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Geldsegen

Roter Stern Leipzig und der 1. FC Lok freuen sich über Fördergelder

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Kurz vor Weihnachten besuchte Sportbürgermeister Heiko Rosenthal mit Andreas Schumann, Referatsleiter für Sportpolitik und Sportförderung beim Freistaat, den Roten Stern und den 1. FC Lok, um Gelder zu verteilen. Sie sollen helfen, dass die historischen Sportstätten alltagstauglich im 21. Jahrhundert ankommen.

Die Stadt freut sich, dass der Freistaat ein »verlässlicher Partner« bei der Sanierung von Sportanlagen ist. Der Freistaat lobt die Stadt, dass sie so viel für den Sport übrig hat.

Kiezclub im Kiez
Der Rote Stern Leipzig feiert in diesem Jahr seinen zwanzigsten Geburtstag und ist seit zwei Jahren Pächter der Sportanlage in der Teichstraße. Auf dem Gelände sollen nun in zwei Bauabschnitten ein Fußball-Groß- und ein -Kleinfeld im Wert von 1,7 Millionen Euro bis Ende 2020 entstehen.

Über die Zukunft der historischen Turnhalle wird mit finanzieller Unterstützung des Stadtrates nachgedacht. Gewünscht ist eine Dreifelderhalle in Kombination mit einer Kindertagesstätte.
Wie die Fußballfelder muss sich auch die Turnhalle an den wachsenden Mitgliederzahlen des Vereins orientieren. Anfang November konnte das 1.500 Mitglied begrüßt werden. Im Vergleich dazu wuchs die Anzahl von Mitgliedern bei RB Leipzig in zehn Jahren von 7 auf 19 Mitglieder. Stolz verkündete Geschäftsführer Oliver Mintzlaff bei der Pressekonferenz zu seiner Vertragsverlängerung die Zahlen zum allgemeinen »Wachstum«. Auf kreuzer-Nachfrage – wie die Aufnahme von Mitgliedern perspektivisch gehändelt werden soll – erklärte Mintzlaff, dass Mitglieder RB unterstützen und sich ins tägliche Vereinsleben einbringen sollen. Man wäre offen für alle.

Im Grunde eine normale Vereinspraxis. Dass selbst die ARD dem Bundesligisten kein normales Vereinsleben bescheinigt, ist in der Doku »Grünes Blut« zur BSG Chemie in der letzten Woche zu sehen gewesen. Und im Vergleich: die BSG Chemie Leipzig vermeldete im Oktober 1.700 Mitglieder, Lok Leipzig 2.719 und der SC DHfK gar über 6.500.

Fußball pur
Mit »Fußball pur« wirbt der 1. FC Lokomotive für sich. Wer sich dabei die Holztribüne im Bruno-Plache-Stadion anschaut, mag in vergangenen Zeiten schwelgen. Wer allerdings – wie der Verein aus Probstheida vor einigen Jahren – die Vision »3. Liga 2020« ausgab, muss sich fragen lassen, ob hier überhaupt mehr als Regionalliga gespielt werden kann. Pläne für ein umfangreiches Stadionprojekt gibt es ebenfalls seit Jahren. Es soll die Tribüne – als älteste Fußballtribüne auf dem europäischen Festland – integrieren. Für die Realisierung fehlen die Investoren, um idealerweise 2025 ein Stadion für die 3. und 2. Liga sein Eigen zu nennen.

Am Donnerstag gab es erst einmal die Fördergeldbescheide der Stadt und des Landes, um das Entwässerungssystem, den Nachwuchstrakt und das Tribünendach zu sanieren. Somit geht es nach der Trainingshalle und dem Kunstrasen in Probstheida voran. Was die sportliche Entwicklung betrifft, relativieren Spieler und Funktionäre seit einigen Monaten die Vision 2020.

Wie Präsident Thomas Löwe vergangene Woche im LVZ-Interview erklärte, könne derzeit keine Lizenz für die 3. Liga beantragt werden. Ob Großsponsor ETL, der auch Drittligist Viktoria Köln finanziell unterstützt, weiter dabei sein wird, will Löwe bei der Mitgliederversammlung Ende Januar verkünden.

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