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Literatur

So reicher Fang im leeren Fischkorb

Ein Reiner kommt - meist allein. Nicht so bei uns: Der andere Reiner heißt mit Nachnamen Kunze und ist einer der ganz Großen. Seine ersten Gedichte veröffentlichte er 1953 und hat seither nicht damit aufgehört. Nach dem Untergang der DDR erhielt Kunze als einer der Ersten Einblick in seine Stasi-Akten, die er in Auszügen dokumentierte. Nun liest er in einer Art Werkschau Prosa und Lyrik aus einem halben Jahrhundert. (Foto: Schelm)

Stadtbibliothek, 27.11.

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Musik

Von Spar

Viel vielseitiger als Von Spar kann man eigentlich nicht sein. Haben die Kölner vor zehn Jahren noch irgendwas Goldene-Zitronen-Ähnliches gemacht, ist das vierte Album »Streetlife« nicht nur Krautrock, sondern auch Pianodisco und Softrock. Tolle Gastsängerinnen wie Ada und Scout Niblett oder der kanadische Sänger Chris Cummings werden wohl nicht alle nach Connewitz kommen, aber berauschend wird es dennoch werden. (Foto: Markus Feger)

Conne Island, 27.11.

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Clubbing

10 Years Electric Island

Die beliebteste Electro-Tanzveranstaltung der Stadt feiert 24 Stunden lang zehnten Geburtstag und alle feiern mit: Lawrence, Steffen Bennemann, Manamana, Easydcnae, Filburt, Rentek, Onetake, Polo, Wilhelm, Neele, Feinrausmarcel, Keepa, Onkit, B.Orange, Lovekosi, Andre Auer. Und wahrscheinlich noch viele mehr. Gratulation, alles Gute und dreimal Hoch, liebes Electric Island!

Conne Island, 29./30.11.

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Film

Sharknado 2

Der Mannheimer Verleih Drop Out Cinema, der sich im sozialen Netz selbstbewusst als »religiöse Gemeinschaft« bezeichnet, schickt mit dem Cinema Obscure Festival gleich eine ganze Reihe Obskuritäten auf Tour und macht dabei auch Station im Luru. So kommen auch wir in den Genuss von Trash (»Sharknado 2«), Klassikern (»Here Comes The Devil«) und allerlei Seltsamem (»The Strange Colour Of Your Body's Tears«). Ein Fest für Freunde des Abwegigen.

LURU-Kino in der Spinnerei, ab 27.11.

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Literatur

Die Meisen von Uusimaa singen nicht mehr

Franz Friedrich ist übrigens der Sohn von Friedrich - »Supergeil« - Liechtenstein. Aber das spielt ja überhaupt keine Rolle. Denn »Die Meisen von Uusimma singen nicht mehr« ist eindeutig der herrlichste Debütroman der Saison. Handlung? Eher kompliziert und nicht so wichtig. Aber die Sprache: zum Niederknien. Dass das DLL noch einmal einen solchen Wunderknaben hervorbringt! Die Büchnerpreisträgerin Felicitas Hoppe (»Hoppe«) stellt die »Meisen« vor. (Foto: Jörg Steinmetz)

Haus des Buches, 9.12.

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Literatur

Michael Köhlmeier liest aus »Zwei Herren am Strand«

Michael Köhlmeier macht uns schon lange mit vielen schönen - und dicken - Erzählungen und Romanen (»Abendland«, »Die Abenteuer des Joel Spazierer«) Freude. In »Zwei Herren am Strand« erzählt er ziemlich ausgefuchst und ziemlich unterhaltsam von einer ungewöhnlichen Freundschaft, nämlich der zwischen Winston Churchill und Charlie Chaplin. Diese beiden Herren waren sich gar nicht so unähnlich, wie man vielleicht denken könnte. (Foto: Peter Andreas Hassiepen)

Moritzbastei, 14.12.

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Theater

Doppelpass: Musterhaus

Es müssen nicht immer Pfefferkuchenhäuser und Prinzessinnenschlösser sein. Das Lofft lädt zu begehbaren Grundrissen, sozialer Opernplastik, gemeinsamem Singen und Austausch darüber ein, wie man wohnen möchte. Die Gruppe Oper Dynamo West ist zurück und eröffnet das Kaufhaus Held als Ort der Wohnutopien. Bewohner der Westquartiere mischen mit in der theatralen Installation um Aufwertung und Ausverkauf, Selbstgestaltung und -behauptung. (Foto: Janina Janke)

Neues Kaufhaus Held/Merseburger/Lützner Straße, 4.-7.12.

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Theater

Winterflimmern

Zum Glück enttäuscht »Winterflimmern« alle bösen Vorahnungen an glitzernde Schneewelten und Glühweinheimeligkeit. Der Kleinkunsttempel lädt zum hauseigenen TV-Programm. Der Conferencier zieht ein Wortspiel nach dem anderen aus der Scrabble-Tüte. Der jüngste deutsche Berufszauberer beschwört ein Blind Date. Balanceakte, vertikale Tuchnummern sowie Seilspringen verführen das Poesie suchende Auge. Kleinkunst muss nicht abgeschmackt sein - hier ist der Beweis. (Foto: Tom Schulze)

Krystallpalast Varieté, 1.-18., 20.-22., 25.-31.12.

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Musik

Bolschewistische Kurkapelle Schwarz-Rot

Während andere noch 25 Jahre Mauerfall feiern, fordert die bolschewistische Kurkapelle seit 1986, das Schloss zu stürmen. Sie versteht sich selbst als fahrende Werbetrommel zur Bildung von Kurkapellen und als politisches Einsatzorchester, das Tanzbares unters Volk bringt. Das schaffen die 15 Musiker, indem sie die volkstümliche Blaskapellenbesetzung mit verzerrten Gitarren und dröhnendem Schlagzeug begleiten.

Neues Schauspiel Leipzig, 13.12.

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Musik

Owen Pallett

Er hieß einst wie das Videospiel Final Fantasy, spielte Violine bei Arcade Fire, wurde für den Soundtrack des Films »Her« mit einer Oscar-Nominierung bedacht und lieferte nebenbei Arrangements für R.E.M, Taylor Swift, Linkin Park oder The National. Nun kommt der Kanadier Owen Pallett allein auf Tour. Mit Geige, tiefsinniger Lyrik und jeder Menge Loops. (Foto: Peter Juhl)

Schauspielhaus, 9.12.

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Clubbing

Raster Noton-Labelshowcase

Wieviel Groove lässt sich aus Störgeräuschen und Signalfiepen herausholen? Dieser Frage scheinen Diamond Version in ihren Sets nachzugehen. Als visuelle und musikalische Performance zweier Avantgardisten kann man sich den Auftritt von Carsten Nicolai (Alva Noto) und Olaf Bender (Byetone) vorstellen, die zudem das Label Raster Noton betreiben, bei dem auch Emptyset und Grischa Lichtenberger die Grenze zwischen Kunst und Dancefloor aufheben.

Institut für Zukunft, 19.12.

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Clubbing

10 Jahre Lebensfreude

»Ein guter Mix sollte nie länger dauern als ein Bier runterzukriegen«, hieß es mal beim Label Lebensfreude. Wenn das hippe Berliner Technolabel nun seine zehnjährige Existenz in der Distillery mit Künstlern wie den Geschwistern Stereofysh mit ihrer Mischung aus House, Dub, Jazz, Pop und Soul, mit Delhia Frances von den Pentatones und dem Produzenten Sebastian Porter feiert, dann liegt die Länge ihrer tanzbaren Auftritte wohl vor allem an der Trinkgeschwindigkeit des Betrachters.

Distillery, 13.12.

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Kunst

10 Jahre Neubau

Kurz vor Weihnachten lädt das Museum der bildenden Künste ein, um den 10. Jahrestag im Neubau zu feiern. Der schaut sich mittlerweile fast schon weg, da die Bauten nebenan ganz andere Dimensionen eröffnen. Nun also ein sattes Programm von der Kunstpreisvergabe der Sachsen Bank an Margret Hoppe über Blockflötentöne, Führungen, Künstlergespräche bis zur Einweihung eines fast sprachlos machenden Deckenbildes von Ben Willikens. Bei freiem Eintritt kann ebenso die neue Abteilung im Untergeschoss in Augenschein genommen werden, die der Leipziger Kunst nach 1945 endlich mehr Platz gibt. Schön, auch wenn es zehn Jahre dauerte.

Museum der bildenden Künste Leipzig, 6./7.12.

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Kunst

Andy Warhol - Death and Disaster

Den »wiederholt als oberflächlich missverstandenen Künstler« Andy Warhol zeigen die Kunstsammlungen in Chemnitz. 61 Arbeiten aus der Werkgruppe zu Tod, Gewalt und anderen Schrecklichkeiten stellte dafür der Berliner Galerist Heiner Bastian zusammen. Warhol begann die Serie in den frühen sechziger Jahren, die sich um von Menschen verursachte Tragödien dreht. Ein Besuch in den Weihnachtsferien könnte dann doch ganz andere Sichtweisen auf die Realität mit sich bringen. ((c) 2014 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. / Artists Rights Society (ARS), New York)

Kunstsammlungen Chemnitz, bis 22.2.2015