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Kunst

Das Prinzip coop

... Hannes Meyer und die Idee einer kollektiven Gestaltung«. Manchmal wirkt es schon frappierend, was die Menschen am Bauhaus der zwanziger Jahre praktizierten. Wie beispielsweise, im Kollektiv zu denken und zu handeln. Mit dem zweiten Bauhausdirektor - Hannes Meyer - wurde nicht nur das »Cooperative« eingeführt. Er stellte auch den Volksbedarf vor den Luxusbedarf. Architektur war für ihn Gesellschaftslehre. Allesamt willkommene Gründe, um mal wieder die Stadtgrenzen zu verlassen.

Bauhaus Dessau, ab 21.5.

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Literatur

André Herzberg, »Alle Nähe fern«

André Herzberg, Frontmann und Sänger der legendären Rockband »Pankow«, hat sich ja längst auch als Literat einen Namen gemacht. Jetzt legt er den Roman seiner Familie vor. »Alle Nähe fern« ist ein berührendes Zeugnis deutsch-jüdischen Lebens vom Kaiserreich über das Dritte Reich, die vielen Stationen der Emigration bis hin zur Rückkehr - in die DDR. Großartig, wie Herzberg das alles erzählt, ohne Pathos und pompöse Ausschweifung. (Foto: Gerald von Foris)

Lehmanns Buchhandlung, 9.6.

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Literatur

Poetisiert Euch

Als Jan Wagner den Preis der Leipziger Buchmesse gewann, hieß es: Die Lyrik ist wieder da! Aber da war sie es natürlich schon längst. Und das verdankt sich mutigen Independents wie dem Verlagshaus J. Frank. Zu dessen zehntem Geburtstag touren die drei VerlegerInnen nun mit ihrem Programm »Poetisiert euch!« durch die Lande. In Leipzig werden sie dabei unterstützt von ihren Autoren Jan Kuhlbrodt, Carl-Christian Elze, Thomas Podhostnik und Gerlinde Meyer. (Foto: Hans Praefke)

galerie KUB, 3.6.

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Musik

Alabama Shakes

Brittany Howard schreit. Zumindest manchmal in Songs wie »Don't Wanna Fight«. Und genau dann weiß man, was eigentlich so toll an Soul ist. Nur dass die Alabama Shakes aus Alabama (!) keine Soul-Band sind, sondern vielmehr eine Southern-Rock-Band mit ganz viel Blues und anderen Einflüssen aus den Sechzigern und Siebzigern. Und mit Howards Stimme. Die nicht nur schreien kann, sondern auch säuseln und singen. Und alles immer aus voller Seele.

Conne Island, 30.6.

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Musik

Lydia Lunch Retrovirus

»The more they kill the more I fuck«, hat Lydia Lunch mal gesagt. Die 56-Jährige ist wütend, singt gegen Kommerz und bürgerliche Spießigkeit. Die Dichterin und Künstlerin gründete in den siebziger Jahren die No Wave-Band Teenage Jesus and the Jerks, arbeitete danach mit Nick Cave, Sonic Youth oder Henry Rollins zusammen. Im UT wird die New Yorkerin ihre Punk-, Noise- und Jazz Noir-Songs aus 35 Jahren präsentieren.

UT Connewitz, 18.6.

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Clubbing

Blau & Broke(n)

Die Geburtstagsfeiereien zum 20. Bestehen des Lieblingslokalradios werden schon seit einigen Wochen begangen, nun begibt sich Radio Blau in die Distillery, um zu Drum'n'Bass, Dubstep, Hiphop, Dub und Electronica zu tanzen. Schließlich widmen sich mehrere Sendungen diesen Richtungen. Zum ersten Mal treffen sich nun die Breakbeat-Allstars des Senders - ob sie nun zu It's Yours, den Downtownlyrics oder Vibes Ambassadors gehören - um zusammen aufzulegen.

Distillery, 5.6.

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Clubbing

Vertigo VIII

Cio D'Or hat eine Vorliebe für Pink Floyd. Auf ihrem Debütalbum »Die Faser« klingt diese durch und manchmal auch in Sets der DJ und Produzentin, die sich abgesehen davon eher in Minimal, Techno und dunklem Dub bewegt. Mit ihrem neuen Album »All in all«, das auf Semantica Records erschienen ist, kommt die Kölnerin, die mit dem Auflegen im Münchner Ultraschall begonnen hat, nun auch zur Vertigo-Reihe ins IfZ.

Institut für Zukunft, 13.6

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Theater

Before night comes ... Tre donne

Oper und Freie Szene in einer gemeinsamen Produktion: Nachdem das Vorspiel auf der Opernprobebühne gelaufen ist, folgt Teil zwei. In »Tre donne« kommen drei Frauenporträts in Tanz und Theater in die Schaubühne. Ihre Hoffnungen, Sehnsüchte, Ängste werden in einer Verbindung barocker Arien und zweier Avantgardisten des 20. Jahrhunderts lebendig. Ein die Szenegrenzen überspannendes Projekt, das nicht nur deshalb sehenswert ist. (Foto: Kirsten Nijhof)

Schaubühne Lindenfels, 13./14.6.

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Theater

Zeichen und Wunder

Die Oper Dynamo West zeigt ihr Finale vom »Wunder Opus 5«-Zyklus. Zwei Jahre lang war der Leipziger Westen eine Inspirationsquelle für Musiktheateraktionen. Nach Handy-Orchesterspiel, musikalisch frisiertem Salon und Wohnutopien sollen »Zeichen und Wunder« geschehen. Zusammen mit Quartier-Bewohnern gestaltete die Gruppe einen Parcours mit Volksliederstationen rund ums Lofft und lädt zum Spaziergang zu den Themen Liebe und Abschied, Freunde und Heimat. (Foto: Dr. Karl-Heinz Hochhaus)

Lofft, 6./7.6.

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Film

Der zweite Blick - Social Club Buena Vista

Kino draußen ist nicht nur für Raucher die vielleicht letzte Bastion im öffentlichen Raum, um ihrer Gewohnheit zu frönen. Es schafft Gemeinschaft, egal ob man bei Regen enger zusammen rückt oder bei den letzten Sonnenstrahlen dem Nachbarn in die Augen sehen kann. In Leipzig flimmert die Kinobar seit Mai auf der Feinkost, das Luru-Kino in der Spinnerei beginnt im Juni und im 2cl Sommerkino am Conne Island geht es am 2.7. mit »Fargo« los. Bessere Gründe für Cineasten auch mal an die Luft zu gehen, gibt es eigentlich nicht.

Sommerkino auf der Feinkost, 7.6.

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Kunst

Ecce! Hartwig Ebersbach. Retrospektive

80 Arbeiten aus dem Schaffen von Hartwig Ebersbach präsentieren die Kunstsammlungen Zwickau, und das nicht ohne Grund. Hier wurde er 1940 geboren, ging zur Mal- und Zeichenschule, in die Museen. Von hier aus startete Ebersbach weiter in Richtung Leipzig und HGB, entwickelte einen expressiven Malstil weit über die bloße Leinwand hinaus. Als Mitglied der Gruppe 37,2 sollte beispielsweise Kreativität in die Betriebe und die Gesellschaft zu Beginn der achtziger Jahre gebracht werden. Jetzt zeigt sich in Zwickau das variantenreiche Werk.

Kunstsammlungen Zwickau, bis 9.8.