Startseite / kreuzer plus | Kultur / »Antisemitischer Jammerossi«

»Antisemitischer Jammerossi«

Kabarettist Uwe Steimle mimt den Fremdenfeind und flirtet mit NS-Slogans. Was die Leipziger Kabarettszene dazu sagt

Größeres Bild

Kabarettist Uwe Steimle bediente im MDR fremdenfeindliche Ressentiments und provozierte mit NS-Anspielungen. Alles Satire, oder? Das sagt die Leipziger Kabarettszene über den Mann, dem Pegida-Chef Lutz Bachmann seine Bewunderung aussprach.

Das Kabarett sucht ständig nach neuen Formen und Mitteln, um sich in diesen turbulenten Zeiten Gehör zu verschaffen«, titelt das Kabarett Leipziger Pfeffermühle. Welche neuen Formen und Mittel können das sein? Und was sind das für turbulente Zeiten, von denen da die Rede ist?

Formen und Mittel des Kabaretts probieren auch die Kollegen vom Mixer. Seit seiner Gründung als Studentenkabarett der Leipziger Karl-Marx-Universität 1966 bringt das Kabarett Academixer unter anderem sächsische Mundartprogramme auf die Bühne. Vertreter dieser Programme ist Kabarettist und Schauspieler Uwe Steimle. In den neunziger Jahren wurde er durch seine Kunstfigur des ostdeutschen ehemaligen Brigadeoffiziers Günther Zieschong bekannt. In kariertem Hemd und Krawatte schwelgt dieser mit sächsischem Dialekt in Erinnerungen an DDR-Zeiten und zieht über die deutsche Wiedervereinigung her.

Immer häufiger tritt Steimle auch selbst in der Öffentlichkeit auf. So auch in seiner MDR-Sendung »Steimles Welt«. Dafür fährt er durchs Sendegebiet »auf der Suche nach Bewahrenswertem in seiner sächsischen Heimat«. Motto: »ungeschminkt, ungefiltert, unzensiert«. Ungeniert verbreitet Steimle hier Gerüchte, die Ressentiments bedienen: Eine Dame habe ihm das Betreten des Freiberger Doms mit der Begründung »die kacken hin…

Kommentieren

Dein Kommentar

3 Kommentare

  1. Egon Sellerie | 9. August 2019 | um 02:27 Uhr

    Geht’s noch? Ich bin über eine Websuche auf dieser Seite gelandet. Wenn ich den Artikel lesen will, soll ich ein ominöses „Steady“ unterstützen, das ich nicht kenne und angesichts dieses Vorgehens auch gar nicht kennenlernen will.
    Ihr könnt mich mal.
    Bye

  2. Rene Schnell | 18. August 2019 | um 21:10 Uhr

    …den Artikel kann man nicht lesen. Er wird aprupt mit einer Selbstwerbung unterbrochen. Es bleiben Unterstellungen stehen, die nicht näher erklärt werden.
    Das ist schlechter Jornalismus! !!! Oder bewusst in Kauf genommene Falschdarstellung.