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Subtile Systeme sozialer Kontrolle

Gamification verändert unsere Arbeitswelten und wie wir zusammen leben

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Tief unter dem Disneyland Resort Hotel in Kalifornien wird schmutzige Wäsche gewaschen, denn unter dem Riesenbau befindet sich die Wäscherei. Ein harter Job, aber 2008 änderte sich etwas Grundlegendes für die Belegschaft. Die Gewerkschaftsverträge liefen aus und Disney unterzeichnete keine neuen, ohne ein paar tiefgreifende Veränderungen zu vereinbaren. Die wichtigste war das Tracking der Produktivität. […]

Tief unter dem Disneyland Resort Hotel in Kalifornien wird schmutzige Wäsche gewaschen, denn unter dem Riesenbau befindet sich die Wäscherei. Ein harter Job, aber 2008 änderte sich etwas Grundlegendes für die Belegschaft. Die Gewerkschaftsverträge liefen aus und Disney unterzeichnete keine neuen, ohne ein paar tiefgreifende Veränderungen zu vereinbaren. Die wichtigste war das Tracking der Produktivität. Die Leistungen der Mitarbeiter wurden nun in Echtzeit auf großen Anzeigetafeln eingeblendet, wo es Kollegen und das Management sehen konnten.

Der Name jedes Arbeiters wird mit den anderen verglichen und geranked, wir in einem Computerspiel. Kann man mit den ausgegebenen Zielen mithalten, erscheint der eigene Name in grün – sonst in gelb, oder sogar rot. Das nennt man dann »Gamification« und hat unsere Arbeits- und Lebenswelten schon ziemlich durchdrungen. Folge ist mentaler Druck, weiter und schneller zur arbeiten.

Das wiederum resultiert vermehrt in Arbeitsunfällen, Verletzungen, Erschöpfungen und gegenseitigen Denunziationen. Lange war es eher ein virtuelle Domäne, aber große Unternehmen und Firmen machen sich vermehrt den Ansatz spielerischer Belohnungen zur Gewinnoptimierung zunutze. Den Link zur Abhandlung von Vincent Gabrielle finden Sie an dieser Stelle.

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