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Geplanter Stadtteilpark Volkmarsdorf: Seit Jahren will die Stadt eine Fläche kaufen, passiert ist nicht viel

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Seit acht Jahren will die Stadt Leipzig die Fläche für einen Park in Volkmarsdorf kaufen. Der Eigentümer will die Brache loswerden, doch passiert ist bislang wenig. Für die Stadt könnte es nun teuer werden.

Am vergangenen Freitag antwortete die Stadtverwaltung verspätet auf Anfragen der Linksfraktion zum Thema »Stadtteilpark Volkmarsdorf«. Spätestens im ersten Quartal 2020 möchte das Rathaus den Kaufvertrag über eine Brachfläche im Leipziger Osten besiegeln. Aktuell wird die Fläche als Wagenplatz genutzt.

Auf dem Gelände, das derzeit noch der Deutschen Bahn AG gehört, soll seit langem ein Stadtteilpark entstehen. Ein früheres Tanklager verseuchte jedoch Teile der Fläche in Volkmarsdorf mit Öl. Die Altlast könne die Stadt erst sanieren, wenn der Wagenplatz das Tanklagergrundstück vollständig verlässt. Die Kosten seien im Moment nicht kalkulierbar. Deswegen habe die Landesdirektion Sachsen den Kaufvertrag bisher nicht genehmigt.

Sollte der Kauf nun zustande kommen, ist es das Ende eines langen Prozesses: 2011 sprach die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung das erste Mal von einem Stadtteilpark Ost. 2014 beendete sie überraschend die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn. Als Grund nannte sie die Wagenplätze, die sich zu dem Zeitpunkt auf der Fläche niederließen. Von Altlasten im Boden war damals nur nebenbei die Rede.

Verwaltung nimmt Ratsbeschluss »sehr ernst«

Am 1. Februar vergangenen Jahres beschloss der Stadtrat in nicht öffentlicher Sitzung, dass das Liegenschaftsamt die Gespräche mit der Deutschen Bahn wieder aufnehmen soll, um bis zum 30. Juni 2018 einen Kaufvertrag abzuschließen. »Die Verwaltung nimmt den Ratsbeschluss sehr ernst und arbeitet an der Umsetzung des Beschlusses«, erklärt ein Amtssprecher dem kreuzer.
Während sich Bewohnerinnen und Bewohner des Wagenplatzes »Trailer Moon« interessiert zeigen, den geplanten Stadtteilpark mitzugestalten, ist der Stadtverwaltung anscheinend daran gelegen, dass der Wagenplatz umzieht. Leipzigs Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal ließ dem kreuzer mitteilen, vier Ausweichgrundstücke würden zurzeit geprüft. Bisherige Angebote seien abgelehnt worden, eigene Vorschläge hätten die Wagenplätze nicht unterbreitet.

Maxi Nadler vom Wagenplatz Trailer Moon erzählt hingegen, man habe von Anfang an probiert, mit der Stadt und insbesondere mit Heiko Rosenthal zu reden. Der Beigeordnete für Umwelt, Ordnung und Sport gilt als Ansprechpartner für die Wagenplätze. Offenen Briefe und direkte Mails blieben jedoch unbeantwortet. Offiziell gab es nur ein mediiertes Gespräch und von einem Erfolg spricht dabei niemand.

Den Stadtteil gestalten

Auch weitere Anwohnerinnen aus Volkmarsdorf kritisieren die bisherige Kommunikation mit der Stadt. »Die Stadt sollte doch ein Interesse haben, die Fläche langfristig zu sichern«, sagt Ariane Jedlitschka kopfschüttelnd. Der Stadtteilpark sei eine echte Chance die Leute in Volkmarsdorf an der Stadtentwicklung teilhaben zu lassen, betont sie. Im September kamen zahlreiche Menschen bei einem Treffen zusammen, weil sie mitentscheiden wollen, wie der Park am Ende aussieht. Anfang Dezember folgte ein weiteres offenes Treffen. Jedlitschka organisiert maßgeblich mit. Sie will ihren Stadtteil gestalten und die Brachfläche in einen Park verwandeln.

Im Sommer bot die Deutsche Bahn einzelne Teile der Gesamtfläche zum Verkauf – auch die, auf denen die Wagenplätze stehen. Für Jedlitschka und Trailer Moon kam das überraschend, aber es war mit dem Liegenschaftsamt abgesprochen. Die Gesamtfläche unterliegt einem sogenannten Planfestellungsbeschluss und darf nicht bebaut werden. Die neuen Teilflächen fallen hingegen nicht unter diese Regelung, das treibt ihren Preis in die Höhe. Die Stadt bietet jetzt mit.

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