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House of the Dead (1996)

Für Jugendliche aus Japan ist es bis heute selbstverständlich, in die Videospielhalle zu gehen. Die blinkenden Arcade-Automaten, die unersättlich nach Münzgeld verlangen, sind ein sozialer Treffpunkt für die ganze Familie. Ein Highlight der Arcade-Spiele in Japan war das im September 1996 ausgelieferte »House of the Dead«.

Das Zombie-Spiel wurde von den Sega-Entwicklern in nur 15 Monaten zusammengezimmert und war ein sogenannter Rail-Shooter. Zwei Spieler bewegten sich aus der Ego-Perspektive auf festgelegten Bahnen durch das namensgebende Herrenhaus, in dem das Böse hauste. »Resident Evil«, das ein halbes Jahr zuvor erschienen war, hatte Zombies in Videospielen wiederbelebt und war langsamer und taktischer. »House of the Dead« hingegen war eine Achterbahnfahrt mit sensationeller Grafik.

Eine Achterbahnfahrt, die Spieler in Deutschland in Arcade-Form niemals sehen sollten. Nicht nur, dass Videospielhallen seit Mitte der achtziger Jahre stigmatisiert und praktisch kaum noch existent waren. »House of the Dead« ist bis heute indiziert. Dem Einfluss des Shooters hat das nicht geschadet. Zombie-Vater George A. Romero sagte 2013 in einem Interview, erst »Resident Evil« und »House of the Dead« hätten sein Zombie-Konzept in der Popkultur des 21. Jahrhunderts beliebt gemacht.

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