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Disc Room

Entwickler: Terri, Dose, Kitty and JW / Publisher: Devolver Digital / Plattform: PC, Switch / Preis: 15 €

Alles könnte so einfach sein. So wie »Disc Room«. Ein Mensch steht in einem Raum. In dem wirbeln riesige Kreissägeblätter umher. Wie lange kann der Mensch ausweichen? Fertig ist das Videospiel.

Wem die Prämisse gefällt, der sollte jetzt einfach »Disc Room« spielen gehen. Jeder zusätzliche noch gelesene Satz dieses Textes ist länger als die erste Partie. Aber bitte: »Disc Room« kocht Actionspiele auf die simpelste mögliche Interaktion herunter. Der Charakter muss nur ausweichen. Er schaltet laufend neue Räume frei, in denen sich immer neue Sägeblätter nach neuen Mustern drehen. Er sammelt Spezialfertigkeiten wie etwa eine Zeitlupe ein. Die meisten Räume haben eine Lernkurve. Fünf überlebte Sekunden sind oft schon ein wichtiger Schwellenwert, 20 sind dann ein richtiger Erfolg. Nach jedem Tod ist die nächste Runde nur einen Knopfdruck entfernt. Während des Spielens staucht und dehnt sich die Zeit. Sekunden dauern plötzlich Minuten. Jeder Anlauf erzählt eine neue Geschichte mit mehreren Höhepunkten und einer Katastrophe zum Schluss.

Entwickelt wurde dieses Kleinod von einem überraschenden Team aus Indie-Superstars. Es pflegt einen handfesten Lo-Fi-Stil, der direkt im Gesicht der Spieler einschlägt. »Disc Room« klingt cool und sieht stilbewusst aus. Es besitzt sogar eine Story mit freischaltbaren Comics, die aber eher ein Meta-Witz ist. Auch die Panels zu studieren, dauert länger als eine Partie.

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