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Leipziger Kunst und Kultur im Netz

Teil 3: Rund um Leipzig

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Seit mehr als vier Wochen sind die Museen und Galerien geschlossen. Nach dem ersten Teil zu den Online-Angeboten folgen nun Kunst-Angebote aus Leipzig in Zeiten von #ClosedButOpen.

Altenburg
Das Lindenau-Museum ist zwar schon seit Anfang des Jahres für eine grundlegende Sanierung geschlossen, aber findet online weiter statt. Trotzdem gibt es einige Angebote auf der Homepage des Museums. Unter der Rubrik »Web-Museum« stellt das Museum eingereichte künstlerischer Arbeiten vor.
Außerdem gibt es unter »Sammlungen« eine erste Online-Präsentation der Frühen italienischen Malerei. Wer dem Museum etwas Gutes tun möchte, klickt vielleicht mal unter »Restaurierung«. Dort sind dringend nötige Erneuerungen samt Finanzrahmen gelistet, denn Restaurierungspaten werden gebraucht.

Cottbus / Frankfurt (Oder)
Das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst in Cottbus und Frankfurt lädt trotz Schließung auf Facebook zu Einblicken in die aktuellen Ausstellungen – etwa »Kollektive Signaturen. Komplizenschaft und kooperative Produktion im Plakat«, die in Cottbus bis Ende Juni zu sehen. Plakate stammen unter anderem von Cyan oder der Leipziger Gruppe Plus.

Dessau
Während die Bauhausdirektorin Claudia Perren in Dessau leise »Tschüss« sagt, um ab 1. August als Direktorin der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel zu arbeiten, zeigt die Stiftung Bauhaus Dessau Clips zur Beschreibung ausgewählter Objekte aus dem reichem Sammlungsbestand unter dem Slogan »Aus der Vitrine digital«. Die Inhalte sind dabei als Untertitel zu lesen. Zudem gibt es eine Online-Sammlung und noch Ausschnitte aus der Konferenz »Bauhaus sammeln«.

Dresden
Das Kunsthaus Dresden eröffnete Anfang Februar die Ausstellung »Requiem – zeitgenössische künstlerische Perspektiven zu Trauer und Gedenken«. Wöchentlich werden nun Kunstschaffende und ihre Arbeiten in der Schau auf der Homepage vorgestellt – gemäß dem Motto: »Möglicherweise ist es gerade jetzt gut, kulturelle Perspektiven über den Alltag hinaus im Blick zu behalten.«

Halle
Auf der Homepage des Landesmuseums für Vorgeschichte gibt es einiges zu entdecken. Die vorbildlich sortierte Seite garantiert Blicke in die Digitalen Sammlungen zu Postkarten und Münzen oder zum Fund des Monats. Unter »Forschung im Museum« gibt es einen detaillierten Bericht zu einer Mehrfachbestattung oder Informationen zur aktuellen Sonderausstellung »Ringe der Macht«.

Burg Posterstein
Die Burg befindet sich im Altenburger Land, an der Sprotte. Die Homepage lädt zu einer digitalen Burgensafari ein. Für Menschen, denen Ritter eher egal sind, aber denen der Sinn nach Umwelt steht, der kann sich auf der Homepage die aktuelle Sonderausstellung »Landschaft nach der Wismut« mit Fotografien von Karl-Heinz Rothenberger anschauen.

Weimar
Die Stiftung Klassik wartete vor kurzem mit einem besonderen Online-Angebot auf: Es gibt nun einen Online-Parcours mit dem  seltsam anmutenden Titel »Nietzsche Superstar« und dem noch seltsamer wirkenden Logo von Henry van de Velde in direkter visueller Verwandtschaft mit Superman. Nietzsche – die laut Homepage »Kultfigur« oder auch »subversive Ikone« – starb am 25. August 1900 mit 55 Jahren in Weimar. Die im Blog nachzulesenden Inhalte gehen zum Glück weit über die Einstiegsphrasen und visuellen Gags hinaus.

Das ACC in Weimar organisiert derzeit noch den virtuellen Zugang zu den aktuellen Ausstellungen »Kunstbild: Wortkunst« mit den Stipendiaten des Internationalen Atelierprogramms der ACC Galerie und der Stadt Weimar. Die Stipendiaten, die sich mit 100 Jahre Bauhaus auseinandersetzen, sind Tsuyoshi Anzai aus Japan, Victor del Oral aus Mexiko und Linda Pense aus Deutschland. Zudem ist das Fotoarchiv von Anselm Graubner zur Wende in Weimar und Thüringen zu sehen.
Außerdem ist der am 16. April gehaltene Vortrag von Ralf Hoffrogge über »Kommunismus als Massenbewegung in der Weimarer Republik« zu sehen und zu hören. An diesem Tag jährt sich zum 176. Mal der Geburtstag von Ernst Thälmann – laut ACC-Leiter Frank Motz »vielleicht ein glücklicher Zufall.«

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