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Ein Piks für alle

Sachsen lockert Impfreihenfolge

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In Sachsen können sich ab heute Angehörige der Priorisierungsgruppe 3 gegen das Coronavirus impfen lassen. Außerdem steht die Impfung mit Astrazeneca ab sofort allen Erwachsenen frei.

Jetzt sind sie dran, die Lebensmittelhändlerinnen, Busfahrerinnen und Apothekerinnen: Impfungen gegen das Coronavirus sind nun auch für Prioritätsgruppe 3 geöffnet. Das verkündete Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstagnachmittag auf einer Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung.

Zu der Gruppe, die nun auch geimpft werden kann, gehören Menschen mit Vorerkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Asthma sowie zwei ihrer Kontaktpersonen. Außerdem Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel, in der Kinder- und Jugendhilfe oder in Unternehmen der kritischen Infrastruktur (beispielsweise Apotheken und Verkehrswesen) tätig sind. Laut Köpping besteht damit ein Impfangebot für mehr als 60 Prozent der sächsischen Bevölkerung. Eine genaue Auflistung ist hier zu finden. Ab 23. April können sich die entsprechenden Personen im Online-Serviceportal für einen Termin anmelden, bei Hausärztinnen gilt die neue Regel unverzüglich.

Neu ist ebenfalls, dass sich ab sofort alle Bürgerinnen mit dem Vakzin von Astrazeneca impfen lassen können – auch, wenn sie keiner priorisierten Gruppe angehören. Das ist allerdings nur in Arztpraxen möglich, da vorher eine Beratung durchgeführt werden muss. »Wir kommen in Sachsen mit unserer Impfkampagne gut voran«, sagte Köpping auf der Pressekonferenz. Es seien bereits 1,09 Millionen Impfdosen verabreicht worden. »Nun wollen wir weiteren Menschen ein Impfangebot unterbreiten. Aufgrund der anhaltend hohen Inzidenz in Sachsen halte ich es für zwingend, schnell mehr Menschen zu impfen. Es ist der Ausweg aus der Pandemie«, erklärt die Ministerin die Öffnungen. Langfristiges Ziel sei, den Schwerpunkt der Impfungen zu den Arztpraxen zu verlagern. Die Impfzentren bleiben aber vorerst weiter in Betrieb. Köpping könne sich vorstellen, ab Mai weitere Öffnungen beim Impfen vorzunehmen. Darüber wolle das Kabinett nächste Woche beraten.

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