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Kängurus im Osten

Kinderstadtplan Innerer Osten: Rund um die Eisenbahnstraße gibt es viel zu entdecken

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»Leipzig innerer Osten« heißt der neue Stadtteilplan, der am Freitag vorgestellt wurde. Der Plan soll Angebote für Kinder besser sichtbar machen und Zugezogenen sowie alteingesessenen Familien die Orientierung erleichtern.

Ein Zimmer unter dem Dach, durch die Fenster dringt Morgenlicht. Auf verstreuten Matten sitzen Kita-Kinder aus dem Leipziger Osten. Hinter ihnen haben sich Erwachsene versammelt. Es ist Präsentationstag. Pünktlich um neun Uhr dreißig ergreift Christian Gundlach das Wort. Der Sozialpädagoge arbeitet im Kinder- und Jugendbüro Leipzig und gehört zu den Koordinatoren des Projekts, das an diesem Tag vorgestellt wird: eine eigene Stadtteilkarte für den »Inneren Osten«.

Das Besondere an der Karte: Eltern und Kinder haben sie selbst zusammengestellt. Mithilfe von Fragebögen und Besuchen haben sie Orte genauestens unter die Lupe genommen, die Angebote für Familien bereithalten. Zahlreiche Kitas, Schulen und Vereine beteiligten sich an dem Projekt. Die Koordination lief über das Kinder- und Jugendbüro und das Quartiersmanagement der Stadt.

Raben, Kängurus und Erdmännchen

Der neue Kinderstadtplan ist nicht der Erste seiner Art. Kinderstadtpläne gibt es bereits für Schönefeld-Ost, Schönefeld-Abtnaundorf, den Nordosten und die Innenstadt. Die Pläne zeigen mehr als nur liebevoll illustrierte Straßennetze. Sie helfen Kindern und Familien sich in ihrem Stadtteil zurechtzufinden. Sportplätze beispielsweise sind mit einem Känguru markiert. Ein Rabe zeigt an, welche Kulturstätten es im Viertel gibt und für Begegnungsorte steht ein Erdmännchen Pate. Die Pläne dienen auch dazu, lokale Akteure stärker miteinander zu vernetzen. Am Rande der Präsentation drückt Gundlach den Wunsch aus, in Zukunft weitere Stadtteile zu erschließen.

Angebotsvielfalt

»Wir wollen mit dem Kinderstadtplan zeigen, was für eine Angebotsvielfalt im Osten herrscht«, sagt Christian Gundlach. Seit heute liegen die neuen Pläne an vielen Stellen aus, darunter dem Kinder- und Jugendbüro. Auch an Grundschulen und in Kitas sollen sie verteilt werden. »Wir wären glücklich, wenn die neuen Pläne ganz schnell genutzt und aufgebraucht werden«, erklärt Gundlach. Die anwesenden Kinder, sind die ersten, die das Ergebnis der einjährigen Bemühungen in Augenschein nehmen. Gelegentlich hört man aufgeregte Rufe, wenn sie einen Platz wieder erkennen. Für sie und für ihre Familien gibt es zwischen Straßen und Parkanlagen viel zu entdecken.

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