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Heldinnen des Alltags

Das Dorf ist schön, das Dorf schrumpft. Freiräume für die Zukunft

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Leerraum als Freiraum: Dörfer und Kleinstädte sterben aus, so lautet die Erzählung dieser Tage. Die Akteure unserer Titelgeschichte beweisen das Gegenteil: Neun Menschen, die dem Landleben ein neues, hoffnungsvolles Gesicht verleihen.

Ungefähr 6.500 Kilometer Gleise wurden bundesweit seit 1990 stillgelegt, vierzig Prozent davon im Osten. Rekordhalter ist Sachsen-Anhalt mit 660 Kilometern, in Sachsen sind es 510 Kilometer, in Thüringen 470. Solche unrentablen Nebenstrecken verschwanden natürlich auch im Westen, und zwar schon vor der Wende. Verlassene Bahnhöfe verdeutlichen die Schrumpfungserzählungen vom Osten und seinem ländlichen Raum so gut, dass die Nachricht von den vielen Kilometern ehemaliger Bahnstrecken in diesem Frühjahr die Runde machte: Erst wanderten Millionen Ostdeutsche ab – in den Westen oder in die größeren Städte –, für die Dagebliebenen fährt nicht mal mehr ein Zug. Sie sind abgehängt. Zurück blieben vor allem schlecht ausgebildete, nicht mehr ganz junge Männer. Die sitzen enttäuscht auf den Dörfern und in den Kleinstädten und sind wütend auf die Politik, die darauf verzichtet, ihnen lauter Annehmlichkeiten zu servieren, so heißt es. Währenddessen verfallen die Häuser, schließen Restaurants, Kneipen, Dienstleistunge…

> http://www.wirsindzeitz.de
> Hüttels mechanische Musikwerk-Ausstellung, Hauptstr. 10, 08258 Markneukirchen OT Wohlhausen, täglich ab 9 Uhr, letzter Einlass 15 Uhr, http://www.huettel-musikwerke.de
> »In Flammen«-Festival: 11.–13.7., Entenfang Torgau
> Tag der Sommerfrische im Schwarzatal, 25.8.,
http://www.sommerfrische-schwarzatal.de


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