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Robag Wruhme

Robag Wruhme

Venq Tolep

Entscheidet man sich, ob man eine Band live sehen will, hört man sich das letzte Album an. Bei der Frage, ob man sich eine oder einen DJ live gibt, kann man das auch machen, es wird nur zumeist nicht viel nützen, da viele aus dem Bereich der elektronischen Musik ganz anders produzieren, als sie auflegen. Vor allem Robag Wruhme hat … weiterlesen

Bonaparte

Bonaparte

Was mir passiert

Welche erstaunliche Entwicklung Künstlerinnen mitunter nehmen können, lässt sich auch am Beispiel von Tobias Jundt alias Bonaparte dokumentieren. Hatte der Schweizer mit seinen ersten Alben Visual Trash Punk geradezu erfunden, so gab sich Jundt auf seiner letzten Platte »The Return of Stravinsky Wellington« wesentlich kontemplativer. Nun veröffentlicht er sein bisher nachdenklichstes Werk. Zwischen Abidjan an der Elfenbeinküste und Berlin eingespielt, … weiterlesen

Magi Hikri

Magi Hikri

Alashoo

Hört man Magi Hikri zum ersten Mal, hat man als europäisch sozialisierter Musikhörer fast automatisch »Bad Girls« von M.I.A. im Ohr und das Video vor Augen: Man kann sie sich problemlos vorstellen, wie sie sich in ihrer Freizeit aus dem Fenster eines Autos lehnt, das auf zwei Rädern durch die Wüste fährt, und ihre eigene Musik laut aufdreht. Diese Assoziation … weiterlesen

Die Kerzen

Die Kerzen

True Love

»Ich sah dich ganz allein im Berghain«: It’s getting deutsch again im Hause Staatsakt, wo man seit jeher ein Auge für Bands hat, die in diesem grauen Land ein Gespür für eine genuin allemanische Popkultur an den Tag legen. Die Kerzen gehören zweifellos dazu. Denn so ein Phänomen, was von Flensburg bis Freiburg auf Partys anzutreffen ist, ist der Trashfloor, … weiterlesen

Bernhard Eder

Bernhard Eder

Reset

Vergleicht man den Bernhard Eder, wie er sich heute präsentiert, mit dem, wie man ihn vor 12 Jahren auf seinem Debüt hörte, erscheint der Titel »Reset« mehr als passend. Auf das erste Hören hin ist wenig geblieben vom Melancholiker in reduziert-akustischer Form. Die Gitarre bleibt im Schrank, beziehungsweise spielt höchstens im Hintergrund eine Rolle. Den intimen Sound hat er sich … weiterlesen

Lautten Compagney Berlin

Lautten Compagney Berlin

Gender Stories

Zugegeben: Mit dem Begriff »Gender« hätte Georg Friedrich Händel nichts anfangen können. Aber würde man dem Superstar der Barockoper erklären, was sich dahinter verbirgt, der Hallenser würde nur müde abwinken: Alles schon auf den Bühnen des 18. Jahrhunderts erlebt! Dass Frauen männliche Partien sangen oder Kastraten in virtuosesten Höhen als Königinnen oder Prinzessinnen auftraten. Zweifellos hatte der Barock deutlich mehr … weiterlesen

Dresdner Kammerchor

Dresdner Kammerchor

Schütz: Psalmen

Es ist vollbracht! Zum wirklich allerersten Mal liegt nun eine vollständige Einspielung der Werke des sächsischen Hofkapellmeisters Heinrich Schütz vor. Und nach wie vor beeindruckt, mit welcher Ausdauer der Dresdner Kammerchor unter Hans-Christoph Rademann dieses vieljährige Vorhaben, das auch von Leipziger Solisten unterstützt wurde, in die Tat umsetzte. Zum Abschluss legt die Plattenfirma Carus ein besonders furioses Finale vor: »Psalmen … weiterlesen

HK Gruber / Ensemble Modern

HK Gruber / Ensemble Modern

Kurt Weill: Chansons des Quais

HK Gruber und Kurt Weill, das gehört seit Langem zusammen. Denn der Dirigent, Komponist und Chansonnier hat in den vergangenen Jahren wie kein anderer das Werk des Enfant terrible des frühen 20. Jahrhunderts vom Kopf auf die Füße gestellt und immer wieder neu beleuchtet. So auch beim Dessauer Weill-Fest, wo er ein Werk vorstellte, das bisher kaum Experten kannten. Die … weiterlesen

Andris Nelsons / Gewandhausorchester

Andris Nelsons / Gewandhausorchester

Bruckner: Sinfonien Nr. 6 und 9

So langsam nimmt er Gestalt an, der Bruckner-Zyklus des Gewandhausorchesters unter Andris Nelsons. Nach der Dritten, der Vierten und Siebten in den Vorjahren bringt die Plattenfirma nun gleich zwei Sinfonien als Doppelalbum auf den Markt – die Sechste und die Neunte, denen wie schon gewohnt Musik von Wagner vorausgeschickt wird. Im Falle der 9. Sinfonie ist die Kombination mit dem Parsifal-Vorspiel … weiterlesen

Hot Chip

Hot Chip

A Bath Full Of Ecstasy

Der Indiehype um das Jahr 2005 herum war bis auf Weiteres die letzte Phase der westlichen Popmusik, in der es auf den Tanzflächen so etwas wie eine seriöse Alternative zu House und Techno gab. Betrachtet man die Heroen von damals, wissen die meisten nicht so wirklich, wohin mit sich selbst. Hot Chip finden da noch am besten Anschluss an die … weiterlesen