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Jordi Savall

Jordi Savall

Beethoven: Sinfonie Nr. 1 und 5

Es sollte angesichts seines 250. Geburtstags eigentlich ein riesiges Festjahr werden. Denn gemeinhin gilt Ludwig van Beethoven als der Größte unter den Großen in der Klassik-Szene. Doch die Pandemie machte den meisten Plänen für den Beethoven-Sommer der Superlative einen Strich durch die Rechnung. Übrig blieben mediale Projekte wie die hier vorliegenden Sinfonien, die es wert sind, einen Stammplatz im heimischen … weiterlesen

Sarah Willis

Sarah Willis

Mozart y Mambo

In der noch jungen Music Education ist die Hornistin der Berliner Philharmoniker ein Star. Sarah Willis hat die früher so trockene Musikvermittlung in Deutschland einerseits unterhaltsam gemacht, andererseits bietet sie im Gegensatz zum einstigen Dampfplauderer Justus Frantz viel Tiefgang. So kommt es, dass sich ihre Berliner Kultveranstaltung inzwischen schon zur eigenen Fernsehsendung gemausert hat: »Sarah Musik« heißt die Serie, in … weiterlesen

La Chapelle Harmonique

La Chapelle Harmonique

Bach: Magnificat Es-Dur BWV 243a

Es ist kein rundes Jubiläum, aber dennoch bietet sich Bachs 270. Todestag am 28. Juli an, ein wenig zu schauen, was auf dem gut bestellten Feld der Bach-Interpretation aktuell so passiert. Das Spannendste hierbei kommt in diesen Tagen aus Frankreich: Valentin Tournet, erst 23 Jahre alt, gilt als Shootingstar der dortigen Historistenszene. Denn anders als die Musikerkollegen seines Landes widmet … weiterlesen

Haiyti

Haiyti

Sui Sui 

»Ruf mir ein Taxi nach Paris, denn ich war noch nie verliebt.« Diese Zeile ist so etwas wie das Destillat von Sui Sui, dem vierten Studioalbum von Haiyti, wollte man sie denn so weit zusammenpressen und reduzieren. Sie verspricht Leichtsinn und Entschlossenheit, Abenteuerlust und Melancholie. So manisch der Wunsch, jetzt gleich und sofort der neuen Liebe entgegenzujetten, so abgrundtief dunkel … weiterlesen

The Beths

The Beths

Jump Rope Gazers

Glücklicherweise klingt das gar nicht mehr enden wollende 80s-Revival im Indie-Pop langsam aus. Langsam, aber sicher, hofft der Autor, der musikalisch von den Neunzigern geprägt wurde. Und nicht nur deswegen nie so richtig warm mit den achtziger Jahren wurde. Dem dauergewellten Jahrzehnt mit seinen unsäglichen Keytars und elektronischen Schlagzeugen. Gottlob klingen aktuell wieder mehr Bands nach der Folgedekade. The Beths … weiterlesen

Perfume Genius

Perfume Genius

Set My Heart on Fire Immediately

Zehn Jahre sind inzwischen vergangen, seit Mike Hadreas aka Perfume Genius seine großartige Debüt-LP »Learning« veröffentlicht hat. Sein neuestes Werk vermag jedoch nicht ganz an die Klasse des Erstlings heranzureichen. Denn ungeachtet aller eindringlichen und ergreifenden Emotionalität von »Set My Heart on Fire Immediately« fehlt manchen Stücken das gewisse Etwas. Während etwa das kontemplativ korrumpierende Kleinod »Just a Touch« aus … weiterlesen

Everything Everything

Everything Everything

Re-Animator

Halb Katze, halb Hund, nicht ganz Radiohead und nicht ganz Bloc Party, aber definitiv viel von beidem mit noch ein bisschen Extra obendrauf, nehmen Everything Everything im britischen Indiezirkus eine Sonderstellung ein. Wie viele Rockbands gibt es schon, die einst mit dem expliziten Anspruch angetreten sind, eine »poptimist aesthetic« in die Welt zu tragen? Diese führen sie auf »Re-Animator« konsequent … weiterlesen

Compagnia di Punto

Compagnia di Punto

Beethoven: Sinfonien 1 bis 3 (Kammerbesetzung)

So langsam findet der Musikbetrieb zur neuen Normalität. Doch die Konzertveranstalter sind deshalb noch lange nicht wieder im Post-Corona-Modus und fragen sich, wie sie angesichts zahlreicher Abstandsregelungen ein Programm bieten können, das über Quartett oder Solo-Recitals hinausreicht. Und entdecken darum Dinge, die ihnen sonst kaum aufgefallen wären. Etwa, dass es von Beethovens Sinfonien Versionen für Kleinensembles gibt, die einst dazu … weiterlesen

Mogwai

Mogwai

Zerozerozero

Wenn Slint und Talk Talk so etwas wie die geistigen Väter des Post Rock waren, sind Mogwai der kauzige, im Umgang nicht immer ganz einfache Onkel, der die Familie beziehungsweise das Genre aber auch irgendwie zusammenhält. Mit vergangenen Großtaten wie »The Hawk is Howling« haben sie den Sound aus sparsamem Schlagzeug, massiven Distortionwänden und heftigen Wechseln zwischen laut und leise … weiterlesen

Khruangbin

Khruangbin

Mordechai

Khruangbin sind die Konsens-Entspannungsband von Plattenfreunden und -freundinnen dieser Tage. Ungefähr das, was Air für die Neunziger waren. Wenn auch stilistisch völlig anders. Khruangbin überzeugen die vom Streaming-Zeitalter geplagten Single-Junkies auf sanfte Art, mal wieder ein komplettes Album zu hören. Die ersten beiden regulären Longplayer konnten wir problemlos ganztägig auf Repeat laufen lassen. Und praktischerweise gleich in der Hängematte bleiben. … weiterlesen