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Theater

Diener zweier Herren

Endlich wieder Chaos am Teich, endlich wieder Seebühne! Nach zweijähriger Sanierung ist die Kulturwerkstatt KAOS zurück in ihre Villa gezogen und rockt mit dem Kultursommer die Ufer am Ulrichsteich. Carlo Goldonis Komödie rückt den Harlekin ins Zentrum. Weil er zu schlecht bezahlt wird, dient er sich gleich zwei Herren an. Von denen ist einer falsch und der Narr wird zum Heiratsvermittler. Luftige Verwechslungskomödie, wie gemacht fürs Sommertheater. (Foto: Alexander Nichelmann)

KAOS Seebühne, 26.-30.8.

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Literatur

Nino Haratischwili liest aus »Das achte Leben«

Zugegeben, 1.278 Seiten sind kein Pappenstiel. Aber wann wäre, wie Thomas Mann im Vorsatz zu seinem »Zauberberg« bemerkt, »je die Kurz- oder Langweiligkeit einer Geschichte abhängig gewesen von dem Raum und der Zeit, die sie in Anspruch nahm?« Wie es große Literatur so an sich hat, ist Haratischwilis Familienroman »Das achte Leben (für Brilka)« keine Seite, keinen Satz, kein Jota zu lang. (Foto: Danny Merz/Sollsuchstelle*)

Haus des Buches, 9.9.

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Literatur

Ralf Rothmann liest aus »Im Frühling sterben«

Als im Frühjahr 1945 der Krieg schon so gut wie vorbei ist, werden die Freunde Walter und Fiete doch noch eingezogen und müssen in einen sinnlosen Kampf ziehen. Wer dachte, über das Ende des Zweiten Weltkriegs sei alles erzählt, hat sich getäuscht. Mit »Im Frühling sterben« schafft Rothmann noch einmal einen erschütternden Roman über das Grauen des Krieges, das Sterben, das Überleben und die Schatten der Erinnerung. (Foto: Franka Bruns/Suhrkamp Verlag)

Haus des Buches, 11.9.

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Theater

Charleys Tante

Spielzeitauftakt im Festivalformat: Weil die Bühnentechnik generalüberholt wird, zieht das Operngeschehen ins Spiegelzelt auf dem Augustusplatz. Im Art-déco-Interim werden mit der Travestiekomödie »Charleys Tante«, dem Ehekriseneinakter »Trouble in Tahiti« und dem bürgerlichen Verfallsstück »Die Nachtschwalbe« im Zweiwochenrhythmus Premieren abgefeuert. Zwischendrin gibt es Streifzüge durch die Chormusik und das Talkformat »Das Rote Sofa«. (Foto: Tom Schulze)

Spiegelzelt auf dem Augustusplatz, 11.-13., 16., 18.-20.9.

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Theater

E/Merge

Die Freie Szene tagt, um ihren Standort neu zu bestimmen. Dazu schenkt sie sich und dem Publikum ein Festival. Dieses wartet mit fünf Neuproduktionen auf. Es wird eine performative Stadterkundung zu verschwundenen Orten geben und Leipzig als utopische Kommune untersucht. Welche Stellung hat das Publikum im modernen Tanz, fragt eine andere Produktion, die nächste hat Rollenbilder auf dem Kieker und die fünfte dreht sich um Leipziger Literatur. (Foto: Paul Guenther)

Kunstkraftwerk, 22., 25.-27.9.

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Film

Agora - from Democracy to the Market

Der zweite von drei Teilen des Jahresthemas der Cinémathèque widmet sich den politischen, individuellen, sozialen, kulturellen, juristischen und psychologischen Dimensionen der Freiheit in marktwirtschaftlich-demokratischen Gesellschaften. Auflehnung und ziviler Ungehorsam als Ausdruck der persönlichen Autonomie. Es werden Filme über Syrien, Pussy Riot und Stuttgart 21 gezeigt, begleitet von Diskussionsrunden in der naTo. Parallel gibt es eine Medienkunstausstellung in der Galerie KUB.

Cinémathèque in der naTo, 26.9.

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Film

Es ist schwer, ein Gott zu sein

Aleksei Germans monumentale Umsetzung des 1964 erschienenen Science-Fiction-Romans der Brüder Strugazki ist so außergewöhnlich, dass er sich zur eigenen Kunstform erhebt. Der Kritikerkollege von Variety hat es sehr schön auf den Punkt gebracht: »Als hätte ein Zeitreisender Brueghel und Bosch eine Kamera in die Hand gedrückt.« Allerdings mit einem Schwarz-Weiß-Filmband von 170 Minuten Länge. Wer sich durch die wirre Welt aus Blut, Rotz und Exkrementen kämpft, ist am Ende ein anderer.

Schaubühne Lindenfels, 11.-13.9.

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Musik

Ebo Taylor & Afrobeat Academy

Wenn Ebo Taylor die Bühne betritt, schwingt immer auch ein Hauch von Revolution mit, die er schon an der Seite von Fela Kuti angestrebt hat. Inzwischen ist der ghanaische Musiker knapp 80 Jahre alt, was ihn nicht davon abhält, live noch mal seinen Afrobeat, Highlife, Funk und Jazz so schön durcheinanderzubringen, dass alle Anwesenden tanzen. Auch er. Das klingt nicht nur nach afrikanischer Tradition, sondern ebenso nach Hier und Heute.

UT Connewitz, 23.9.

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Musik

Sophie Hunger

Wenn Sophie Hunger auf einer Bühne steht, spielt sie da nicht einfach nur ihr neues Album »Supermoon«. Sondern dann zelebriert die Schweizerin ihre gesamte Gefühlswelt einmal durch: Traurigkeit und Einsamkeit genauso wie Frieden und Freude. Mal an der Gitarre, mal am Klavier, mal laut, mal leise. Mal Jazz, mal Pop, mal Rock. Und die Zuschauer nimmt sie mit, damit am Ende alle frohlocken.

Parkbühne im Clara-Zetkin-Park, 5.9.

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Clubbing

Another Sound is Possible

Mit dem Anspruch, dass ein anderer Sound möglich ist, sammelte vor zwei Jahren das Institut für Zukunft Spenden für eine gute Anlage für den neuen Club im Kohlrabizirkus. Inzwischen hat sich die Anlage bewährt. Als Dank für alle Unterstützer wird der andere Sound jetzt mit einer eigenen Party gefeiert, bei der unter anderem Unit Möbius Anonymous und Sarah Farina die Anlage testen werden.

Institut für Zukunft, 19.9.

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Clubbing

Klub: Pearson Sound

Er hieß mal Ramadanman und machte Dubstep auf seinem Label Hessle Audio, das er mit Ben UFO und Pangaea gegründet hat. Inzwischen hat sich David Kennedy den Namen Pearson Sound gegeben und Bands wie Radiohead und The XX geremixt. Auf seinen neuen Tracks klingt der Brite vielseitiger und weit weniger dubsteppiger. Dafür wieder mehr nach Techno, wie er auch dem tanzenden Conne Island zeigen wird.

Conne Island, 5.9.

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Kunst

Großer Herbstrundgang 2015

Beim diesjährigen Spinnereirundgang kann tatsächlich vom ganz großen Bahnhof gesprochen werden. Das Nürnberger DB Museum zeigt in der Werkschauhalle nicht etwa die schönsten Kursbücher (was auch eine hübsche Abwechslung gewesen wäre), sondern aus ihrer Kunstsammlung Werke von der Zero-Gruppe. Deutlich jünger und lokaler geht es in den anderen Schauräumen zu . Und wie immer eröffnet das Tapetenwerk bereits einen Tag zuvor den Kunstreigen im Westen. Bei kreuzer online werden die Rundgänge im Detail besprochen.

Tapetenwerk, 11.-13.9.
Baumwollspinnerei, 12./13.9.

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etc.

Freiraum Festival 2015

Auch im Osten wird gefeiert. Am 11. September startet das Stadtteilkulturfestival Ostlichter. Wenn die Stadt das Event mit »jünger und hipper« bewirbt, dann ist die Kunst meist nicht weit weg. Sie zeigt sich am 12. September zum Freiraum-Festival, obwohl die freien Räume weniger werden. Da die Veranstalter betonen, dass die kreative Bewohnerschaft aus den Entwicklungen des Leipziger Westens lernte, mag man mehr als gespannt sein, was sich hier zeigt. (Foto: Freiraum 2015)

Rund um die Eisenbahnstraße, 12..9.