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Ausgesucht und originell

Das Lá Chè serviert japanische und vietnamesische Küche auf hohem Niveau

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Vietnam oder Japan? 3800 Kilometer Entfernung lassen sich auch ganz einfach in einer einzigen Bestellung zurücklegen. Das Restaurant Lá Chè bietet Spezialitäten beider Länder.

Die Mittagspause im Lá Chè bedeutet ein gut besetztes Restaurant und ein Angebot mit Variationen von Reis mit Kokos-Curry-Sauce, vietnamesischen Nudelsuppen, Reisnudeln mit Salat oder japanischen Udonnudeln mit Teriyaki-Sauce. All dies und weitere Hauptgerichte, Vorspeisen und Snacks mögen bekannt erscheinen, haben aber weder in der Komposition noch in der Umsetzung etwas mit hiesigen Asia-Imbissen gemein: Die Udonnudeln kommen mit vor Ort präparierten, gefüllten Hähnchenspießen, die Reisnudeln mit Rindfleisch in La-Lot-Blättern. Das Kraut aus der Familie der Pfeffergewächse trägt zur Würze des Fleisches bei.

Das Lokal im Hotel De Saxe ist ambitioniert, setzt auf frische Zutaten, Familienrezepte und kühne Kombinationen. Beim Hauptgericht Sake Mango dominiert Rucola zwar farblich den Teller, drängt sich aber dank des Dressings nicht vor. Auf diese Weise findet das gesamte Gericht zu Harmonie: die salzig-süße Schwere der in einem Extra-Schälchen mitgegebenen Soja-Sauce mit Sesam, die frisch-fruchtige Mango und der saftig-zarte Lachs, der, auf den Punkt gegart, warm und rosa auf Rucola, Dill und Früchten liegt. Dem voraus ging eine Suppe mit Wantans, deren locker-schaumige Füllung und kräftige Brühe zeigen, dass die Küche ihr Handwerk versteht. Zum Dessert könnte es dann wieder Mango geben, mit schwarzem Klebreis und Kokossauce oder in Kokos-Panna-cotta mit Mango-Maracuja-Sauce. Dazu trinkt man Limonaden, etwa von Himbeere oder Limette, japanische grüne Tees, vietnamesischen Kaffee, eventuell auch Bier aus Singapur oder Sachsen oder einen europäischen Wein. Oder eine Gisela.

Die Einrichtung wirkt durchdacht: Tische, Stühle und Wandelemente sind aus Holz in angenehm warmen Farben gehalten, Erdtöne setzen sich im Geschirr fort. Klug eingesetzt ist das ebenfalls warme Licht aus großen, bauchigen Lampen und kleinen Spots, die an der Decke einen Sternenhimmel bilden. Bodentiefe Fenster öffnen den Raum, in dem die freundlich-aufmerksame Kellnerin agiert.

Ein weiteres Plus: Kinder sind gleichberechtigte Gäste. Deshalb gibt es keinen Käptn-Blaubär-Teller, sondern Hähnchenfleisch mit Erdnusssauce oder gegrillten Lachs mit Gemüse jeweils mit Reis.

> Lá Chè, Gohliser Str. 25, 04155 Leipzig, Tel. 5 93 81 00, So–Do 11.30–22, Fr/Sa 11.30–22.30 Uhr, Hauptgerichte 8,80–17,50 €, Mittagsangebot tägl. 11.30–16 Uhr, 6,80–9,80 €, http://www.la-che.de

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