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Editorial 07/2019

Das neue Heft ist da!

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An dieser Stelle veröffentlichen wir das Editorial der Juli-Ausgabe des kreuzer. Chefredakteur Andreas Raabe berichtet davon, was das neue Heft zu bieten hat.

Weil das Wetter so schön war und wir in der kreuzer-Redaktion Lust auf Landschaft hatten, setzten wir uns auf Fahrräder, in Züge, Busse, Autos gar und fuhren aufs Land. Natürlich sind wir auch im Genuss, selbst in der Faulheit, immer aufmerksam und haben darum kleine Porträts von Menschen mitgebracht, die im Leipziger Umland leben und dort ganz einfach was bewegen. Menschen, die nicht jammernd ihr eingebildetes oder echtes Abgehängtsein beschimpfen, sondern eigentlich ganz unheldisch, alltäglich den Unbill des Lebens entgegensteuern. Darum ist die Überschrift »Heldinnen des Alltags« auf dem Titelblatt im Grunde ein wenig übertrieben als Bezeichnung für die Personen, die wir meinen und in diesem Heft vorstellen. Politik sollte ausnahmsweise mal keine Rolle spielen, zumindest nicht vordergründig. Herausgekommen ist eine kleine Schau auf Leute in Kleinstädten und Dörfern, die positiv wirken und über die vielleicht ein bisschen zu wenig berichtet wird. Aber es gibt sie – in Massen! Lesen Sie unsere Reihe in der Titelstrecke ab Seite 14, die von unserer Ausflugs-Redakteurin Franziska Reif koordiniert und eingetütet wurde.

Politik gibts natürlich trotzdem im kreuzer – und ab diesem Heft mit unserem neuen Redakteur Edgar Lopez. Lopez ist gebürtiger Dresdner, hat in Leipzig Journalistik studiert, sein Volontariat absolvierte er bei der Leipziger Volkszeitung. Er kennt die Stadt also ein wenig und in seinem ersten Streich untersucht er mal das Verhältnis von Stadt-CDU und Stadt-AfD. Denn die CDU hat bei den letzten Stadtratswahlen ihren Rang als größte Fraktion verloren, während die AfD zu den großen Zugewinnlern gehört. Dies schafft eine neue Situation im Stadtparlament, das seit fast 30 Jahren in einem fein austarierten System von – um es mal positiv auszudrücken – gegenseitiger Rücksichtnahme in relativer Stabilität arbeitete. Der Verlust ist ein Problem für die Christdemokraten und die Zusammenarbeit mit der AfD könnte eine Verlockung sein. Denn zumindest personell stehen sich die Leipziger CDU und AfD dann doch recht nahe. Lopez’ Fragerunde bei den beiden Parteien können Sie auf den Seiten 12 und 13 nachlesen.

Die Sommerhefte des kreuzer sind ja immer etwas dünner, was daran liegt, dass im Juli und August nicht ganz so viel los ist in L.E.-City wie sonst. Wir haben trotzdem weit mehr als tausend (genau: 1.718) Ausgehtipps für Sie in unserem von Terminredakteurin Jennifer Ressel kompetent betreuten Veranstaltungskalender zusammengetragen. Ergänzt wird dieser von den ganz besonderen Empfehlungen und Kritiken in den Kulturressorts, beim Essen & Trinken, im Familienressort und auf unseren Seiten für Ausflug & Reise.

Seinen Abschied nahm im letzten Heft der Leipziger Dichter Andreas Reimann, der ein Jahr lang die Letzte Seite mit seinen Augen sowie Berichten aus Zügen, Cafés, von den Straßen der Stadt – und mit poetischen Texten beehrte. Ab sofort wird an diesem Platz die älteste noch existierende kreuzer-Kolumne stehen, unser Aufbau Ost, diesmal mit einem gepflegten Verriss.

Eine Kleinigkeit gibt es noch zu verkünden: Ab sofort kooperiert der kreuzer mit dem Rechercheverbund Correctiv, der sich selbst als gemeinnütziges Recherchezentrum für den deutschsprachigen Raum versteht. In dieser Kooperation können zum Beispiel von Correctiv recherchierte Daten regional und lokal aufbereitet, ergänzt, vervollständigt werden. Das übernimmt dann ein lokaler Partner wie der kreuzer. Die Resultate dieser Arbeit werden dann frei publiziert – vor allem online. Den ersten Bericht finden Sie auf der kreuzer-Website, darin geht es um den Fachkräftemangel in der Region. Mehr wird folgen!

Ich verabschiede mich nun in die Ferien, die Produktion des nächsten Heftes übernimmt Theaterredakteur Tobias Prüwer. Bleiben Sie gespannt und haben Sie eine schöne Lektüre!

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