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Editorial 7/20

Das neue Heft ist da!

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An dieser Stelle veröffentlichen wir das Editorial der Juli-Ausgabe des kreuzer. Diesmal mit Dank und einer Entschuldigung aus der Chefredaktion.

»Zum ersten Mal seit der Corona-Krise kommen wir wieder ohne Buch-, CD- und DVD-Tipps im Veranstaltungskalender aus und die Tagestipps werden dafür eingesetzt, wozu sie eigentlich da sind: Veranstaltungen in unserer Nähe«, berichtete Veranstaltungsredakteurin Jennifer Ressel, als sich die Produktion dieses Juli-Heftes dem Ende zuneigte. So langsam geht es also voran und es gibt wieder etwas zu erleben in Leipzigs Kulturszene. Mein ganz besonderer Dank – und das muss man ja auch mal sagen – gilt zuerst oben erwähnter Frau Ressel, die unermüdlich die kreuzer-Kulturtipps am Laufen hielt. Ein ebenso großes Dankeschön verdienen auch die kreuzer-Kulturredakteurinnen und 
-redakteure, die dazu mit Kreativität und Kompetenz beigetragen haben: Anja Kleinmichel, Linn-Penelope Micklitz, Tobias Prüwer, Kay Schier, Britt Schlehahn und Lars Tunçay. Ihr alle habt dafür gesorgt, dass auch im schlimmsten Corona-Lockdown kein einziger Tag ohne kreuzer-
Tagestipp verging. Und ich bin so stolz auf euch! Und auf alle anderen, die hier am kreuzer mitarbeiten, auch. (Applaus bitte!)

Eine Geschichte, die mir besonders am Herzen liegt, gibt es im Magazinteil dieses Heftes. Unter der Überschrift »Schwimmen lernen ist ein Menschenrecht« geht es dort um die Frage, warum die Zahl der Kinder steigt, die auch nach der 2. Klasse nicht schwimmen können. Eigentlich, so steht es im sächsischen Lehrplan, sollen alle Kinder nach Abschluss der 2. Klasse mindestens eine Schwimmtechnik erlernt haben. Dazu befähigen soll sie das Schulschwimmen. Doch hier hapert es offensichtlich – und so sind zwischen zehn und bis zu 30 Prozent (amtliche Zahlen gibt es nicht) der Drittklässler in Leipzig noch Nichtschwimmer. Und Kinder, die in dem Alter noch nicht schwimmen können, werden es vermutlich nie mehr lernen. Dabei ist das Schwimmen eine grundlegende Kulturtechnik, die nicht nur unbeschwerten Badespaß ermöglicht, sondern lebenswichtig ist. Über Gründe für die besorgniserregende Entwicklung berichten unsere Autorinnen auf den Seiten 28 und 29.

Gerade als die Produktion unseres Gastroheftes Leipzig Tag und Nacht, kurz LTN, anlief, mussten Leipziger Restaurants und Kneipen wegen der Corona-Pandemie geschlossen werden. Im LTN prüfen wir alljährlich die 200 besten Gaststätten der Stadt auf Herz und Nieren und bewerten sie nach einem strengen Regulatorium: unabhängig und unbestechlich. Normalerweise erscheint das Heft im Juni – doch schnell war uns klar, dass daraus in diesem Jahr nichts wird. Das ist auch deswegen schade, weil es die 25. Ausgabe unseres Gastroheftes gewesen wäre – und eigentlich hatten wir dazu eine große Party geplant. Doch auch jetzt ist an einen normalen Testbetrieb nicht zu denken. Wir haben uns darum entschlossen, in diesem Jahr kein herkömmliches LTN zu produzieren. Stattdessen legen wir dem Oktober-kreuzer ein kostenloses Gastro-Sonderheft bei, in dem wir mit Berichten, Interviews und Porträts aus der Leipziger Gastroszene erzählen, das aber keinen Testteil enthalten wird. Diese Regelung hat auch den Vorteil, dass wir das große LTN-Jubiläumsheft nun doch noch machen können – nur eben im nächsten Sommer.

Doch jetzt ist erst mal dieser Sommer. Und darum: Packen Sie die Badehose ein, lesen Sie ein Magazin und genießen Sie die Zeit.

ANDREAS RAABE

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