Startseite / Rezensionen / Spiele / Crossroads Inn — Durst ist schlimmer als Heimweh

Crossroads Inn Größeres Bild

Crossroads Inn

Entwickler: Kraken Unleashed / Publisher: Klabater / Plattform: PC / Preis: 20 €

Schon der alte Wilhelm Busch wusste: »Es ist ein Brauch von alters her: Wer Sorgen hat, hat auch Likör!« Im »Crossroads Inn«, einer zünftigen Fantasy-Taverne im gleichnamigen Spiel, gilt das auch. Hier wird rund um die Uhr gesoffen, bis der Druide kommt. Das hört sich sehr unterhaltsam an, aber ich warte vergeblich, dass mir ein Ork zwischen die Bierbänke bricht. Stattdessen präsentiert sich das Spiel als ganz beinharte Wirtschafts-Simulation im wahrsten Sinne des Wortes.

Sehr lange bin ich erst einmal damit beschäftigt, die gute Stube gemütlich einzurichten. Aber nur mit Bärenfellen an der Wand kommt man als Wirt nicht weit. Tische, Spültonne, Ofen, sogar Teller und Becher muss ich auf dem Schwarzmarkt besorgen. So ist das aber halt bei ökonomischen Simulationen, das macht nicht immer Spaß. Langsam bekomme ich den Dreh raus, Profit fällt trotzdem nicht ab. Vieles dreht sich um Mikro-Management auf anspruchsvollem Niveau.

Da ich mit allen Abwassern gewaschen bin, kaufe ich die Alkoholika für den Ausschank zu einem besseren Preis im Banditenlager. Jetzt läuft es besser, »schluck, schluck, schluck«, tönt es aus den Boxen und »Es gibt nicht genug Platz in deiner Taverne«. Dann geht alles ganz schnell. Der Landvogt, der mir eigentlich seine Plörre verkaufen wollte, kommt mit einem Trupp Soldaten für eine Razzia vorbei und nimmt den ganzen Wein mit. Auch eine Form der Kapitalismus-Kritik.

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