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Krach am Kreuz

Gemeinsam mit Misery Index, Eyehategod und anderen Bands kommen Napalm Death ins Werk 2

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Die Gründungsväter des Grindcore geben sich die Ehre. Napalm Death kommen mit rasanten Drums, harten Riffs und mehr Gegrunze als Gesang nach Leipzig.

Über den Eindruck, dass bei jedem Metal-Konzert egal welcher Spielart gefühlt mindestens ein Mensch mit einem Napalm-Death-Shirt rumspringt, lässt sich sicher diskutieren. Nicht diskutabel ist allerdings die Tatsache, dass es sich bei der britischen Band um Wegbereiter der extrem schnellen, lauten und kompromisslosen Musik handelt. Kaum eine andere Band hat die Metal-Szene so nachhaltig beeinflusst wie Napalm Death. 1981 gegründet, erarbeiten sich die Musiker schnell den Ruf als Pioniere des Grindcore. Der Sound: rasante Drums, harte Riffs und mehr Gegrunze als Gesang. Ex-Drummer Mick Harris etablierte den Blast-Beat und war einer der Ersten, die in den achtziger Jahren den Begriff Grindcore benutzten. Im Laufe ihrer Karriere unternahm die Band Ausflüge in den Death und Speed Metal. Zeitweise nahm man etwas Tempo raus und versuchte es rhythmischer.

Letztlich ist das Herz der Band aber der knüppelharte Grindcore geblieben. Das alles ist in die Metal-Geschichtsbücher eingegangen. Und Napalm Death meißeln fleißig weiter an ihrem Legendenstatus. Die jetzige Besetzung brettert seit fast 30 Jahren gemeinsam durch die Gehörgänge der geneigten Hörer und hat dabei das eine oder andere Trommelfell auf der Strecke gelassen. Die alten Recken arbeiten an einem neuen Album, welches 2020 erscheinen soll, und sind natürlich weiterhin auf den Bühnen in aller Welt unterwegs. In Leipzig teilen sich die Briten die Bühne mit anderen Bands, die ebenso wenig an Heidschi Bumbeidschi interessiert sind. Eyehategod aus New Orleans stehen eher im Schatten der großen Bands aus ihrer Heimat wie Down oder Corrosion of Conformity. Dennoch genießt die Band um Jimmy Bower (auch bei Crowbar aktiv) den Status als Underground-Ikone des Sludgerock. Die Kampagne der musikalischen Zerstörung unterstützen außerdem die Death-Metal-Band Misery Index, Rotten Sound (Grindcore/Finnland) und Bat (Speed-Metal/USA).

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