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Alte Liebe

Alte Liebe

D 2026, R: Andreas Dresen, D: Dagmar Manzel, Joachim Król, 110 min

Lore und Harry sind seit 40 Jahren verheiratet. Ein altes Ehepaar, wie es im Buche steht. Er meckert gern, sie kritisiert ihn häufig. Aber eigentlich lieben sie sich und halten die gegenseitigen Marotten aus. Der Pensionär kümmert sich am liebsten um seinen Rittersporn im Garten, während die Bibliothekarin vergeblich versucht, ihren Gatten mal zu einer Lesung zu bewegen. Als eine Einladung zur Hochzeit ihrer Tochter im Briefkasten liegt, hat er nur Abfälliges für den zukünftigen Schwiegersohn übrig. Obwohl Lore zieht und zerrt, lässt er sich nicht dazu bewegen, zur Feier nach Leipzig zu reisen. Aber die ist ja auch erst im Herbst, und es ist Frühling. Der Film begleitet das Paar mit wundervoll lakonischem Humor durch die Jahreszeiten. Mit klugen, lebensnahen Dialogen ist die Adaption des Romans von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder ein Zweipersonenstück, das sich fast ausschließlich im schönen Ostberliner Häuschen (mit Garten) abspielt. Die Szenen und Dialoge erzählen beiläufig auch viel über die DDR und das Heute. Dagmar Manzel und Joachim Król spielen das wundervoll, ehrlich und ohne Eitelkeit. Eine »Alte Liebe« verbindet unterdessen auch Regisseur Andreas Dresen und Drehbuchautorin Laila Stieler. Seit mehr als 20 Jahren schreiben sie zusammen. Ihre künstlerische Harmonie sorgt auch hier für jene Handschrift, für die das Publikum ihre Filme schätzt und liebt und auch diesen in ihr Herz schließen wird. LARS TUNÇAY


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