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Mehr als Espresso mit Kondensmilch

Das »L’ae Kafae« bietet weit mehr als der Name verspricht

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Die vietnamesische Kaffeekunst steht im Mittelpunkt des kleinen Delis in der Georg-Schumann-Straße. Davon zeugt schon die Tafel, die über der Theke des Eckcafés prangt. Cappuccino, Latte Macchiato und der klassische vietnamesische Espresso, der auf einer Schicht süßer Kondensmilch thront, stehen ebenso darauf wie Grüntee- und Eiskaffee-Kreationen. Aber das »L’ae Kafae« hat mehr zu bieten, als sein Name vermuten lässt.

Täglich gibt es wechselnde Gerichte aus der Küche Südostasiens. Gedämpfte Hackbällchen mit Morcheln und Shiitake Pilzen etwa, Reisnudelsalat oder Eiernudelsuppe mit hausgemachtem Xa Xiu, Schweinenackenfleisch, über zwei Tage hinweg mit fünf verschiedenen Gewürzen mariniert, wie man uns versichert. Alle Gerichte werden mit Lauchzwiebeln, Kaffirlimettenblättern und Koriander zubereitet. Für Vegetarier gibt es viele Speisen auch mit Schwammtofu statt Fleisch. Am besten wirft man zuvor einen Blick auf die Tageskarte auf der Facebook-Seite des »L’ae Kafae« und passt den Besuch dem Menü an, denn das Delicafé ist konsequent: Pro Tag gibt es nur ein Menü.

Das Ziel des Betreiber-Paars Huyen Tran und Hòa Ng ist es, mit Qualität zu überzeugen. Daher ist ihr liebevoll geführtes Lokal auch am neuen Standort in Nachbarschaft der Patisserie »Hart & Herzlich« besser aufgehoben als am alten, einige Häuserblocks westlich an der Axis Passage. In Gohlis hat ihr Deli bereits viele Freunde gefunden. Und so herrscht auch am Abend kurz vor Feierabend noch reichlich Betrieb. Die familiäre Atmosphäre kommt an.

Das Essen bei unserem Besuch, ein goldgelbes Curry mit Süßkartoffeln und wahlweise Hähnchen oder Tofu, ist trotzdem schnell auf dem Tisch und für Kinder milder gewürzt. Die Portion mit Jasminreis ist reichhaltig, auf Wunsch gibt es sogar einen Nachschlag. Dazu genießen wir ein großes Glas Yutsu, eine erfrischende japanische Citrus-Limonade mit Minzblättern. Für den Kuchen sind wir heute leider schon zu spät. Das letzte Stück verlässt gerade den Laden. Aber ob der selbst bei den Kindern noch reingepasst hätte, ist zweifelhaft.

Das doppelte »ae« im »L’ae Kafae« steht im vietnamesischen für Ahn und Em, was so viel wie Brüder und Schwestern oder Freund und Freundin bedeutet. Im Leipziger Norden und darüber hinaus wird das charmante Lokal mit seinen frischen, aromatischen Speisen und außergewöhnlichen Getränken sicherlich viele finden.

> L’ae Kafae, Georg-Schumann-Str. 130, 04155 Leipzig, Tel. 01 76/34 15 08 19, So–Fr 10–19 Uhr, Hauptgerichte: 7,50–8,50 €, http://www.facebook.com/capheleipzig

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