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Literatur

Anemonen #1

Lesebühnen gibt es wie Dünen am Meer. Diese neue nun inszeniert sich »an der Schnittstelle von zeitgenössischer Literatur und bildender Kunst«. Will heißen: Zum Auftakt lesen verschiedene Künstler und Künstlerinnen vor einer Installation von Sorn Patharakorn. Was das genau bedeutet und was es mit den namensgebenden Windröschen zu tun hat (die ja bekanntlich zu den - natürlich: bedecktsamigen - Hahnenfußgewächsen gehören), erfährt man sicher dort. (Foto: Viktor Dallmann/Anemonen)

Ost-Passage Theater, 19.9.

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Theater

Medea

Medea muss draußen bleiben, während der Glaspalast mit Jason und den Seinen im Licht kreiselt. Regisseur Markus Bothe passte »Medea« den Hygienestandards an. Gut gebaut ist die Grundkonstellation aus Bühnenbild und Lichtsetzungen, so dass viel Spiel - und damit Luftturbulenzen - nicht nötig ist. Natürlich wirkt der Abend ein bisschen zu distanziert aufgesagt, was der Situation geschuldet ist. Aber es ist nicht steril und endlich wieder große Bühne! (Foto: Rolf Arnold)

Schauspielhaus, 29.9.

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Musik

Coucou

»So Jazzern sind wir in der Regel viel zu poppig und Leuten, die Pop hören wollen, in der Regel zu arty«, sagten Coucou einmal im Interview mit dem kreuzer. Zum Jazz fehlt der Musik das abgehobene Ego, für Pop sind die Lieder zu lang und ist die Lust an kunstvollen Arrangements zu groß. Ebenfalls ließe sich aber schreiben, dass Leute, die in Genreschablonen denken, sowieso ein Problem haben. Wer sich schon mal morgens um fünf irgendwie glücklich gefühlt hat und auch irgendwie überhaupt nicht und das irgendwie verdammt schön fand, ist hier richtig. (Foto: Dovile Sermokas)

Horns Erben, 25.9.

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Musik

Tom Liwa

»Und du sagst, dass sich doch jeder wünscht, dass ihn der Tod im Fernsehsessel holt, ganz unerwartet und am besten noch im Schlaf. Doch das ist nicht, wie wir leben, und so willst du auch nicht sterben, lieber schon ein halbes Jahr vorher dem Unausweichlichen ins Auge sehen, um ein letztes Mal zu wachsen vor dem Gehen«: Dass jemand, der solche Texte singt, nicht Millionär ist, kann in einem Land, in dem Annenmaykantereit Hallen ausverkaufen, nicht verwundern. Wer auf der Suche nach einer intimen Erfahrung ist, muss zu Tom Liwa aufs Konzert. (Foto: Kai Keimberg)

Horns Erben, 11.9.

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Clubbing

Pow Wow Summer Lounge

Dieser Tage zeigt sich deutlich, von welch unschätzbarem Wert ein gemütlicher Außenbereich für eine Konzert- und Clublocation ist. Mitten im Plagwitzer Gewerbegebiet wird sich am Nachmittag von Samstag, dem 12.9., der Außenbereich des Täubchenthals in eine Bassoase verwandeln, auf dass sich die von clublosen Monaten ausgezehrten Ravenden daran erquicken mögen. Die Berliner Housegröße Dirty Doering, Chef des Labels Katermukke, wird zusammen mit Sledge den Basshunger zu stillen wissen.

Täubchenthal/Innenhof, 12.9.

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Clubbing

Veranda x Polylicious

Denkt man die Worte »Außenbereich« und »Club« im Leipziger Kontext, materialisiert sich spontan die Halfpipe des Conne Island vor dem inneren Auge. Die Connewitzer Institution lädt zum abendlichen »Veranda Open Air« samt Barbecue und Ausschank von solidarischen Slush-Getränken. Für das musikalische Programm zeichnet eine Reihe Eigengewächse des feministischen DJ-Proberaums im Conne verantwortlich, so tritt beispielsweise die G-Edit-Crew zum gemeinschaftlichen Back to Back an. (im Foto: Azizam Bal)

Conne Island, 12.9.

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Film

Der See der wilden Gänse

Eine Eröffnungsszene wie aus einem Wong-Kar-Wai-Film: Regen, eine Frau in Rot mit Schirm an der Straßenecke, an der ein blutender Mann lehnt. Sie bittet ihn um Feuer und so entspinnt sich eine mitreißende Gangsterballade in der Provinz Wuhan, die am »See der wilden Gänse« enden wird. Unbarmherziges Genrekino aus Neonlicht und Schatten frisch vom Filmfestival in Cannes.

Passage Kinos, ab 27.8.
Schaubühne Lindenfels, Cinémathèque in der Nato, ab 24.9.

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Kunst

Günter Thiele - Zum 90. Geburtstag

»Gegenwärtig scheint Günter Thiele in der Auseinandersetzung mit einem Leipziger Neubaugebiet den Ausbruch aus seiner befriedeten, aber begrenzten Bildwelt vorzubereiten«, so urteilte die Leipziger Kunsthistorikerin Renate Hartleb 1976 über den Leipziger Maler. Zu Ehren seines 90. Geburtstags richtet die Galerie Schwind eine Schau mit Werken aus den siebziger Jahren bis in die Gegenwart aus. Hier sind die vielen Straßenszenen zu sehen, die ihn zu einem der wichtigsten Chronisten von Leipzig werden ließen. (Foto: Galerie Schwind, Leipzig)

Galerie Schwind, bis 17.9.