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Varda par Agnès Größeres Bild

Varda par Agnès

Ein Künstlerleben

Passage Kinos, 2.2. (Preview), ab 6.2., Cinémathèque in der Nato, 20., 23.–26.2., Cineding, 27.–29.2.

Bewertung: 4 Kreuzer

F 2019, Dok, 115 min, R: Agnès Varda

Mehr als sechzig Jahre lang bereicherte Agnès Varda das Kino. Die gebürtige Belgierin war eine Schlüsselfigur des europäischen Films und die »Großmutter der Nouvelle Vague«. Doch der Spielfilm reichte ihr nie. Auch in Fotografien und Skulpturen drückte sie sich aus und drehte zahlreiche Dokumentarfilme. Wohl niemand hätte ihr Leben besser in Szene setzen können als sie selbst. »Varda par Agnès« ist ein Streifzug durch ihre Kunst, eine Biografie anhand der Werke, in ihren eigenen Worten. Persönliches erfährt man nur am Rande, dafür viel über ihre unbändige Leidenschaft für die Kunst. Frühe filmische Gehversuche, ihr Durchbruch mit »Cléo – Mittwoch zwischen 5 und 7«, Dokumentarfilme in den USA über die »Black Power Generation«, ein Porträt ihrer Freundin Jane Birkin und immer wieder ist da ihr Partner und Lebensgefährte Jacques Demy. Ihre Themen waren stets ihr eigenes Leben, geliebte Menschen, die Gesellschaft, die sie umgab, und die Widersprüchlichkeiten, die sie auszeichnen. Im Abbilden der Realität ist ihr immer die Lust am Experiment geblieben. So ist »Varda par Agnès« nun ihr letztes Werk geworden. Eine quirlig-kunstvolle filmische Biografie. Zwei Stunden Filmgeschichte. Ein Fest für Cineasten und ein Aufruf zur Kreativität, sofern man Auge und Ohr für ihre Sicht der Welt mitbringt. Und ein Abschiedsbrief: Kurz nach der Fertigstellung starb die Künstlerin im stolzen Alter von 90 Jahren.

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