TIPPS DES MONATS FILM Cineville Ab diesem Monat gibt es das ursprünglich in den Niederlanden gestartete Arthouse- Abo auch in Leipzig. Zum Start sind die Schaubühne Lindenfels, die Cinémathè- que mit beiden Spielstätten auf der Karli und das Luru-Kino in der Spinnerei an Bord. Weitere werden garantiert folgen. Das Angebot ist fürs Publikum verlockend: Für 20 Euro im Monat kann man bundes- weit in die teilnehmenden Programmkinos – so oft man will. Ltu ■ ab 12.11., www.cineville.de I F L M : B R E N D A V A N L E E U W E N F O T O : A U S T KONZERT Verdi-Requiem Das überwältigende, starre Gefühl von Ab- schied und das Pathos der Ewigkeit trop- fen gleichermaßen aus Giuseppe Verdis »Messa da Requiem« von 1874. »Trauer und Bitte, Entsetzen und hoffende Zuver- sicht, sie sprechen hier eine leidenschaft- lichere und individuellere Sprache, als wir sie in der Kirche zu hören gewohnt sind«, lobte ein Kritiker eine Aufführung in Wien treffend. Dem zeitlos ergreifenden Werk widmen sich nun das MDR-Sinfonie- orchester und der MDR-Rundfunkchor, unter der Leitung von Dennis Russel Da- vies am Totensonntag. CHE ■ 22.11., 11 Uhr, Gewandhaus, Großer Saal F O T O : I R E N H A R D W N K L E R I KONZERT Anna von Hausswolff Dass Anna von Hausswolff bereits mehre- re Kirchen-Konzerte absagen musste, weil katholische Fundamentalisten ihr Sata- nismus vorwarfen, ist zum einen natür- lich hochgradig lächerlich. Zum anderen spricht es für die Überzeugungskraft von Hausswolffs dunkel schimmernden Klang- welten. Nach dem instrumentalen Orgel-Al- bum »All Thoughts fly« schwingt sich die schwedische Künstlerin auf dem neuesten Werk »Iconoclasts« zu songwriterischen Höchstleistungen auf. Sakraler Düster-Art- Pop allererster Güte, mit Gastauftritten von Iggy Pop, Ethel Cain und Abul Mogard. YAK ■ 20.11., 20 Uhr, Felsenkeller KONZERT Bonaparte »Do you want to party with the Bonaparte?«, fragten Bonaparte zu Beginn des Debüt- albums »Too much« im Jahr 2008. Und wer schon mal die fiebertraumartigen Zu- stände der frühen Bonaparte-Konzerte er- lebt hatte, antwortete auf diese Frage sehr wahrscheinlich mit einem energischen »I can’t hear you!«. Seit zwanzig Jahren macht das Elektro-Zirkus-Thrash-Punk-Kollektiv um den »Party-Kaiser« Tobias Jundt mitt- lerweile die Republik unsicher und feiert dieses Jubiläum mit einer »20 Years of Riot«-Show im Täubchenthal. YAK ■ 7.11., 20 Uhr, Täubchenthal F O T O U N S P L A S H KONFERENZ Stadt nach Acht Das IfZ ist Geschichte, sein Nachfolger Axxon N. ebenfalls längst geschlossen. Auch bei anderen Locations ist die Lage alles andere als rosig – verändertes Ausgeh- verhalten, gestiegene Kosten, Verdrängung … Fragt sich nur, was kann man da tun? Genau darum wird es bei Stadt nach Acht gehen. Die wichtigste Nacht-Kultur-Konfe- renz Deutschlands findet erstmals in Leip- zig statt. Unter dem Motto »Safe. Night. Live.« diskutieren Akteurinnen und Ak- teure der Szene und Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung über Club-Kultur. YAK ■ 12.–14.11., Distillery, UT Connewitz, Deutsche Nationalbibliothek, Kohlrabizirkus, Elipamanoke, www.2026.stadt-nach-acht.de N O S S N E V S P L H P I I : O T O F FILM 31. Französische Filmtage Die ganze Bandbreite des frankophonen Films in den Passage-Kinos und der Schau- bühne Lindenfels, darunter viele Festival- hits aus Cannes und Venedig wie Ryūsuke Hamaguchis »Soudain«, »Juste une illusi- on« vom Regideduo Olivier Nakache und Éric Toledano oder »La Gradiva« (Foto) von Marine Atlan. Außerdem mit einer Retro- spektive zur Schriftstellerin und Filmema- cherin Marguerite Duras und einem Län- der-Special zum Kongo. Ltu ■ 18.–25.11., Passage-Kinos, Schaubühne Lindenfels, www.franzoesische-filmtage.de F O T O : I S T A D T K N O F L M V E R L E H I I 6 KREUZER 1126