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»Ich bin eher Baumschmuck«

Gastronom Dietrich Enk über sächsische Unternehmer und seine Zeit als Schiffskoch

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Gemütlich ist es in Dietrich Enks Hauptquartier in Leipzig-Stötteritz. Im Centralpalast, einem früheren Kulturzentrum mit Tanzsaal, hat er sich mit seiner Firma eingerichtet. Schnell durch den Saal, am Lager vorbei, um die Ecke in die Küche. Dort wird Rosenkohl geschnippelt, halbe Tiere hängen im Kühlschrank mit Glastür. Enk bittet nach oben in die Büroetage. Hier gibts Kaffee, Teppich, Sessel und Sofas. Los geht das Interview.

kreuzer: Sie haben Ihre Karriere als Schiffskoch gestartet. Wie ist es dazu gekommen?

DIETRICH ENK: Na, vor dem Schiffskoch bin ich erst mal Koch geworden. Ich war sechzehn Jahre alt, als die Mauer fiel, und hatte echt zu tun, in dem alten System zurechtzukommen. Da gabs ziemlich viel Kritisches und Umweltthemen, ich war in der Jungen Gemeinde, Schwerter zu Pflugscharen, eine Mark für Espenhain und so weiter. Dieses Bewusstsein, dass hier etwas nicht richtig läuft, hatte mich damals gerade erreicht. Bezüglich einer Ausbildung bin ich mit diesem Nimbus groß geworden: Abitur sowieso nicht. Kein Enk hat ein Abitur in der DDR gekriegt oder machen können. Kochen hat mich zu Hause schon interessiert – und so lief es auf eine Kochlehre hinaus.

kreuzer: Wo haben Sie gelernt?

ENK: Ich habe noch in der…

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