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Film

Wie der Wind sich hebt

Mit seinem letzten Werk kehrt der 73-jährige Hayao Miyazaki zu seinen Anfängen zurück und schließt den Kreislauf eines Künstlerlebens. Die Faszination für das Fliegen und seine Liebe zum europäischen Kontinent beweist der Großmeister der japanischen Animation auch in »Wie der Wind sich hebt« mit liebevoll gestalteten Charakteren und einer überbordenden Phantasie. Dem Ende wohnt dabei eine gewisse Melancholie inne. Ein würdiger Abschied eines der wichtigsten Filmemacher, dessen Schaffen eine immense Bereicherung des Kinos bedeutet.

Passage Kinos, ab 17.7.

Film

The Signal

»The Signal« ist ein SciFi-Independent-Hit frisch vom Sundance Festival. Die Story um eine Gruppe von Freunden auf den Spuren eines legendären Hackers würde zwar auch eine gute »Akte X«-Folge abgeben. Aber wie schon bei seinem philosophischen Debüt »Love« punktet William Eubank mit seinem visuellen Stil. Für ein Budget von gerade mal 4 Millionen Dollar schlicht beeindruckend. Der Film wirkt, als hätten Kubrick und Lynch ein gemeinsames Kind gezeugt. Es erfüllt vielleicht nicht ganz die großen Erwartungen, die DNA ist aber unverkennbar.

CineStar, ab 10.7

Theater

Macbeth - I can dance my name

Mit Walddorfschule hat ihr Stück nichts zu tun, versichert die Gruppe K. Esoterisch sind höchstens die drei Hexen, die Macbeths steilen Marsch vom Heerführer zum Schotten-König zuschauen. Das Figurentheater-Trio - darunter: Bewegungskunstpreis-Träger Stefan Wenzel - gibt Shakespeares Publikumsliebling als Objekttheater zwischen Puppenspiel und Tanzperformance. Mit im Gepäck: Ein Orientteppich und ein Staubsauger-Oldtimer. (Bild: Gruppe K)

Lindenfels Westflügel, 14.-16.8.

Theater

La tumba de las marionetas

»Das Grab der Marionetten«: In ihrer Performance macht die Jugendtheatergruppe Traficantes de Suenos (Bolivien) die (Macht-)Verhältnisse sichtbar. Mit ihrer Theater- und Vortragstour bereist sie fünf deutsche Städte, illustriert mit Clownerie, beschreibt durch Artistik, kritisiert mittels Drama und bringt eben jene Verhältnisse durch Musik zum Tanzen. Die Spieler werden zu Marionetten, die ihre Fäden selbst in die Hand nehmen.

Haus Steinstraße, 10.8.

Musik

Konzert: Earth

Selbst Kurt Cobain hat schon mal bei Earth gesungen. Denn bereits seit 1989 bereiten Earth den Weg für Drone Doom. Also für sehr starke und lange Verzerrungen. Dass später Bands wie Sunn O))) diesen bereiteten Weg weitaus erfolgreicher beschritten, hinderte die Amerikaner nicht daran, immer weiter zu gehen. So landete ihre Musik unter anderem in Jim Jarmuschs »The Limits of Control« und die Band jetzt im UT Connewitz, wo sie von der Leipziger Instrumentalband Kasan unterstützt werden.

UT Connewitz, 1.8., 21 Uhr

Clubbing

Electric Weekender

Traditionell läutet der Electric Weekender die Saison im Conne Island ein. Drei Tage lang treffen sich hier die DJs der Stadt, die eher nach dem Motto »No filler, just killer« ausgewählt wurden. Auch Gäste wie Graze (New Kanada)oder Orson Wells (Robert Johnson) zeigen neben Manamana, Panthera Krause oder CFM welche Relevanz Techno und House in Leipzig haben. War auch viel zu lange ruhig im Island.

Conne Island, 22.-24.8.