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Mit Aluhut gegen die Verschwörung

Die erste Montagsdemo in Halle wurde von einer Gegendemo begleitet

Aluhüte in Halle. Foto: Markus Kowalski. Größeres Bild

Auch Halle hat jetzt eine Montagsdemo. Schneller als in Leipzig formierte sich doch auch eine Gegendemo. In der Messestadt wiederum warfen die Veranstalter das erste Mal Nazis aus der Veranstaltung.

Nach dem bereits mehrere sogenannte Montagsdemos in Leipzig – und bundesweit an rund 30 anderen Orten – stattfanden, ist die Protestwelle auch in Halle angekommen. Rund 200 besorgte Bürgerinnen und Bürger demonstrierten am Montagabend auf dem Marktplatz für Frieden, eine ehrliche Presse und soziale Gerechtigkeit. Für kontroverse Diskussionen sorgte die Annahme, dass rechtsradikale Gruppen die friedlichen Proteste instrumentalisieren könnten oder andere mit der Sündenbock-Logik die Übel der Welt geißeln und damit strukturellem Antisemitismus Vorschub leisten würden. Nachdem die Facebook-Seite der Halleschen Montagsdemo mit über 1.000 Likes die Veranstaltung angekündigt hatte, rief das Bündnis »Frieden ohne Aluhut« kurzerhand zur Gegendemo auf.

Die fünf Hochschulgruppen RCDS, Jusos, Liberale, GHG und SDS sowie die Halleschen Jugend-Parteiorganisationen Junge Union, Jusos, Grüne Jugend, Junge Liberale und solid-Linksjugend waren mit cirka 50 Personen an der Gegendemo beteiligt. Während die Montagsdemonstranten energisch Reden hielten, standen die Studierenden nur ruhig daneben, einige trugen aus Alufolie gebastelte Hüte auf dem Kopf. Der Aluhut steht laut Veranstalter symbolisch für Verschwörungstheorien. Inhaltlich mahnten die Studierenden die Besucher der Montagsdemo mit Flugblättern, nicht »mit vereinfachten Lösungen nach Sündenböcken« zu suchen.

Die Montagsdemonstranten dagegen waren verärgert über die Gegendemo. »Alles gekauft«, meinten einige. »Hier geht es doch um Frieden!«, stellten andere fassungslos fest. Um einen Wartburg mit Lautsprechern und in DDR-Volkspolizei-Lackierung versammelten sich die Bürger. In den Reden spekulierten sie über die Verursacher der Krim-Krise. Eine Security-Firma bewachte die Montagsdemo zusätzlich zu den Polizisten.

Plötzlich standen einige Jugendliche auf der Rathaustreppe auf, riefen »Keinen Frieden mit Antisemiten«. Mit einem Banner und einer Israelflagge forderten sie »Kommunismus statt Antisemitismus«. Die Studierenden mit Aluhut stellten sich spontan zu ihnen, die restlichen Studierenden klatschten euphorisch Beifall. Dann versuchen die vermummten Jugendlichen, in die Menge der Montagsdemo zu drängen und sie damit zu stören. Dort hielt sie die Polizei auf und schob sie zurück. Nach kurzer Zeit beschimpften sich die Demonstranten beider Seiten gegenseitig. Ein alkoholisierter Mann brüllte von der Rathaustreppe. Im Vorbeigehen sagte ein Mann von der Montagsdemo entnervt: »Irgendwie haben doch alle recht.« Nach einer Stunde war dann die Luft raus und die Demo verlief sich. Der Protest der Studierenden war eine erste, schnelle Reaktion. Mehr als die Empörung der Montagsdemonstranten über die »von den etablierten Parteien gekauften Gegendemonstranten« blieb aber nicht. Es bleibt abzuwarten, was nächsten Montag folgt.

Nichts Neues hingegen gibt es aus Leipzig zu berichten, wie ein Anwesender dem kreuzer mitteilte. Menschen schütteten sich ihren Seelen erneut zu verschiedenen Themen aus, die mehr oder weniger mit Frieden zu tun haben. Zu »Let it Be« von den Beatles stiegen Luftballons in den Himmel, einige Gegendemonstranten trugen Schilder wie »Geilo« und »Ich bin das Volk«. Dieses Mal machten die Veranstalter Ernst mit der Abgrenzung gegen rechts: Nachdem ein Antifa das Mikro ergriff und auf zwei Nazis hinwies, wurden diese durch die Veranstalter von der Kundgebung ausgeschlossen.

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Dein Kommentar

20 Kommentare

  1. Peter H. | 3. Mai 2014 | um 12:33 Uhr

    Der Kreuzer betreibt einfach systemfreundliche Propaganda.
    Desinformation und Vorverurteilung sind auch eine Form der Verherrlichung.
    Das sich die Montagsdemos noch nicht ganz exakt positionieren können und es innerhalb dieser Meinungsverschiedenheiten gibt, ist kein Grund die längst ausgeleierte Nazikeule auszupacken.

    Ich seh hier keine Antifa oder Hochschulgruppe mal das Fiat-Money Geldsystem oder FalseFlag-Angriffe der USA oder von Israel hinterfragen.

    Und das mit dem Aluhut ist auch einfach nur peinlich.

  2. H. U. | 2. Mai 2014 | um 19:06 Uhr

    Also, ich fazialpalmiere hier gerade ob des Unsinns von „Dreck“ vor mich hin. Es ist ja bewiesen, wozu die Montagsdemos benutzt werden. Da gibt es ein schönes Lendenschürzchen davor, dass man doch für die Freiheit der Möwen demonstriert, aber im Prinzip sind die Demos einfach nur Mittel zum Zweck.
    Ich finde den Bericht des Autors gelungen. Ja, ein wenig mehr von beiden Seiten hätte dem Artikel nicht schlecht getan, aber die Gegendemo war nun einmal Gegenstand des Artikels.

    Disclaimer: Ich verorte mich weder links noch rechts. Mit beiden Extremen habe ich nichts am Hut. Und ich finde, dass uns die Medien einlullen. Da tut es ganz gut, wenn mal ein Debattenbeitrag etwas anders verläuft.

    Vielen Dank für die Aufmerksamkeit, zurück ins Studio und die angeschlossenen Rundfunkanstalten.

  3. Dreck | 2. Mai 2014 | um 13:09 Uhr

    Du verurteilst 200 Demonstranten ohne auf deren Belange einzugehen, aber widmest der rechtsradikalen Flaggenschwinger-Fraktion das Titelbild und die Überschrift.

    Warum schreibst du denn nicht über die Belange der 200 Demonstranten?
    Du schreibst so, als wenn das wirklich „Antisemiten“ wären.

    Die tolle Antifa stürmt die Bühne und entwendet das Micro, und das ist dann so ne Art Normalität Leute öffentlich zu denunzieren…

    Aber die Antifa sowie deine BRD-Hochschulgruppen da, sind ja Teil des Systems.

    Als wenn du einmal hinterfragt hättest was da wirklich abläuft.
    Such weiterhin mit der Lupe nach Nazis und „Homophoben“..

    Grüße an Adorno und so….

  4. Dreck | 2. Mai 2014 | um 13:02 Uhr

    Nee Markus, du bist gekauft.
    Außerdem viel zu jung um zu begreifen das du letztendlich verherrlichst.

    Die Überschrift und das Titelfoto sagt alles!
    Du vertrittst indirekt rechtsradikale pro-zionistische Meinungen.

    Aber sei Dir bewusst:

    Ein Nichtjude kann kein Zeugnis ablegen. – Jabmuth, Fol. 47a

    Du bist auf dem BRD-Gutmenschen-Trip…

  5. Markus Kowalski | 1. Mai 2014 | um 23:34 Uhr

    Sehr geehrte Kommentatoren,

    ich bitte, von gegenseitigen Beschuldigungen Abstand zu nehmen.
    Zur Klarstellung:
    – Ich bin als Journalist nicht „gekauft“. Es handelt sich bei dem Artikel um eine Beschreibung der vorgefundenen Demonstrationen. Die Gegendemo wird näher betrachtet, da es die erste breit organisierte Gegenaktion war. Die kreuzer-Autoren handeln in ihrer Meinungsbildung unabhängig.
    – Ich „verherrliche“ im Artikel weder den Kommunismus, noch „bejahe“ ich die Gegendemo. Es handelt sich, wie bereits geschrieben, um eine Beschreibung.

    Ich bitte also von solchen Beschuldigungen und Beleidigungen Abstand zu nehmen. Für konstruktive, nicht beleidigende Kritik bin ich allerdings immer offen.
    M. Kowalski

  6. Dreck | 1. Mai 2014 | um 13:20 Uhr

    Ihr habt keine Chance gegen die Wahrheit.
    Auch nicht dieser gekaufte Journalist.
    Ihr habt keine Chance!

    Und wenn ihr mit Polizei und Gewalt droht, so ist das ein Zeichen das ihr es nicht ernst meint und Faschos seid.

    „Nazi“
    „Baseballschläger“
    „Staatsanwaltschaft“
    „Homophobie“-Vorwurf ohne Zusammenhang
    „Tourette-Syndrom“
    „Aluhauben gegen Verschwörung“

    Israelflaggen….

    Ihr seid entlarvt.

    Einfach peinlich.

  7. Dreck | 1. Mai 2014 | um 09:08 Uhr

    Wer mit Israelflaggen rumrennt und auf Demos Antisemit schreit, ist wahnsinnig. Das ist in Wahrheit rechtsextrem.
    Ihr seid keine Juden, ihr seid auch nur Gojims.
    Rafft das doch einfach.

  8. Dreck | 1. Mai 2014 | um 08:58 Uhr

    „nicht so effektiv wie Baseballschläger“

    indirekte Gewaltandrohung.
    Aber das dürft ihr ja weil ihr die linken Gutmenschen seid.

    Alles was nicht der eigenen Ideologie entspricht muss niedergeknüppelt werden.
    Das nennt ihr dann weitsichtig und weise.

    Oh man, aber ich verzeihe Dir und deinem Trauma durch Umerziehung.

  9. Dreck | 1. Mai 2014 | um 08:55 Uhr

    Ja ab an die Staatsanwalt.
    Denunzieren kann die Antifa ja super, da holt man gern mal die Polizei.
    Ansonsten ACAB usw.

    LOL

    Was soll der Käse?

    Der Autor verherrlicht den Kommunismus bzw. bejaht er die Gegendemo diesen verherrlicht. Deswegen die Zitate.

    Deutsche sind einfach nur saudumm.
    Immer fein sich selber bekämpfen und mit Flaggen des Rothschil-Staates rumlaufen. Und wenn man mal Zitate postet laut Nazi schreien und nebenher mal „Homophobie“-Vorwurf ablassen…

    Gegen Staat sein, gegen Frieden sein, aber Leute an die Polizei ausliefern wollen. Oh ja, Gedankenpolizei.

    Hier darf man ja nichts sagen, Leute werden Jahre eingesperrt weil sie Bücher schreiben. Aber keiner kommt auf die Idee zu hinterfragen. Wer ist hier der Fascho?

  10. Woody | 30. April 2014 | um 21:21 Uhr

    Hier ein weiteres Juden-Zitat, extra für den offenkundig mit einem speziellen Tourette-Syndrom geschlagenen Kommentator:

    http://www.youtube.com/watch?v=BCb2Le3wtIk

    @ Redaktion: Ihr leitet die entsprechenden Auswürfe von „Dreck“ doch hoffentlich an die Staatanwaltschaft weiter, oder? Zwar nicht ganz so effektiv wie Baseballschläger, aber immerhin ein Anfang.

  11. Dreck | 30. April 2014 | um 12:08 Uhr

    Googeln Sie mal nach Germar Rudolph, Rheinwiesenlager, Hooton-Plan, Morgenthau-Plan….

    Ich leugne außerdem nichts, weil wenn ich was leugne, müsste ich das geleugnete ja selber „glauben“…….

    LOL

    jojo ich bin ein Nazi in Ihrer heilen Welt.

    Lass stecken Markus

  12. Dreck | 30. April 2014 | um 12:04 Uhr

    Naja, sie können gerne nach Gaskammern suchen wenn Sie nichts zu tun haben.
    In Deutschland steht die Wahrheit ja unter Schutz des Gesetzes und man wird härter als ein Gewalttäter bestraft – sagt alles. Deswegen lassen wir das mal, gelle?

    Zumindest hat Churchill in seiner Autobiographie kein einziges Mal von Gaskammern geschrieben. Sie outen sich nur als Unwissender, Sie wissen es nur nicht. Sie wissen nichts, dass ist der Knackpunkt. Es ist zwecklos mit Leuten wie Ihnen auf so einer kontrollierten Plattform wie hier das zu besprechen. Im Prinzip arbeiten Sie nur mit Vorverurteilungen und Denunzationen.

    Und ihre Nazi-Keule ist leider auch 20 Jahre zu spät.

  13. Wintersocken | 30. April 2014 | um 07:47 Uhr

    Vielen Dank an den sympathischen Vorposter (der Name ist Programm?)! Es fehlen noch ein paar Zitate zur Holocaust – Leugnung und irgendwas hässliches gegen Homosexuelle. Mit Ihren Kommentaren bestätigen Sie doch nur was der Text bereits klar stellt, nämlich dass diese Montagsdemos von Nazis unterlaufen werden (Ja, dank gestrigem Gerichtsurteil darf ich Sie und Ihre Brüder im Geiste so nennen).

    P.S. Das mit den Aluhüten haben Sie richtig verstanden, Respekt!

  14. Dreck | 30. April 2014 | um 05:58 Uhr

    sehr erbärmlicher Artikel.
    Auch diese Dittfurth, welche diesen Aluhutscheiss sich ausgedacht hat, hat nachweislich Verbindungen zur MSM-Propagandaabteilung.
    Abgesehen daon verstehe ich das mit dem Aluhut nicht – Funkstrahlung ist wissenschaftlich nachgewiesen als Erzeuger von Krankheiten.
    Oder soll das auf „Chemtrails“ anspielen? Oder auf Nanopartikel?

    Interessant immer wieder wie der Kreuzer sich Subjektiv nennt aber am Ende nur MSM-Dreck schreibt.