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Café ohne Hierarchien

Fast zwei Jahre existierte das Café Ocka als regulärer Betrieb, nun wird es kollektiv verwaltet – mit Erfolg

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Ein Café wie jedes andere ist das Ocka im Leipziger Westen nicht: Nach knapp zwei Jahren regulärem Betrieb wird es seit September von einer vierköpfigen Gruppe selbst verwaltet.

Auf den ersten Blick wirkt es wie ein gewöhnliches Café. In den Vitrinen warten Himbeer- und Schokoladentorte, vegane Donauwellen und Brownies mit Erdnusstopping. Auf der Getränkekarte stehen Kaffee, frisch gebrühter Tee, Limos, Bier und ein paar Cocktails. Eine Bedienung bringt zwei hungrigen Gästen heiße Panini aus selbst gebackener Focaccia. Im Hintergrund läuft entspannte Musik. Ein Café wie jedes andere ist das Ocka trotzdem nicht mehr. Nach knapp zwei Jahren regulärem Betrieb wird es seit September von einer vierköpfigen Gruppe selbst verwaltet.

Ein kollektiver Betrieb zu sein, heißt für Franca Völkel, Katrin Schaumberger, Lauri Krüger und Jana Lüpke: bedürfnisorientierte Arbeitsteilung ohne Hierarchien, Entscheidungsfindung im Konsens, Solidarität und ökologisch nachhaltiges Wirtschaften ohne Profitlogik. Gewinne, die jenseits notwendiger Investitionen anfallen, dürfen beispielsweise nicht einfach ausgezahlt werden, sondern müssen für alternative Zwecke wie einen höheren Stundenlohn, Preissenkun…

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