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Alle fürs Klima

Mehr als Jugendprotest – darum gehen alle Generationen zum Klimastreik

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Mehrere tausend Menschen demonstrierten in Leipzig am Freitagnachmittag für eine andere Klimapolitik. Wie soll die aussehen? Wir haben nachgefragt, warum Menschen auf die Straße gehen.

In rund 600 deutschen Städten beteiligten sich an diesem Freitag Hundertausende am globalen Klimastreik. Auch in Leipzig gingen mehrere tausend Menschen auf die Straße und forderten etwa, dass die Politik das Pariser Klimaabkommen einhalten soll. Laut der Initiative »Durchgezählt« schlossen sich zwischen 9.000 und 12.500 Menschen dem Protest an. Die Veranstalter sprechen von 25.000 Teilnehmern. Das Besondere an diesem Freitag: Neben Schülern und Studierenden demonstrierten auch zahlreiche Eltern, Großeltern, Künstler und Wissenschaftler – und das weltweit.

Der Aktionstag in Leipzig begann um 15 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Augustusplatz. Rund um den Brunnen vor der Oper war schnell kein Durchkommen mehr. Der Platz füllte sich bis vor das Gewandhaus. Nach dem Bühnenprogramm setzte sich die Demonstration in Bewegung. Ein grünes Transparent zeigte das Motto des Tages: »Alle fürs Klima«. Bis die letzten Menschen auf dem Augustusplatz starten konnten, verging beinahe eine Stunde. Der Demonstrationszug erstreckte sich nahezu einmal rund um den Innenstadtring.

Was als Jugendprotest begann, bewegt längst nicht mehr nur Schüler und Studenten. Nachgefragt: Für welche Zukunftsidee demonstrieren Sie?

 

Marie, 59 »Ich denke, die Idee dieser Demonstration ist ja, den Klimawandel zu beschränken, einzudämmen, aufzuhalten, und für diese Idee bin ich heute ebenfalls hier.«

 

Jörg, 52 »Es ist einfach ein Fakt, dass sich etwas ändern muss. Ich demonstriere heute nicht für eine Zukunft, da bin ich eher pessimistisch. Gleichzeitig gibt es einen Anteil von jungen Menschen, die heute hier sind. Ich erinnere mich noch an 89, da war der Platz auch gut gefüllt und dann sind die Leute auch losgelaufen. Also vielleicht ist es heute auch so, dass wir alle nicht richtig wissen, wie es weitergehen soll.«

 

Michael, 44 »Ich demonstriere für eine grüne Zukunft mit wesentlich weniger Autos, mehr Radfahrern und Fußgängern, öffentlichem Nahverkehr, sauberer Luft und gesunden Tieren, Pflanzen und Menschen.«

 

Christiane, 41 & Anke, 44
Christiane: »Wir wollen Politik bewegen, sich zu ändern, im Sinne von Klimaschutz und Nachhaltigkeit.«
Anke: »Meine Kinder stehen hier mittendrin, die Oma der Kinder steht mit dabei, und ich denke, das Thema geht alle an.«

 

Christin, 33
»Dass sich auf jeden Fall einiges ändern sollte, was Plastikmüll angeht. Dass die Parteien sich da wirklich Gedanken machen, auch wegen des CO2-Ausstoßes. Damit die Erde, auf der wir leben, noch lange gesund bleibt und wir hier eine lange Zukunft haben.«

 

Nicolas,
»Eine Welt, die noch weiter überlebt. Eine saubere Welt, wo es unseren Kindern noch genau so gut geht wie uns, als wir aufgewachsen sind. Es ist unsere Verantwortung, die Welt so zu erhalten und so zu übergeben an die nächsten Generationen.«

 

Michelle, 19
»Im Idealfall würden wir das jetzt noch gebacken kriegen und die Welt wird nicht untergehen, aber so wie es im Moment aussieht, wird eher nichts daraus, um ehrlich zu sein. Deshalb gehe ich heute auf die Straße, damit sich da endlich etwas verändert.«

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