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Über-die-Straße-Theater

Das Lofft hat den Lindenauer Markt verlassen und zog ins Interim

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Weit sind sie nicht gekommen. Der kleine Tross aus Lofft-Mitarbeitern, Vereinsmitgliedern und Sympathisanten verließ am Dienstagabend das Haus am Lindenauer Markt. Der symbolische Umzug führte sie knapp hundert Meter weiter in die Demmeringstraße 22. Dort in der kleinen Bühne des Theaters der Jungen Welt wird das Lofft sein Interim finden, bis es im März 2019 ins neue Quartier auf dem Spinnereigelände laden kann.

Aufgrund baulicher Verzögerung konnte das neue Objekt nicht wie geplant bezogen und musste das für den Sommer anvisierte Eröffnungsfestival abgeblasen werden. Bauabnahme für die Halle 7 ist der 30. September. Wenn es dabei keine Beanstandungen gibt, werden die Gewerke den Theaterraum einrichten. Mit verschiedenen Notlösungen wird das Lofft bis Jahresende seinen Spielbetrieb aufrechterhalten. Mehr dazu im Juli-kreuzer.

Bevor der Lofft-Tross in der Demmeringstraße mit Brot, Salz und Schnaps empfangen und dann zum Grillen eingeladen wurde, nahm man Abschied von dem alten Saal. Der sah seiner Technik entkleidet schon sehr nackt aus und manch Besucher erinnerte sich an sein FKK-Bad in der Produktion »Bakchen Orgienprobe«. Auch tauschten die Anwesenden Jahreszahlen aus, wann sie das Lofft zum ersten Mal besucht haben. Knapp 20 Jahre residierte das Lofft im ehemaligen Haus für Volkskunst. Man entsann sich zahlreicher Inszenierungen und lachte über die Aktualität einer Podiumsdiskussion zu »Perspektiven der freien Szene«. Mancher der Gruppe drückte ein Tränchen weg, als man mit abmontiertem Lofft-Schild über die Straße schritt.

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