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Filme an die Wand

Das Kurzfilmwanderkino von Cinemuro e. V. zeigt am 10. September 10 Filme auf 10 Wänden

Mobiles Straßenkino: Mauerstreifen an der Alten Hauptpost

In Videotheken unterscheidet man drei Typen von Pornokunden: den schwitzenden Angsthasen, den heimlichen Heuchler und den selbstgefälligen Geschäftsmann. Das jedenfalls behauptet der gleichnamige Kurzfilm, den die Initiative »Mauerstreifen« vor einigen Jahren bei einer nächtlichen Wanderung durch Plagwitz auf eine Hauswand gegenüber des Moulin Rouge projizierte.

In Videotheken unterscheidet man drei Typen von Pornokunden: den schwitzenden Angsthasen, den heimlichen Heuchler und den selbstgefälligen Geschäftsmann. Das jedenfalls behauptet der gleichnamige Kurzfilm, den die Initiative »Mauerstreifen« vor einigen Jahren bei einer nächtlichen Wanderung durch Plagwitz auf eine Hauswand gegenüber des Moulin Rouge projizierte.

Welchem Typus wohl der glatzköpfige Schrank angehört, der damals mitten während der Projektion aus einem Fenster des Bordells in die Zuschauermenge grölte? Es sind derartige Verschmelzungen von Filmen und Orten, die manchmal Hundertschaften von stillen Zuschauern durch die Straßen ziehen lässt. Eine einzigartige Raumerfahrung, die sich jetzt zum zehnten Mal wiederholen soll.

Beginnend am Lindenauer Markt geht der Cinemuro e. V. am 10. September mit zehn Filmen auf Stadterkundung. Und man darf schon jetzt gespannt sein auf die Reaktionen der Anwohner, wenn eine friedliche Menge von Zuschauern vor dem NPD-Zentrum in der Odermannstraße nichts als einfach nur einen guten Film sehen will.

10.9., 21 Uhr, Treffpunkt: Lindenauer Markt
Film | aus dem kreuzer-Heft 09.09

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