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Musik

The Russian Doctors

Das eigentliche Problem am Sommer ist ja immer, dass man sich die wunderschöne Kosakenmütze, die man sich einmal angetrunken auf dem Flohmarkt gekauft hat, so selten aufsetzen kann, ohne nach fünf Minuten einen Schlag zu bekommen. Mit den Russian Doctors im Livestream bietet sich dafür im Eigenheim eine wunderbare Gelegenheit. Bei etwas kühlem Wodka kann man vom Polka-Pop der Band um Holger »Makarios« Oley von Die Art wunderbar melancholisch werden und livetechnisch besserer Zeiten gedenken. Livestream über den Youtube-Kanal »Bandcommunity Leipzig e. V.«. (Foto: Ives Zander)

Bandhaus Leipzig (Livestream), 3.7.

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Musik

Ralph Schüller & Band

Es wirkt fast, als wolle er das Defizit an Livemusik im Alleingang ausgleichen: An drei aufeinanderfolgenden Abenden bespielt Liedermacher Ralph Schüller jeweils die Alte Schlosserei (1.7.), die ehrwürdige Nato (2.7.) und die schwimmende MS Weltfrieden (3.7.) zum Behufe der Zelebrierung seines neuen Doppel-Albums »Danke. Schade«. Seine zwischen folkiger Liedermacherei, Chanson und Jazz changierenden Stücke bieten eine gute Gelegenheit, um sich selbst wieder bühnenraumwarm zu machen. Die Plätze sind naturgemäß begrenzt, früh kaufen lohnt. (Foto: Jörg Balzer)

Alte Schlosserei, 1.7.
Nato, 2.7.

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Literatur

»Sei gegrüßt und lebe«

»Sei gegrüßt und lebe« heißt der Briefwechsel von Christa Wolf und Brigitte Reimann. 1963 lernten sich die beiden Schriftstellerinnen kennen, auf einer Reise des Schriftstellerverbandes nach Moskau. Was folgte, war eine lange Freundschaft und eine Vielzahl an Nachrichten. Vor dem Hintergrund der DDR der sechziger und siebziger Jahre tauschen sich die beiden Freundinnen über ihren Alltag, die Arbeit und ihre Hoffnungen aus. Die Schauspielerin Inga Bruderek liest ausgewählte Briefe. (Cover: Aufbau Verlag)

Haus des Buches/Garten, 9.7.

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Literatur

Porträt der Arabisch-Übersetzerin Larissa Bender

Die Klischees über die arabischsprachige Welt sind zahlreich. Seit Jahren arbeitet die Übersetzerin Larissa Bender daran, sie zu durchbrechen. Zahlreich sind die von ihr ins Deutsche übertragenen Texte, für ihre Arbeit erhielt sie unter anderem das Bundesverdienstkreuz. Zuletzt gab sie die Anthologie »Innenansichten aus Syrien« heraus. Darin finden sich Alltagsbeobachtungen diverser syrischer Autoren. Heute ist sie im Rahmen der Reihe »Porträt der Übersetzerin« im Haus des Buches zu Gast. (Foto: Nina Schöner)

Haus des Buches/Garten, 15.7.

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Theater

A Clockwork Orange

»A Clockwork Orange« als Spazierstück? Die Story um Alex und seine drei Droogs kommt als Stationenformat auf einem Freiluftareal, über das sich die Zuschauer bewegen. Die Produktion führt über das ehemalige Areal des Eutritzscher Freiladebahnhofs, dessen Gelände im Moment noch vom TV-Club genutzt wird und startet an der Tram-Haltestelle Chausseehaus. Der Stoff von Freiheit vs. Sicherheit ist hochaktuell. Also: Vorhang auf für ein kleines bisschen Horrorshow! (Foto: Mim Schneider)

TV-Club (Cammerspiele), 29.-31.7., 1., 5.-8.8., 12.-15.8.

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Theater

Trinkerpark

Hey! Ho! Let's Go: Die Gruppe Glanz & Krawall ist zurück. Dieses Mal hat die Musiktheatercrew Straßen-Rock'n'Roll im Gepäck. Es wird rotzig, spontan, schmutzig. Corner-Gefühl kommt im Biergarten auf, aber steckt dahinter nicht doch nur der Zwang zum Mittrinken? Natürlich wird der Teufel Alkohol thematisiert, macht auch hier die Dosis das Gift. Gibt es eine Balance zwischen Gesundheit und sozialer Ächtung? Funktioniert distanziertes Trinken? (Foto: Claudia Ohse)

Felsenkeller, 3./4.7.

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Kunst

Uta Koslik, »April Fragil«

Auch das Neu Deli in der Sebastian-Bach-Straße startet nach der Coronapause wieder mit dem Ausstellungsprogramm. Gezeigt werden Arbeiten der Leipziger Künstlerin Uta Koslik. Sie komponiert in ihren Werken eigene Formwelten, die sich sehr eigenständig-elegant der ewigen Frage - realistisch oder abstrakt - entziehen. Die Künstlerin arbeitet viel lieber mit Irritationen in der Wahrnehmung des Publikums anstelle eindeutiger Formalphabete und fragt damit: Was ist eigentlich Malerei? (Foto: Björn Siebert)

Neu Deli, ab 11.7.

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Umland

Vom Sammeln: Lebensraum Stadt

Im neuen Bauhaus Museum Dessau gibt es neben der sehr reichhaltigen und sehr sehenswerten Dauerausstellung im Wechsel Präsentationen, die bestimmte Aspekte eines Museums und der Institution Bauhaus besonders beleuchten. »Lebensraum Stadt« bezieht sich auf die Sammlung und zeigt »Kritische Fotografie und Kunst von Bauhausstudierenden 1920 bis 1933«. Hierbei stehen besonders die Fotografien des in Leipzig geborenen Albert Hennig im Mittelpunkt. Fürsorgeeinrichtungen und prekäre Stadtszenen bestimmen seine Aufnahmen. (Bildrechte: Stiftung Bauhaus Dessau)

Bauhaus Museum Dessau, bis 22.11.

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Film

Monos

Die Auferstehung des Kinos wird mit einem fieberhaften Albtraum zelebriert: Der junge brasilianische Regisseur Alejandro Landes drehte in der kolumbianischen Wildnis einen kraftvoll-archaischen Abenteuerfilm. Berauschende Bilder, ein hypnotischer Soundtrack und die Riten der jugendlichen Protagonisten ergeben eines der faszinierendsten Kinoereignisse des Jahres.

Sommerkino im Felsenkeller, 1.7.
Cinémathèque in der Nato, 8.-11.7.

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Film

Berlin Alexanderplatz

Mit kunstvollen Kameraeinstellungen im Neonlicht der Großstadt zieht einen die überraschende Neuinterpretation von Alfred Döblins Jahrhundertroman in ihren Bann und quer durch die Berliner Halbwelt. Ein wuchtiger, greller, groß gedachter und groß bebilderter Berlin-Film, der den Finger am Puls der Zeit hat und von der ersten, noch auf dem Kopf stehenden Einstellung an drei Stunden lang mitreißt.

Kinobar Prager Frühling, Passage Kinos, ab 16.7.