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Längenfetisch

Ultrakurze Videospiele verlängern die Lebenszeit

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Meine Oma sagte oft schlaue Sachen, die ich als Kind und Jugendlicher aber nicht verstand. So etwas wie »Jetzt fängt der Ernst des Lebens an« oder »Irgendwann verfliegt die Zeit«. Heute weiß ich was sie meinte, denn gefühlt habe ich für gar nichts mehr Zeit. Das ist natürlich auch nicht ganz wahr, aber zumindest ein […]

Meine Oma sagte oft schlaue Sachen, die ich als Kind und Jugendlicher aber nicht verstand. So etwas wie »Jetzt fängt der Ernst des Lebens an« oder »Irgendwann verfliegt die Zeit«. Heute weiß ich was sie meinte, denn gefühlt habe ich für gar nichts mehr Zeit. Das ist natürlich auch nicht ganz wahr, aber zumindest ein bisschen. Jedenfalls schreckt mich mittlerweile ein Videospiel ab, dass sich mit »mindestens 120 Stunden Spielspaß« brüstet. War das früher noch ein absolutes Qualitätsmerkmal (Stichwort Eskapismus), fällt dieser Lebenszeit missachtende Längenfetisch wegen Stressfaktor aus. Mobile Games mit integrierter Unendlichkeit sind genauso schlimm (und viel langweiliger), also auch keine Lösung. Wenn man Kyle Orland Glauben schenkt, gibt es aber Hoffnung für Menschen wie mich, denn ultrakurze Spiele sind auf dem Vormarsch. Sie messen die Spieldauer eher in Minuten als in Stunden, sind wegen ihres Formats oft eindringlicher und interessanter als die langwierigen Exemplare. Einen Einblick gibt der besagte Text des Kollegen Orland auf der Website »Ars Technica«, erreichbar per Kurzlink oder QR-Code.

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