der Kitzener Agrargenossenschaft eine gute Grundlage für Sorten wie Ziegenkäse-Hönig, Nougat-Crunch oder Rumrosinen. Vegane und laktosefreie Varianten gibt es auch und die Bandbreite an Sorbets ist sehr groß.

Aus den rund 30 Sorten kommen schließlich Milchreis, Rhabarber, Guave und Granatapfel in einen Becher. »Schmecken lassen«, wünscht die Bedienung und spickt den Berg mit einer Waffelrolle. Mit dem Blick über den kleinen Freisitz auf die Straße wird die Eismahlzeit verzehrt. Vollmundig ist das Milchreiseis, sehr fruchtig und in ihrer Süße jeweils hübsch zurückhaltend schmecken die drei Sorbets. Besonders Rhabarber sticht mit einer angenehm kitzelnden Säure hervor. Weil sich der Schmelz der Fruchteise miteinander vermischt, lassen sich immer wieder anders intensiv Kombinationen herausschmecken. Und weil der Fokus der Schleckeria auf der Geschmacksqualität liegt, kann man sich hier ohne Schnickschnack – aufgeräumt ist auch das typisch nach Eisdiele aussehende Ladenlokal – die Sommerzeit vereisen.

> Eis-Zauberei & Backparadies, Zschochersche Str. 27, 7-18 Uhr,
> Pauls Schleckeria, Zschochersche Str. 99, tägl. 12–18 Uhr, http://www.pauls-schleckeria.de

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