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Arsch hoch

Post-Rock: Ein Genre gegen Image und althergebrachte Songstrukturen

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Post Rock befruchtet seit Längerem die Leipziger Musikszene. Doch wie steht es um das, was er einmal wollte und was er jetzt ist? Wir haben uns umgehört

Stolpert man lange genug durch den Leipziger Konzert-Underground, wird einem irgendwann folgendes Arrangement bekannt vorkommen: Drei oder vier Typen 
auf der Bühne, stets leger-unmodisch bekleidet, ohne ein ausgeklügeltes mehrteiliges Verstärkersystem und circa zehn Effektpedale pro Musiker geht da selten was. Bevorzugt spielen die so Auftretenden gern Songs in beliebig ausgedehnter Überlänge, die so gar nicht wirken wie im Proberaum beim Jam zusammengekloppt, vielmehr fast wie gemalt: Schicht auf Schicht, Effekt auf Effekt, Element auf Element, ganz ohne Gesang entstehen große Soundbilder, die fast immer mit der Dynamik von leise und sehr, sehr laut spielen.

Der Volksmund nennt es Post Rock. Die Größen, auf die sich fast alle im Genre irgendwie berufen, heißen Mogwai und Godspeed You! Black Emperor und haben so zum ersten Mal in den ausgehenden neunziger Jahren gespielt. Hört man sich in der Szene und bei Leuten, die etwas von der Materie verstehen, um, so sind sich alle einig, dass es damals wie heute um die …

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