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The Climb Größeres Bild

The Climb

Auf und Ab

Passage Kinos, ab 20.8.

Bewertung: 4 Kreuzer

USA 2019, 94 min, R: Michael Angelo Covino, D: Michael Angelo Covino, Kyle Marvin, Gayle Rankin

Mike und Kyle sind beste Freunde. Gemeinsam erklimmen sie die französischen Alpen auf ihren Rennrädern. Der sportliche Mike radelt voran, Kyle strampelt schweißgebadet hinterher. Als Mike seinem Kumpel allerdings beichtet, dass er mit dessen Verlobter Ava eine Affäre hatte, sich kurz darauf mit einem 2CV-Fahrer anlegt und im Krankenhaus landet, wo ihn Ava in seine Arme schließt – ist die Stimmung im Keller. Trotzdem verbindet Mike und Kyle ein seltsames Band, das so ein Ereignis nicht aus dem Tritt bringen kann. Das liegt zum einen an der gutmütigen Naivität Kyles, andererseits an Mikes Beharrlichkeit, wenn er etwa plötzlich bei der Hochzeit seines besten Freundes auftaucht, um ihn von der Ehe mit Marissa abzubringen. Basierend auf seinem Kurzfilm von 2018 erzählt der US-amerikanische Autor, Regisseur und Hauptdarsteller Michael Angelo Covino von einer Männerfreundschaft, die durch Höhen und sehr, sehr viele Tiefen geht – und trotzdem überlebt. Dass »The Climb« so ehrlich und entlarvend ist, liegt dabei auch an der echten Freundschaft zwischen Covino und seinem Leinwandpartner Kyle Marvin, mit dem er auch das Drehbuch verfasste. So entstand eine Indie-Perle, die bekannte Motive der vertrauten Buddy-Comedy nimmt und mit frischen Ideen versieht. Ein herrlich trockener, mal tragischer, meist aber urkomischer Film, der beim Filmfestival in Cannes den »Coup de Cœur« – den Preis der Herzen – in der wichtigen Nebensektion »Un Certain Regard« gewann.

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