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Bone Thugs

Bone Thugs

New waves

… N-harmony. Auch wenn die beiden alten Knochen Krayzie und Bizzy den Crew-Namen eingedampft haben, betreiben sie weiter ihr Zusammenspiel von Rhymes in Höchstgeschwindigkeit und Harmonien – seit Mitte der 1990er-Jahre (damals noch mit weiteren Bones) eine eigenständige charakterstarke Marke im Hiphop. Wenn dieser Personalstil aber auf derzeitige Produktionsästhetik und Main-Room-Sounds trifft, ist das Ergebnis größtenteils suboptimal. Dies tritt als … weiterlesen

Chuckamuck

Chuckamuck

Chuckamuck

Es gibt da diese Zeile auf dem Album, wo man dann auch nicht mehr weiterweiß: »Ich mach nicht mehr bei euch mit, ich fass mir lieber in den Schritt.« Ist das jetzt brillante Verweigerungshaltung oder billiger Sackschweiß-Humor? Da denken wir jetzt nicht weiter drüber nach, sondern konzentrieren uns auf den Rest dieses sehr gelungenen Albums der Berliner Band, die mal … weiterlesen

Alvvays

Alvvays

Antisocialites

Alvvays haben sich bereits 2014 mit ihrem Erstling und dem darauf verewigten Eiscreme-Pop in unsere Herzen und Gedächtnisse gespielt. Der Nachfolger »Antisocialites« gestaltet sich weniger kontemplativ und fragil als ihr Debüt, klingt deswegen aber nicht weniger feinfühlig. Alvvays bleiben sich in Sachen Schwermut treu. Inzwischen geht es aber krachiger und wuchtiger zu als bisher. Die trüben Herbstabende werden mühelos um … weiterlesen

Marta Collica

Marta Collica

Inverno

Inverno ist das dritte Soloalbum der italienischen Musikerin Marta Collica. Und es klingt so gar nicht danach, als wäre die Idee zu den Aufnahmen spontan nach einem Konzert und durch die daraus resultierende Bekanntschaft mit dem Produzenten Brio Taliaferro entstanden, wie sie erzählt. Viel zu entspannt klingt der Low-Fi-Folk, der Marta Collicas sanft dominierende Stimme über die zwölf Lieder hinweg … weiterlesen

V. A.

V. A.

Ton Steine Scherben in Dub

David Volksmund hieß das Label der Westberliner Anarcho-Rocker Ton Steine Scherben. Schon dieser David-Saga-Bezug und der Anspruch, »Voice of the people« zu sein, wären einen Abgleich mit dem zeitgleich blühenden Reggae wert. Zudem lieferte Rio Reiser teils bibelbasierte Bilder, entfernt verwandt denen der antibabylonischen Roots-Rebellen. Die Dub-Produzenten Fe Wolter (The Vision, Dubvision, früher sogar Der Moderne Man) und Aldubb haben … weiterlesen

Jay-Z

Jay-Z

4:44

Über das Packpapier muss zunächst geredet werden: Was am Cover gespart wurde, verpulverte das Label für Billboard-Werbung: New York City z. B. war im Sommer großflächig mit »Viertel vor Fünf« zugekleistert – wann gibt es das noch, Billboards für eine Platte?! Zu der Werbeidee aus dem Booklet gesellt sich princescher Größenwahn: Statt des Namens prägt die Zeile »sein 13. Studioalbum« … weiterlesen

Ragna Schirmer

Ragna Schirmer

Clara Schumann: Klavierkonzert

Lange Zeit galt sie hauptsächlich als junge Muse Robert Schumanns, den sie später heiratete und dessen Werk sie selbst förderte. Doch Clara Wieck war schon als Mädchen der Superstar des Klassik-Betriebes, spielte im Gewandhaus und wurde nicht nur von Mendelssohn verehrt. Dass ihr eigenes Klavierkonzert heute meist unter ihrem nach der Hochzeit 1840 angenommenen Namen veröffentlicht wird, zeigt, wie sehr … weiterlesen

Herbert Blomstedt

Herbert Blomstedt

Beethoven: Sinfonien

Wenn Herbert Blomstedt, der soeben das neunte Lebensjahrzehnt vollendet hat, sich zum x-ten Mal Beethovens Sinfonien widmet, dann darf man ein Lebensresümee erwarten. Wenn er sich als Partner dafür das Gewandhausorchester wählt, dann wird das Ganze zum Gipfeltreffen. Hier währt es fünf CDs lang, denn so viele Silberlinge braucht man, um Beethovens neun Sinfonien für die Ewigkeit zu konservieren. Sicher: Im … weiterlesen