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Tomb Raider (1996)

Ursprünglich sollte die bekannteste Videospielfigur der Welt eigentlich ein Mann werden und später »Cruz« mit Nachnamen heißen. Weil Chef-Designer Toby Guard die weibliche Spielfigur aber bevorzugte, entschied er sich für Lara Croft als Protagonistin des »Tomb Raider«-Franchises. Mit dem ersten Teil nahm das Grabräubern seinen Anfang.

Eine weibliche Spielfigur war damals eine absolute Ausnahme. Zwar wäre Lara in der Realität mit spitzen Polygonbrüsten und winziger Taille nicht überlebensfähig gewesen, ermöglichte so aber erst den Diskurs über die Darstellung von Frauen in Games. Durch ihre taffe Art brach sie die Dominanz männlicher Spielfiguren. »Tomb Raider« orientierte sich an Plattformern wie »Prince of Persia« und übertrug sie auf 3-D-Levels.

Anders als in 2-D-Welten war das Orientieren hier viel schwieriger. Die Entwickler bauten ihre Welten deshalb aus quadratischen Blöcken, die exakt auf die Sprünge von Lara ausgerichtet waren. Sprungpassagen, Erkunden und Ballern: Das moderne Action-Adventure war geboren.

Nach »Tomb Raider« explodierte das Franchise: Lara hatte Auftritte in Musikvideos, 2001 übernahm Angelina Jolie die Rolle der Grabräuberin. Und auch für alle Nachfolger gilt: Nein, es gibt keine geheime Sprungkombination, die Lara entkleidet.

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