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Aufbegehren in Bukarest

Die Leipzig-Produktion »Portavoce« beleuchtet die rumänische Protestkultur

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Begleitet von vielen kritischen Stimmen hat Rumänien in diesem Jahr den Ratsvorsitz in der EU übernommen. Ein Fakt, der für viele die Frage aufwarf, wie weit das Land im Osten Europas eigentlich ist mit der Demokratie. Auch »Portavoce« widmet sich dieser Frage.

Die ersten Bilder sind in der Nacht entstanden. Man sieht Bukarest, eine Stadt, durchzogen von Lichtern, Straßen
und Werbereklamen. Hier, wo die Regierung sitzt, so erfährt man im Verlauf der Dokumentation, waren die Proteste in den letzten Jahren am größten, die Aktivisten am besten vernetzt. Relativ klassisch steigt »Portavoce« mit einer Erzählstimme ein, die davon berichtet, dass dem Ende des Kalten Krieges und dem Zusammenbruch des Ostblocks eine Zeit der politischen Inaktivität folgte. Dann jedoch formierten sich wieder Proteste, entwickelte sich eine neue Art der Zivilgesellschaft.

Marcel Schreiter hat in Merseburg studiert. Der Filmemacher betreibt in Leipzig die Produktionsfirma »Kirschbaum-Pictures«. Für »Portavoce« hat er jedoch nicht nur die Produktion übernommen, sondern beteiligte sich, gemeinsam mit zwei Freunden, am gesamten Prozess. Der 37-Jährige war gerade mit einem 
Stipendium des rumänischen Kulturinstitutes in Bukarest, als 2015 beim Brand des Clubs Colectiv 64 Menschen ums Leben kam…

■ »Portavoce«: 16.3., 19 Uhr, Schaubühne Lindenfels, 28.3., 18 Uhr, Kinobar Prager Frühling, http://www.kirschbaum-pictures.de/portavoce

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