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Billig? Teuer? Leipzig!

In Leipzig kann man günstig wohnen, das kann aber sehr teuer sein. Ein Blick auf den Wohnungsmarkt

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600.000: Zum vierten Mal in seiner Geschichte springt Leipzig über diese Einwohnermarke. Im Oktober soll es so weit sein. Erwartungsvoll schielen die einen auf diese Zahl, verheißt sie ihnen doch gute Einnahmen bei Mieten und Immobilienverkäufen. Andere fürchten, sich ein Obdach in der Stadt nicht mehr leisten zu können. Dritte beschwichtigen, Leipzig sei immer noch günstig. Wer hat recht?

Die wachsende Stadt

Im vergangenen Jahr war Leipzig erneut die deutsche Großstadt mit dem höchsten Wachstum: 6.180 neue Einwohner. Aktuelle Boomviertel sind Möckern, Stötteritz, die Südvorstadt und Altlindenau. Versuchte die Stadt noch in den 1990ern, der Schrumpfung mit Eingemeindung und Abriss zu begegnen, zeigen sich nun die Folgen jener Jahre.

Nach der Wiedervereinigung 1990 erwarteten viele die schnelle Erfüllung von Helmut Kohls Versprechen. Wo, wenn nicht in Leipzig würde die Landschaft blühen? Der Immobilienmarkt erschien Investoren als Buffet mit günstigen Häppchen. Heruntergekommene, aber in der Substanz stabile Gründerzeithäuser weckten in Verbindung mit dem steuerlichen Fördermodell der Sonderabschreibung Ost Hoffnungen auf fette Renditen. Es wurde gebaut, was das Zeug hält – mit westlichen Mietpreisen als Zielvorstellung. Doch nach dem warmen Buffet kam die kalte Dusche. Ohne Jobs keine Menschen, ohne Menschen keine Mieten. Die Investition…

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