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Lunana. Das Glück liegt im Himalaya

Lunana. Das Glück liegt im Himalaya

BHU/CHN 2019, R: Pawo Choyning Dorji, D: Sherab Dorji, Ugyen Norbu Lhendup, Kelden Lhamo Gurung, 110 min

Ugyen möchte raus aus Bhutan, dem kleinen Königreich am Rande des Himalaya. Am liebsten nach Australien, wo es breite Strände gibt und er eine Karriere als Musiker starten könnte. Die glitzernden Lichter des Westens locken, in der Realität jedoch wird er als Lehrer nach Lunana versetzt. Das kleine Dorf existiert wirklich, derzeit zählt es sechsundfünfzig Einwohner, die an der Grenze zwischen Tibet und Bhutan mitten in den Bergen wohnen. Elektrizität gibt es dort keine, die meisten der Dörfler haben ihre Heimat noch nie verlassen. Abgeschieden leben sie im Einklang mit der Natur. Die Faszination für seinen Schauplatz merkt man Regisseur Pawo Choyning Dorji deutlich an. Er und seine Crew drehten in den Bergen, mit Solarbatterien und einer Besetzung, die zu großen Teilen aus den Bewohnern von Lunana besteht. Das geht einerseits auf Kosten der Handlung, die nur schleppend voranschreitet, führt andererseits jedoch zu dokumentarisch eindrucksvollen Bildern. Als Stellvertreter für die Zuschauer entdeckt Ugyen Lunana. Die Kamera von Jigme Tenzing fängt dabei Rituale, Gesänge, spielende Kinder und die Zubereitung von Mahlzeiten ein und immer wieder die majestätische Landschaft, grüne Hügel vor weißen Bergketten. Aufnahmen, die auch die diesjährige Oscarjury beeindruckt haben. Mit »Lunana« nominierte sie zum ersten Mal überhaupt ein bhutanisches Werk in der Kategorie Bester internationaler Film. Josef Braun


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