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Doom (1993)

Doom (1993)

Der Klassiker

Begeistert schrieb 1994 der PC Games-Redakteur Thomas Borovskis über »Doom«: »Vielleicht ist das Spiel auch der Vorreiter einer neuen Generation von Computerspielen. Die virtuellen Umgebungsgrafiken geben bereits einen Vorgeschmack darauf, was der oft missbrauchte Begriff Virtual Reality einmal werden könnte.« Knapp ein Vierteljahrhundert später merkt man »Doom« sein Alter zwar deutlich an, Spaß macht die Dämonenschnetzelei aber immer noch. Das lag vor allem am Spielgefühl. Den namenlosen Doom-Marine steuerte man aus der Ego-Perspektive über die Marsmonde Phobos und Deimos. Mit zahlreichen Wummen trat man diversen Höllenkreaturen in den Hintern und löste immer wieder kleinere Schalterrätsel. Erkundung, Kampf und Rätselaufgaben: Nach seinem Ego-Shooter-Debüt »Wolfenstein 3D« von 1992 etablierte Entwickler »id Software« nun endgültig das Ego-Shooter-Gameplay. Unterstützt wurde die Spielmechanik von der neuartigen Grafik. Die 3D-Engine konnte unterschiedlich hohe Räume und Lichtquellen darstellen, was für enorme Abwechslung sorgte. Zusammen mit dem schrammeligen Metal-Soundtrack wurde das Spiel zu einem höllischen Vergnügen. Weniger Spaß verstand hingegen die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM). Wegen der Gewaltdarstellung wanderte der Mars-Shooter 1994 auf den Index und kam erst 17 Jahre später wieder aus dem Giftschrank, bis er 2012 eine USK-16-Freigabe erhielt. Im Mai 2016 erschien mit »Doom« dann der Serien-Reboot. Auf aktuellen Gameplay-Schnickschnack wie eine automatische Regeneration von Lebensenergie verzichtete die Neuauflage – und wirkt so wie eine Zeitreise in alte Shooter-Zeiten. Denis Giessler


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