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»Die Stadt braucht den Wechsel«

Grüne-Kandidatin Katharina Krefft möchte eine andere Führungskultur im Rathaus etablieren

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Wir treffen Katharina Krefft in der Grünen-Kreisgeschäftsstelle in der Südvorstadt. Sie kommt stilecht mit dem Rad – vom anderen Ende der Stadt.

kreuzer: Warum sollten gerade Sie Oberbügermeisterin werden?
Katharina Krefft: Die Stadt braucht den Wechsel und eine zeitgemäße Oberbürgermeisterin. Genauso eine andere Verkehrspolitik. Eine Entschleunigung, viel mehr Rad- und Fußverkehr, die Gleichberechtigung der Verkehrsarten. Außerdem brauchen wir viel mehr Teilhabe. Viele Menschen sind neu in der Stadt. Leipzig hat Bürgerbeteiligung in der DNA. Jetzt ist es wichtig, die neu Zugezogenen mitzunehmen und das Ganze inklusiv zu gestalten. Ebenso möchte ich Leipzig grüner machen. Mehr Straßenbäume, unseren Auwald schützen und für gesunde Luft und weniger Lärm sorgen, zum Beispiel durch Dachbegrünung und Fassadengrün. Und wir müssen viel stärker in den verschiedenen Milieus denken, denn zu dieser Stadt gehören alle.

kreuzer: Was würden Sie anders machen als Burkhard Jung?
Krefft: Ich würde eine ganz andere Führungskultur etablieren. Eine, die nicht vorne steht und feiert, wenn es gut läuft, aber andere vorschiebt, wenn es schlecht läuft. Ich bemerke in der Stadtverwaltung Hemmung, Verzagtheit und fehlende Entscheidungsfreude. Der Fisch stinkt vom Kopf her, das zieht sich so durch. Wertschätzung und Respekt fehlen. Ebenso eine Fehlerkultur, wenn etwas schlecht gelaufen ist.

kreuzer: Wie sieht Ihr Mobilitätskonzept aus?
Krefft: Ich denke vom Menschen her. Der muss sich in der Stadt ohne Zeitverlust bequem bewegen können und sicher am Ziel ankommen. Das heißt, dass wir den Verkehrsraum anders aufteilen müssen. Guten, sicheren Radverkehr ermöglichen müssen, genauso wie angenehmen Fußverkehr. Stolperfrei und im Hitzesommer schattig und mit vielen kleinen Plätzen als Begegnungsorte. Schneller Verkehr und schnelle Mobilität bedeuten auch Ausbau des ÖPNV. Weil weiterhin viele Leute …

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