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Khruangbin

Mordechai

Dead Oceans

Bewertung: 4 Kreuzer

Khruangbin sind die Konsens-Entspannungsband von Plattenfreunden und -freundinnen dieser Tage. Ungefähr das, was Air für die Neunziger waren. Wenn auch stilistisch völlig anders. Khruangbin überzeugen die vom Streaming-Zeitalter geplagten Single-Junkies auf sanfte Art, mal wieder ein komplettes Album zu hören. Die ersten beiden regulären Longplayer konnten wir problemlos ganztägig auf Repeat laufen lassen. Und praktischerweise gleich in der Hängematte bleiben. Daran ändert sich auch auf dem Drittling nichts. Allerdings gibt es hierauf mehr Songs mit Single-Attitüde, was die Platte weniger kohärent wirken lässt. Die kürzlichen Ausflüge Richtung Dub, Funk und Soul hallen auf »Mordechai« angenehm nach. Bisher ging es bei der texanischen Band überwiegend instrumental zu. Jetzt gibt es wesentlich mehr Gesang, was den zurückgelehnten, trackhaften Charakter aber nicht bricht. Das grundsätzliche Khruangbin-Gefühl bleibt erhalten. Und wir freuen uns unverhohlen, dass es offenbar kaum ein Genre gibt, welches Khruangbin nicht mühelos in ihr Repertoire zu integrieren wissen.

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