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Riccardo Muti

Neujahrskonzert 2021

Sony Classical

Bewertung: 4 Kreuzer

Es ist das beliebteste Klassikereignis des Jahres: das Neujahrskonzert im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins, weltweit in 100 Länder übertragen mit 60 Millionen Zuschauern. Doch in diesem Jahr trübte das schillernde Event ein fader Beigeschmack – trotz der Tatsache, dass man mit der 80. Ausgabe sogar ein Jubiläum feierte. Aber wo sonst das festliche Publikum sitzt, lauschten diesmal nur die steinernen Karyatiden. Und hätten die Österreicher nicht allen technischen Sachverstand aufgeboten, um mit einer App den Applaus der Fernsehzuschauer in den Saal zurückzuspielen, das diesjährige Neujahrskonzert wäre von einer Plattenaufnahme nicht zu unterscheiden gewesen.

Zum Glück aber – und das beweist die gleich nach einer Woche vorgelegte CD des Neujahrskonzertes definitiv – ließ sich Dirigent Riccardo Muti von der trostlosen Stimmung nicht anstecken. Für sein sechstes Neujahrskonzert hatte er ein originelles Programm zusammengestellt, dem er mit einem Gruß an seine Heimat, einer schneidigen Quadrille, die Johann Strauß zu italienischen Opernarien komponiert hatte, die Krone aufsetzte.

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