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Wattam

Entwickler: Funomena / Publisher: Sony Interactive / Plattform: PC, PS4 / Preis: 20 €

»Du bist jetzt ein Käckerchen!«, ruft ein durch die Gegend rennender Riesenmund. Er hat den Bürgermeister verschlungen, der vorher vom Baum zum Brokkoli gemacht wurde. Was klingt wie das Gebrabbel eines Dreijährigen, spielt sich auch so. »Wattam« ist das neueste Werk von »Katamari«-Erfinder Keita Takahashi. In seinen früheren Spielen ging es noch darum, möglichst viele Dinge zu einer riesigen Kugel aufzurollen, diesmal muss die Welt wiederbevölkert werden – von Mündern, Bürgermeistern und Käckerchen eben.

In einer Mischung aus dem Buch Genesis, einem Fiebertraum und Dauerschleife Teletubbies spielen wir diese »Dinge«, die sich anfreunden, aufeinanderspringen und sich gegenseitig in die Luft jagen. Peu à peu kommen neue Freunde und Welten hinzu. Oh nein, das Telefon weint, die Sonne hat ihm den Hörer geklaut! Oh ja, die Bowling-Bahn ist wieder da! Wer sich trotz der sehr gewöhnungsbedürftigen Steuerung, der schlimmen Kamera und des sehr düdeligen Soundtracks an dieses Arrangement gewöhnen kann, der fühlt sich auch wieder wie ein wildes Kind, das wirklich alles und jedes faszinierend findet.

Dabei sind die eigentlichen Aufgaben des Spiels nicht schwer, aber manchmal fragt man sich doch sehr lange, was jetzt genau von einem erwartet wird. Vielleicht sollte man also den Controller lieber an ein Kind weiterreichen. Denn die Geduld, die man für »Wattam« braucht, ist sicher nicht jedem beschieden.

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