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Der Weg ist das Ziel

Devendra Banhart beehrt Leipzig mit seinem zurückgelehnten Chamber-Folk

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Aufgewachsen in Caracas, Venezuela, und Los Angeles hat Devendra Banhart musikalisch eine spannende Reise von leicht schrägem Lo-Fi-Folk zu angenehm poliertem, durchaus radiotauglichem Chamber-Pop hinter sich. Nun beehrt er Leipzig.

Devendra Banhart ist Musiker und Maler. Kein Wunder, dass sein erster Auftritt auf einer Vernissage stattfand. Laut eigenen Angaben trennt er gern Musik und Malerei, auch wenn die eigenen Werke seine Platten zieren. Banhart bemüht sich, auf beide Künste gleich viel Lebenszeit und Energie zu verwenden. Ein erster Gedichtband aus seiner Feder ist übrigens ebenfalls kürzlich erschienen.

Aufgewachsen in Caracas, Venezuela, und Los Angeles hat Banhart musikalisch eine spannende Reise von leicht schrägem Lo-Fi-Folk zu angenehm poliertem, durchaus radiotauglichem Chamber-Pop hinter sich. Ja, richtig: Pop, wenn auch leicht entrückter und schwer zurückgelehnter Pop. Seinem gesamten Schaffen liegt die Erkenntnis zugrunde, dass es nicht den perfekten Song gibt. Um es mit Banharts Worten zu sagen: »Songs zu schreiben ist kein Spaß. Es ist eher eine Aneinanderreihung von Fehlern.«

Daher rührt wohl auch die nicht ganz neue Erkenntnis, dass der Weg das Ziel ist. Nicht ohne Grund stehen diverse buddhistische Standardwerke in seinem Haus in Echo Park. Passenderweise schweben insbesondere Banharts neuere Songs ein paar Meter über dem Erdboden und überzeugen durch eine gesunde Mischung aus Meditation und Verspieltheit: Siebziger-Jahre-Pop im Stile von T. Rex trifft auf zeitgenössischen psychedelischen Folk. Parallelen zu ähnlichen Künstlern wie Bedouine, Little Joy und Vetiver sind nicht zu überhören. Letzterer ist dann netterweise auch der Support beim Konzert im Felsenkeller.

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