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DOK Leipzig

DOK Leipzig - 57. Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm

Ende Oktober fliegen wieder die Tauben über Leipzig. Noch herrscht Stillschweigen darüber, welche Filme von den 2.350 Einreichungen aus 119 Ländern letztendlich ausgewählt wurden. In den kommenden Wochen gibt es sie im kreuzer DOKblog zu lesen, der auch in diesem Jahr das Festival begleiten wird. Ein paar Informationen konnten wir Festivalleiter Claas Danielsen bereits entlocken und werfen zudem einen Blick auf die Sonderprogramme.

Passage Kinos, CineStar, Cinémathèque in der naTo, Schaubühne Lindenfels, 27.10.-2.11.

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Literatur

So reicher Fang im leeren Fischkorb

Ein Reiner kommt - meist allein. Nicht so bei uns: Der andere Reiner heißt mit Nachnamen Kunze und ist einer der ganz Großen. Seine ersten Gedichte veröffentlichte er 1953 und hat seither nicht damit aufgehört. Nach dem Untergang der DDR erhielt Kunze als einer der Ersten Einblick in seine Stasi-Akten, die er in Auszügen dokumentierte. Nun liest er in einer Art Werkschau Prosa und Lyrik aus einem halben Jahrhundert. (Foto: Schelm)

Stadtbibliothek, 27.11.

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Literatur

Reiner Stach »Kafka. Die frühen Jahre«

Rainer Stach hat an seiner Kafka-Biografie länger geschrieben als Franz Kafka an seinem Werk. Nun hat er den dritten und letzten Band vorgelegt, der sich aber nicht mit dem Ende, sondern mit dem Lebensanfang des Jahrhundertschriftstellers beschäftigt, seiner Jugend und der Welt, in die er hineingeboren wurde: Prag. Abermals beeindruckt Stach durch überbordenden Kenntnisreichtum, nüchternes Urteil und erzählerische Brillanz. (Foto: Andibrunt/Zenodot Verlagsgesellschaft mbH)

Lehmanns Media, 13.11.

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Theater

Jeder kann alles besser als ich - Von Hochstaplern und Wendekindern

Die Wendegeneration und das Hochstapler-Syndrom: Hier wird analysiert, was zusammengehört. Die Produktion geht davon aus, dass sich das Gefühl, dass es alle anderen besser können als man selbst, bei vielen Wendekindern eingeschlichen hat. Aufgrund von persönlichen Erlebnissen, Interviews und Texten wird diese Generation befragt. Ums Abbild einer harmonischen Generationsgemeinschaft oder eines Kuschelkollektivs aller Gleichaltrigen geht es ausdrücklich nicht. (Foto: Christian Hanisch)

naTo, 9., 15.-17.11.

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Musik

Electronic Beats Festival

Viel cooler als Warpaint kann man eigentlich nicht sein. Vier Frauen machen düsteren Post-Indierock voller Lebensschwere und Melancholie, der aber immer auch ein wenig Freude ausstrahlt - mit mehrstimmigem Gesang, Schlagzeugsalven, psychedelischen Sounds. Zu der einzigen Ausgabe der Electronic Beats in Deutschland kommen zudem noch Wild Beats, Asbjorn und Shura nach Leipzig. Gar nicht cool ist allerdings Veranstalter Telekom.

Täubchenthal, 21.11.

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Musik

Von Spar

Viel vielseitiger als Von Spar kann man eigentlich nicht sein. Haben die Kölner vor zehn Jahren noch irgendwas Goldene-Zitronen-Ähnliches gemacht, ist das vierte Album »Streetlife« nicht nur Krautrock, sondern auch Pianodisco und Softrock. Tolle Gastsängerinnen wie Ada und Scout Niblett oder der kanadische Sänger Chris Cummings werden wohl nicht alle nach Connewitz kommen, aber berauschend wird es dennoch werden. (Foto: Markus Feger)

Conne Island, 27.11.

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Clubbing

10 Years Electric Island

Die beliebteste Electro-Tanzveranstaltung der Stadt feiert 24 Stunden lang zehnten Geburtstag und alle feiern mit: Lawrence, Steffen Bennemann, Manamana, Easydcnae, Filburt, Rentek, Onetake, Polo, Wilhelm, Neele, Feinrausmarcel, Keepa, Onkit, B.Orange, Lovekosi, Andre Auer. Und wahrscheinlich noch viele mehr. Gratulation, alles Gute und dreimal Hoch, liebes Electric Island!

Conne Island, 29./30.11.

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Clubbing

High Life & Low Sounds

Kleines Spiel: Wie viele Electro-Styles kann man in dieser Ankündigung unterbringen? Footwork, die Achtziger-Straßentanzmusik aus Chicago, ist heute wieder angesagt, nennt sich Juke und ist einfach schneller als der gute alte Ghetto House. »Juke erinnert mich an Grime. Diese totale Rohheit, die Underground-Bewegung, die Kultur, die sich drum herum formiert hat«, sagt Addison Groove, der vorher als Dubstep-Produzent Headhunter Bekanntheit erlangte. Antwort: fünf.

Distillery, 21.11.

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Film

Cinema Obscure

Der Mannheimer Verleih Drop Out Cinema, der sich im sozialen Netz selbstbewusst als »religiöse Gemeinschaft« bezeichnet, schickt mit dem Cinema Obscure Festival gleich eine ganze Reihe Obskuritäten auf Tour und macht dabei auch Station im Luru. So kommen auch wir in den Genuss von Trash (»Sharknado 2«), Klassikern (»Here Comes The Devil«) und allerlei Seltsamem (»The Strange Colour Of Your Body's Tears«). Ein Fest für Freunde des Abwegigen.

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euro-scene Leipzig

tauberbach

Willkommen im »Transit«-Raum! Das Festival für zeitgenössisches europäisches Theater hat auch in finanziell abgespeckter Form allerhand Sehenswertes zu bieten. Tänzerisches Brückenbauen und Kulturkonflikt im Duett, Aussteigerperformance und vertanzter Bach, figurative Familienhotelkomödie und Flamenco der Besessenen machen den Besuch der Euro-Scene für Durchreisende wie Stadtbewohner lohnend. Immer in schöner Bewegung bleiben! (Foto: tauberbach (les ballets C de la B/Gent (c) Chris Van der Burght)

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Kunst

Bernini. Erfinder des barocken Rom

Bernini war Bildhauer, Architekt, Maler, Autor und noch viel mehr. Seine Bauten prägen Rom - etwa der Petersplatz - ebenso wie seine Skulpturen. Er arbeitete im Auftrag von acht Päpsten, und das äußerst produktiv. Daher ist es ein sicher seltenes Vergnügen, nun im Bildermuseum die Wege seiner Ideen hin zum Werk anschauen zu können. Das Museum zeigt 200 Zeichnungen aus dem eigenen Besitz neben Leihgaben aus der Wiener Albertina und dem Vatikan. (Abb. Giovan Lorenzo Bernini, Selbstbildnis, 1665-1670, Royal Collection Trust, 2014)

Museum der bildenden Künste, vom 9.11. bis 1.2.2015

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Kunst

Hannes Broecker, Eric Keller, »Okay. Whiteout«

Das Delikatessenhaus zeigt ab diesem Monat wieder Kunst. Im Interim in der Merseburger Straße - gegenüber dem Kaufhaus Held - stellen mit Hannes Broecker und Eric Keller keine Unbekannten in Leipzig aus. Während Keller in seiner Malerei eher den sanften Ton der Melancholie sucht, darf es in den Installationen von Broecker sehr gern etwas lauter werden.

Delikatessenhaus/Interim Merseburger Str. 73, 15.11.-3.1.2015