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Lael Neale

Acquainted With Night

Sub Pop

Bewertung: 5 Kreuzer

Lael Neale wuchs auf einer Farm in Virginia auf, lebt aber bereits seit zehn Jahren in Los Angeles. Dort ist sie in diversen Clubs aufgetreten, tat sich jedoch bisher immer schwer mit Aufnahmen ihrer Musik. Orgel, Violine, Gitarren und Schlagzeug schienen die unmittelbare Poesie ihrer Songs eher zu verwässern als zu unterstreichen. Rettung nahte in Gestalt des genialen Instrumentes Omnichord.

Ausgerüstet mit dieser Wunderwaffe und einem Vier-Spur-Rekorder nahm sie die Songs zu Hause auf. Ohne Kollegen und damit auf das Wesentliche beschränkt: Ihre kristallklare Stimme, die über den magisch-märchenhaften Klängen des Omnichords schwebt. Alle Stücke sollten in einem Anlauf im Kasten sein. Dieses selbst gewählte LoFi-Korsett ist nicht nur als Konzept spannend.

»Acquainted With Night« klingt schwer nach Demoaufnahme und dadurch wohltuend aus der Zeit gefallen. Das Album könnte genauso gut ein auf dem Flohmarkt gefundenes Tonband aus den 60ern oder 70ern sein. Wir sind uns sicher, dass diese zauberhaften Songs auch mit Band und breiter produziert funktioniert hätten. In dieser Form machen sie aber doppelt so viel Freude. Liebhaberinnen von Cat Power, Aldous Harding und Stina Nordenstam dürften

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